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Pressemitteilung

Amtsköst 2017 der Betriebswirte des Handwerks Hamburg

Mehr als 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft auf Traditionsveranstaltung mit Festvortrag von Haspa-Vorstand Dr. Vogelsang und Festrede von Handwerkskammerpräsident Katzer

Hamburg, 07.04.2017 - Die traditionsreiche Amtsköst des Vereins Betriebswirte des Handwerks (BdH) Hamburg e.V. ist eine Netzwerkveranstaltung, die sich bundesweit Renommee erworben hat. 2017 folgten bereits im 36. Jahr Betriebswirte des Handwerks aus ganz Deutschland der Einladung zum Austausch über aktuelle wirtschaftspolitische Themen in der Handwerkskammer Hamburg. Mit insgesamt rund 200 Gästen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft, darunter viele aus der Hansestadt, ist die Amtsköst die größte Fortbildungsveranstaltung des BdH Hamburg. Im traditionellen Festvortrag informierte Dr. Harald Vogelsang, Vorstands¬sprecher der Hamburger Sparkasse, die Versammlung über das Thema „Die Finanzwirtschaft zwischen Niedrigzins und Digitalisierung – Auswirkungen auf das Handwerk?“. In der Festrede sprach Handwerkskammerpräsident Josef Katzer über die „Gesellschaft im Bildungswandel“.

Thomas Effenberger, Vorsitzender des BdH Hamburg, erklärt zur Amtsköst: „Mit der Amtsköst danken wir unseren Partnern, Freunden und Mitgliedern. Im festlichen Rahmen unterstützen wir uns, die gemeinsamen Ziele zu erreichen.“
Für den BdH-Bundesvorstand richtete dessen Vorsitzender Heinz Weber Grüße an die Gäste.

Handwerkskammerpräsident Josef Katzer hebt die Bedeutung des BdH für die Ziele des Handwerks hervor: „Wer die Herausforderungen der Zukunft anpacken will, braucht gutes Rüstzeug: eine hohe fachliche und unternehmerische Qualifikation statt Meister und Betriebswirt, gepaart mit einer gehörigen Portion Leidenschaft und der Bereitschaft zum lebenslangen Lernen. Die Betriebswirte des Handwerks wissen all das mit Weitblick einzusetzen.“

Als große Herausforderung benannte Katzer in seiner Festrede die Nach¬wuchsgewinnung vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des aktuellen Bildungswandels. Mehr als die Hälfte der Schulabgänger haben heute Abitur, in Hamburg sogar über 22 Prozent. Ihnen allen ein Studium zu empfehlen, dieser Rat passe daher nicht mehr ins 21. Jahrhundert: „Wir brauchen nicht mehr Meister, sondern mehr Akademiker!“ Der Präsident fordert, stattdessen die jungen Menschen darin zu stärken, ihre Berufswahl passend zu ihren Talenten und Interessen zu treffen. Das gelte für Abiturienten wie für Schulabbrecher. Viele sind dann in einer dualen Handwerksausbildung besser aufgehoben. Mit dieser hochwertigen Qualifikation haben Leihkräfte beste Perspektiven.

Katzer erläuterte: „Von den USA bis China weiß man sehr genau, worauf die wirtschaftliche Stärke Deutschlands beruht: auf dem weltweit unerreichten Niveau der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Auf dem produktiven Miteinander von beruflich und akademisch gebildeten Menschen. Schlipsträger brauchen hoch qualifizierte Fachleute, die die Pläne in die Praxis umsetzen. Genau das ist es, was die dual ausgebildeten Fachkräfte anderen anderen voraushaben. Sie besitzen Handlungskompetenz. Sie haben nicht nur etwas gelernt, sondern sie verstehen, das Gelernte auch richtig anzuwenden. Ihr Wissen ist dadurch mehr wert. Im Handwerk lernen sie jeden Tag, wie sie Theorie in die Praxis umsetzen.“

Anregende Impulse für den fachlichen Austausch gab zuvor auch Haspa-Vorstandssprecher Dr. Vogelsang in seinem Vortrag zur „Finanzwirtschaft zwi¬schen Niedrigzins und Digitalisierung“: "Auch im Wahljahr 2017 bleibt die extreme Niedrigzinsphase für die gesamte Finanzwirtschaft und die Kunden eine große Herausforderung. Leider hat sich bisher keine Partei zum Anwalt der Sparer gemacht, Das könnte sich in diesem Jahr ändern. Jetzt kommt neben den Nullzinsen auch noch die Inflation dazu. Die Zinsen müssen endlich wieder steigen. Hier ist die SPD in der Pflicht.“

Seinen festlichen Abschluss findet die Amtsköst alljährlich mit einem Feuerwerk – genauer: mit dem guten Ausblick durch die Czeschka-Fenster des Großen Saals der Handwerkskammer auf das Eröffnungs-Feuerwerk des Hamburger Frühjahrs-Doms auf dem Heiligengeistfeld. Vor Jahren staunte ein Betriebswirt des Hand¬werks aus Schwaben, wie die Hamburger ein solch schönes Feuerwerk wohl finan¬ziert hätten. Man ließ den sparsamen schwäbischen Kollegen zunächst in dem Glauben, das Feuerwerk sei vom BdH Hamburg organisiert. Seither nehmen die Betriebswirte des Handwerks Hamburg das Feuerwerk augenzwinkernd jedes Jahr „ins Programm“ - für den festlichen Abschluss der Amtsköst.

Die Betriebswirte des Handwerks sind Inhaber oder Führungskräfte von Hand¬werksbetrieben. Unter dem Leitspruch "Kompetenz und Bildung im Mittelstand" leisten sie ihren Beitrag für Wohlstand und soziale Gerechtigkeit in der Gesellschaft. Der Austausch auf der Amtsköst des BdH Hamburg unterstreicht die Verbundenheit des Handwerks und seiner Partner für diese Ziele. Leitmotiv ist hier das lebenslange Lernen und in der Folge die Förderung von Aus- und Weiterbildung. Mit seiner Arbeit auf Bundesebene und in den Regionen zielt der BdH darauf ab, die Position des Handwerks gesellschaftlich und politisch zu stärken.

Weitere Informationen
www.betriebswirte-hwk-hamburg.de und www.betriebswirte-hwk.de

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Hamburger Sparkasse, der Handwerkskammer Hamburg und der Signal Iduna.


 

 

 


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