Corona-Infos Finanzen
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Corona-Info: Finanzhilfen

Finanztipps und Informationen für das Handwerk zu den verschiedenen wirtschaftlichen Hilfsmaßnahmen



Seit Beginn der Corona-Krise wurde eine ganze Reihe von Hilfsmaßnahmen beschlossen, um die finanziellen Folgen für die Wirtschaft, Betriebe, Arbeitnehmer*innen abzufangen. Für das Handwerk relevante Informationen finden Sie hier.

Wichtige Informationen


Auch nach dem Auslaufen der pandemischen Lage in Hamburg bleibt der Corona-Schutzschirm des Hamburger Senats aufgespannt, um die Wirtschaft der Hansestadt bestmöglich durch die Krise zu bringen. Anträge für die Überbrückungshilfe IV und die Neustarthilfe 2022 können noch bis zum 15. Juni 2022 bei der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB Hamburg) gestellt werden.

Die Überbrückungshilfe IV bietet Unternehmen, die auch im ersten Quartal 2022 von Corona-bedingten Beschränkungen betroffen waren, umfassende Unterstützung. Antragsberechtigt sind alle Unternehmen, deren Umsätze aufgrund der Pandemie um mindestens 30 Prozent eingebrochen sind. Zusätzlich zur Überbrückungshilfe IV steht die Neustarthilfe 2022 zur Verfügung. Sie richtet sich weiterhin an Soloselbständige, die Corona-bedingte Umsatzeinbußen verzeichnen.
Insgesamt wurden von der IFB Hamburg bisher über 137.000 Anträge und rund 3,3 Mrd. Euro Corona-Hilfen an die Hamburger Wirtschaft ausgezahlt. Die über 20 verschiedenen Hilfsprogramme decken die Bereiche Wirtschaft, Kultur und Sport ab und haben entscheidend dazu beigetragen, die Stadt in der Krise effektiv zu unterstützen. Die gewährten Hilfen bestehen zu rund 97 Prozent aus Zuschüssen, mit denen die Folgen der pandemiebedingten Einnahmerückgänge der Unternehmen zumindest abgemildert werden können.

Die Hilfen kamen Soloselbständigen, Unternehmen des Mittelstandes und Startups zu Gute. Kulturschaffende, Kultureinrichtungen und Sportvereine konnten ebenfalls Hilfen in Anspruch nehmen. Durch die hohen Finanzmittel in Kombination mit großen Anstrengungen der Unternehmen selbst und ihrer Kreativität, die Krise zu bewältigen, konnten der befürchtete Anstieg von Insolvenzen abgewendet, die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie abgemildert und die kulturelle Vielfalt erhalten werden.

(Quelle: Pressemitteilung des Hamburger Senats)

Der Bundestag hat die Sonderregelungen zum Kurzarbeitergeld verlängert:

  • Anrechnungsfreiheit von Entgelt aus während der Kurzarbeit aufgenommenen Minijobs
  • erhöhtes Kurzarbeitergeld bei längerer Bezugsdauer,
  • verringertes Mindesterfordernis von 10 % als Voraussetzung für die Gewährung von Kurzarbeitergeld
  • Verzicht auf den Aufbau von Minusstunden als Voraussetzung für die Gewährung von Kurzarbeitergeld
  • Ausweitung der maximalen Bezugsdauer auf bis zu 28 Monate, längstens bis zum 30. Juni 2022 rückwirkend zum 1. März 2022
  • Einführung einer Verordnungsermächtigung, die die Bundesregierung bis zum 30. September 2022 zur Verlängerung dieser Regelungen ermächtigt.

Die Verlängerungen sind befristet bis zum 30. Juni 2022.

(Quelle: ZDH, Bundesregierung)

Den von der Corona-Pandemie betroffenen Arbeitgebern wird erneut die Möglichkeit der vereinfachten Stundung der Sozialversicherungsbeiträge für die Monate Februar bis April 2022 geboten. Demnach können die Beiträge für die Monate Februar bis April 2022 im vereinfachten Verfahren längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Mai 2022 unter den gleichen Voraussetzungen gestundet werden, wie dies bereits für die Beiträge bis einschließlich zum Juni 2021 praktiziert wurde.

Der Antrag auf Stundung der Beiträge muss wieder mit einem einheitlich gestalteten Antragsformular gestellt werden - ein Muster stellen wir unter diesem Beitrag zum Download zur Verfügung.

