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Peters

Bundestagswahl 2021: Hamburger Handwerk fordert klares Bekenntnis zum Mittelstand

Der Präsident der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann, warnt nach der ersten Prognose zum Wahlergebnis eindringlich vor Gängeleien und Verboten, die freies Wirtschaften einschränken. Er fordert eine pragmatische, an Lösungen orientierte Politik, die kleine und mittelgroße Betriebe nach der Krise stabilisiert und stärkt

Hamburg, 26. September 2021 – Die Bewältigung der Corona-Folgeschäden und das Erreichen der Klimaziele kosten viel Geld. Unsere mittelständischen Handwerksbetriebe können mit guter Arbeit Geld verdienen und gute Steuern zahlen – wenn man sie machen lässt und unterstützt. Sie sorgen für Beschäftigung und Ausbildung in unserem Land, tragen damit zur Entlastung der Sozialsysteme bei und helfen, die Renten zu sichern. Alles das funktioniert auch in Zukunft – wenn man das Handwerk machen lässt und es unterstützt.

Heute, am Wahlabend, richtet der Präsident der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann, seinen eindringlichen Appell an die Kandidaten: „Auch, wenn die Wahl denkbar knapp auszugehen scheint, erwartet das Hamburger Handwerk eine zeitnahe Aufnahme von Koalitionsverhandlungen. Spätestens im November brauchen wir eine handlungsfähige Regierung, denn Deutschland braucht starke Betriebe. Und starke Betriebe benötigen ganz rasch verlässliche politische Rahmenbedingungen.“ 

Damit dies gelingt, müsse die neue Bundesregierung drei wesentlichen Richtungsweisern folgen: 

  • Klimawende als Mehrwert: Aus- und Weiterbildung im Klimaschutz-Handwerk fördern; unternehmerische und technologische Weiterentwicklung langfristig stärken und Klimaschutz so gestalten, dass für das Handwerk echte Anreize entstehen
  • Kostenstopp als Motor: Keine Mehrbelastung von kleinen und mittleren Betrieben – sei es mit höheren Ertragssteuern oder Sozialabgaben; sei es mit Vermögensabgaben, die Nachfolgeregelungen gefährden
  •  Mobilität als Muss: Wirtschaftsverkehre flüssig halten und weiter in das unverzichtbare Straßennetz investieren sowie zum Beispiel über die StVO Betrieben in Anwohnerparkzonen Bewohnerstatus verleihen

Handwerkskammerpräsident Hjalmar Stemmann weiter: „Vor allem das Anpacken der Klimawende duldet keinen Aufschub, sondern verlangt zügig nach konkreten Maßnahmen. Das geht übrigens auch ohne politische Gängeleien und Verbote; nämlich im Vertrauen auf die positiven Antriebskräfte eines freien, verantwortungsvollen Unternehmertums. Das Handwerk steht bereit, braucht aber klare und praxistaugliche Leitplanken, an denen sich Bauherren und Investoren orientieren können, um Fehlinvestitionen zu verhindern.“