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Solarenergie
Energiebilanz
Eine typische thermische Solaranlage im Einfamlienhaus kann ca. ein Drittel der eingestrahlten Sonnenenergie in Wärmeenergie umwandeln. In Abhängigkeit von der Kollektorbauart können jährlich etwa 350 bis 450 kWh/m² Netto-Nutzwärme mit einer solchen Solaranlage gewonnen werden.
Der tatsächliche Energiegewinn hängt stark von den verwendeten Komponenten, der Orientierung des Dachs (Ausrichtung und Neigung) und insbesondere dem Warmwasserverbrauch bzw. dem Heizwärmebedarf ab.
Hoher Nutzungsgrad
Die so ermittelten Energieerträge sind jedoch nicht identisch mit der eingespeisten konventionellen Energie. Hier ist der Wirkungsgrad bei der konventionellen Energieerzeugung zu berücksichtigen. Berücksichtigt man, dass ein Heizkessel z.B. während des Sommerhalbjahres in erster Linie für die Trinkwassererwärmung in Betrieb geht, so liegen die Kesselnutzungsgrade bei konventionellen Geräten bei ca. 60 Prozent. Selbst Brennwert- und Niedertemperaturkessel können im Warmwasserbetrieb nur 70 Prozent an Brennstoff in Nutzwärme umsetzen.
Nimmt man einen mittleren Nutzungsgrad von 70 Prozent an, dann entsprechen 400 kWh/m² Netto-Nutzenergie einer Primärenergie-Einsparung von etwa 570 kWh oder knapp 60 Litern Heizöl bzw. 60 m³ Erdgas pro Quadratmeter Kollektorfläche.
Einsparung von über 3.000 kg Kohlendioxid
Bei einer angenommenen Lebensdauer von 25 Jahren für die Kollektoranlage ergibt sich also eine Einsparung an Primärenergie von 25 x 570 kWh = 14.250 kWh je m² Kollektor. Damit ist gleichzeitig eine Einsparung von über 3.000 kg CO2 gegenüber einer Beheizung mit Heizöl EL verbunden. Wird die elektrische Warmwasserbereitung durch den Anschluss von Waschmaschine und Geschirrspüler teilweise solar kompensiert, erhöht sich die Einsparung und damit die Umweltentlastung.
Häufig wird nach der Energie-Rücklaufzeit einer Solaranlage gefragt. Hierunter versteht man den Zeitraum, den die Solaranlage in Betrieb sein muss, um die für die Herstellung der Anlage aufgewendete Energie wieder solar zu erzeugen. Umfangreiche Studien haben gezeigt, dass die hier beschriebenen Solarsysteme eine Energierücklaufzeit von ein bis zwei Jahren besitzen. Konventionelle Heizanlagen dagegen verbrauchen fossile Energieträger nicht nur zur Herstellung, sondern auch während des Betriebes.
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