Anpassung der sogenannten Schadensminderungspflicht in der Überbrückungshilfe Plus und der Neustarthilfe Plus. 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat angekündigt, dass für den Zeitraum 01.11. – 31.12.2021 auch bei freiwilligen Schließungen oder Einschränkungen des Geschäftsbetriebs eine Anerkennung des resultierenden Umsatzeinbruchs als coronabedingt möglich ist, wenn aufgrund von angeordneten Corona-Zutrittsbeschränkungen (2G, 2G plus oder 3G) bzw. vergleichbaren Maßnahmen (Verbot touristischer Übernachtungen, Sperrstundenregelungen) die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unwirtschaftlich ist. Zwischenzeitlich wurde die Regelung zur Antragsberechtigung bei freiwilligen Schließungen, wenn eine Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs unwirtschaftlich wäre, in den FAQ der Überbrückungshilfe III Plus veröffentlicht. Sie finden die Regelung unter Ziffer 1.2 der FAQ.

Auch für die neue Überbrückungshilfe IV (Förderzeitraum Januar bis März 2022) hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz angekündigt, dass diese Regelung zunächst im Januar 2022 gelten wird, bei Bedarf aber kurzfristig verlängert werden kann. Die Überbrückungshilfe IV kann voraussichtlich ab Mitte Januar 2022 beantragt werden, wobei auch die entsprechenden FAQ´s rechtzeitig vor Antragstart veröffentlicht werden sollen.



Neue Beihilfeobergrenzen und Änderungen bei Bürgschaften

Die Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 und die Bundesregelung Fixkostenhilfe 2020 wurden – vor dem Hintergrund der Temporary Framework-Verlängerung ins Jahr 2022 hinein – überarbeitet. Die neuen Temporary Framework-Beihilfeobergrenzen von 2,3 Mio. Euro für die Kleinbeihilfen und von 12 Mio. Euro für die Fixkostenhilfe stehen in der Überbrückungshilfe IV zur Verfügung. Für die Überbrückungshilfe III Plus gelten die bisherigen Beihilfehöchstbeträge. Auf Grundlage des aktualisierten Temporary Framework wurde nunmehr auch die Verlängerung der Bundesregelung Bürgschaften genehmigt. Die Antragsfrist für die Bürgschafts- und Garantieprogramme zu Corona-Sonderbedingungen (Bürgschaften der Bürgschaftsbanken, Garantien der Mittelständischen Beteiligungsgesellschaften, Großbürgschaften) verlängert sich somit bis zum 30.04.2022.



Verlängerung der Fristen Endabrechung Neustarthilfe (Förderzeitraum Januar-Juni 2021):
Direktantragsteller waren verpflichtet, bis Ende Dezember 2021 eine Endabrechnung vorzunehmen, sofern ihnen eine Bewilligung / Teilbewilligung zugegangen ist.

Klargestellt wurde nunmehr, dass Direktantragsteller, die den Bewilligungsbescheid erst nach dem 01.12.2021 erhalten haben, ihre Endabrechnung vier Wochen nach Versand des Bewilligungsbescheids einzureichen haben.
Direktantragsteller, die die Endabrechnung im digitalen Antragsmanagement bis zum Fristende nicht eingereicht haben, erhalten eine Erinnerungsnachricht. Erst bei ausbleibender Rückmeldung werden sich weitere verwaltungsrechtliche Maßnahmen, unter anderem Anhörung, Aufhebung der Bewilligungsbescheides, Rückforderung des gewährten Zuschussbetrages, anschließen.

In jedem Fall erhalten die Antragstellenden im Frühjahr 2022 zunächst einen Endabrechnungsbescheid, der ihnen gegebenenfalls auch sämtliche Informationen zur potentiellen Rückzahlung zur Verfügung stellt.

Für eine Rückzahlung haben die Antragstellenden bis zum 30. Juni 2022 Zeit.

(Quelle: ZDH-Rundschreiben vom 06.01.2022)

 

Corona-Überbrückungshilfen

Überbrückungshilfe IV (Förderzeitraum: Januar - Juni 2022) 

(Stand 01.04.2022)
Die bis Ende Juni verlängerte Überbrückungshilfe IV kann ab sofort von Unternehmen mit einem coronabedingten Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent in Anspruch werden. Die Beantragung muss durch prüfende Dritte auf unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de vorgenommen werden. Dort sind auch die geltenden Förderbedingungen sowie FAQ zu finden. 

(Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz)

Kontakt

Betriebsberatung der Handwerkskammer Hamburg

Tel. 040 35905 - 302 ( Terminvereinb.)
Fax 040 35905 - 394
betriebsberatung--at--hwk-hamburg.de


Neustarthilfe

Neustarthilfe IV

(Stand 22.04.2022)
Die Neustarthilfe 2022 April - Juni kann beantragt werden.

Generelle Informationen unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. 

