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Solarenergie

Solarthermie im Wohnungsbau

Solarthermie im Wohnungsbau

Die "zweite Miete" wird immer mehr zu einem entscheidenden Kriterium auf dem Wohnungsmarkt. Moderne Anlagentechnik und niedrige Betriebskosten für Heizung und Warmwasser sichern die langfristige Vermietbarkeit des Wohnungsbestandes. Hinzu kommt der Imagegewinn für das Wohnungsunternehmen gegenüber Mitbewerbern. Auch sind die im Vergleich zu Kleinanlagen bestehenden Kostenvorteile günstigere solare Wärmegestehungskosten möglich.

Anlagensysteme
Im Bereich der großen solarthermischen Anlagen (Kollektorfläche > 20 m2) haben sich mittlerweile die Systeme durchgesetzt, bei denen der überwiegende Teil des notwendigen Wasservolumens in Pufferspeichern bevorratet und nur noch ein relativ kleiner Bereitschaftsspeicher mit Trinkwasser befüllt wird. Beispielhaft sind im Folgenden zwei Anlagensysteme beschrieben:

System im Durchlaufprinzip
Kennzeichen dieses Konzeptes ist es, dass die im Puffer gespeicherte Solarwärme direkt den Kaltwassereintritt des Bereitschaftsspeichers erwärmt. Unabhängig davon wird über einen Kessel bei Bedarf nachgeheizt. Besonderes Augenmerk bei diesem System ist auf die Auslegung des Wärmetauschers zur Entladung des Pufferspeichers zu legen, da ein weiter Bereich - von Kleinstzapfungen bis zum Spitzendurchfluss - abzudecken ist. Sehr gut geeignet ist dieses System für die Integration in eine bestehende Anlage. Dieses Konzept stellt hohe Anforderungen an die Regelung.

Speicherladesystem
Bei diesem Konzept entnimmt der Ladekreis Wasser aus dem unteren Teil des Bereitschaftsspeichers, fährt über den Wärmetauscher und lädt das erwärmte Wasser oben in den Bereitschaftsspeicher. Damit diese Systeme gut arbeiten, muss der Bereitschaftsspeicher im unteren Teil ein zusätzliches Volumen - die so genannte Kaltwasservorlage - enthalten. Zur Abpufferung von Schwankungen im Zapfprofil kann dem Bereitschaftsspeicher ein Vorwärmspeicher vorgeschaltet werden.

Besonderes Augenmerk ist bei diesen Systemen auf die Einbindung der Zirkulationsleitungen in den Trinkwasserspeicher zu legen, um hier die Beladung aus dem solar beheizten Pufferspeicher möglichst nicht zu behindern.

Eine direkte Nachheizung des Pufferspeichers bringt aus Gründen der möglichen Verschleppung von konventioneller Energie in den kalten Solarteil des Pufferspeichers geringere Solarerträge.


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