(Quelle: Bundesministerium der Finanzen)



Hamburger Corona-Hilfsmaßnahmen

Härtefallhilfen erweitert und verlängert

(Stand: 01.04.2022)
Trotz eines weit aufgespannten Schutzschirms für Unternehmen, die durch die aktuelle Pandemie in Schwierigkeiten geraten sind, fallen einige Unternehmen durch das Raster der Corona-Hilfen (Überbrückungshilfen, Neustarthilfen). Für diese Fälle haben sich der Bund und die Länder im März auf einen Härtefallfonds von insgesamt 1,5 Milliarden Euro geeinigt. Finanziert wird er je zur Hälfte durch den Bund und die jeweiligen Länder, letztere sind auch für die Umsetzung der Förderung verantwortlich.



Förderbedingungen

Die genauen Förderbedingungen der Hamburger Corona Härtefallhilfen sind auf der Seite der IFB zu finden.



Rückzahlungen

Rund 50.000 Empfängerinnen und Empfänger haben wegen des Lockdowns im Frühjahr 2020 Corona-Soforthilfe von der Stadt bekommen - besonders Solo-Selbstständige.

Das Geld konnte laut Wirtschaftssenator Michael Westhagemann damals nur so schnell bereit gestellt werden, da erst nachträglich geprüft wurde, ob wirklich Anspruch darauf bestand. Sollte dies nicht der Fall gewesen sein, muss Hamburg im Rahmen der Rückzahlung der Sofort-Hilfen Zinsen erheben - so sieht es das Verwaltungsverfahrengesetz vor.

(Quelle: Behörde für Wirtschaft und Innovation, IFB Hamburg)



Kurzarbeitergeld

Kurzarbeit: Erleichterter Zugang

(Stand: 04.02.2022)
Das Bundeskabinett hat den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld bis Ende Juni 2022 verlängert. 

Dabei wird die maximale Bezugsdauer von derzeit 24 Monaten auf 28 Monate mit Frist zum 30. Juni 2022 verlängert. Folgende weitere Regelungen sollen ebenfalls bis zum 30. Juni 2022 verlängert werden:

  • Anrechnungsfreiheit von Entgelt aus während der Kurzarbeit aufgenommenen
    Minijobs
  • Erhöhte Kurzarbeitergeldsätze bei längerer Bezugsdauer
  • Verringerte Mindesterfordernis von 10 Prozent Arbeitsausfall
  • Verzicht auf den Aufbau von Minusstunden

Die Rahmenbedingungen für den erleichterten Zugang zum Kurzarbeitergeld bleiben weitestgehend gleich.

Hingegen ist geplant, dass die Erstattung von Sozialversicherungsbeiträgen und die Öffnung der Kurzarbeit für die Zeitarbeit wie geplant zum 31. März 2022 auslaufen. Vom 1. Januar 2022 bis zum 31. März 2022 werden Beiträge zur Sozialversicherung während der Kurzarbeit nur zu 50 Prozent an die Arbeitgeber erstattet.

Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der Bundesagentur für Arbeit

(Quelle: Bundesagentur für Arbeit)



Informationen zum Kurzarbeitergeld und Antragsstellung

Umfassende Informationen für Arbeitger und –nehmer*innen finden Sie auf den folgenden Seiten der Arbeitsagentur und des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH):

Arbeitsagentur/KUG

ZDH/FAQ/KUG

Kurzarbeitergeld muss von Arbeitgeber*innen bei der zuständigen Arbeitsagentur beantragt werden. Hier finden Sie Ihre zuständige Arbeitsagentur.



Persönliche Beratung

Sie haben Fragen zum Thema „Kurzarbeitergeld“? Die Kolleg*innen vom Projekt „Lüüd“, der Personalberatung für das Hamburger Handwerk, helfen gerne weiter:

Lüüd Personalberatung für das Hamburger Handwerk
Tel.: 040 35905 - 900
E-Mail: lueued@hwk-hamburg.



Steuern

Verlängerung steuerlicher Hilfsmaßnahmen

(Stand: 13.12.2021)
Die Hamburger Steuerverwaltung unterstützt Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind, auch im nächsten Jahr weiterhin mit steuerlichen Hilfsangeboten.

Folgende Regelungen, auf die sich die Finanzministerien der Länder und das Bundesfinanzministerium verständigt haben, wurden verlängert:
Bis zum 30. Juni 2022 können Steuerpflichtige Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer 2021 und 2022 stellen.
Betroffene können bis zum 31. Januar 2022 Anträge auf zinslose Stundung stellen. Die Stundungen können bis maximal 31. März 2022 gewährt werden. Anschlussstundungen sind möglich, wenn sie mit einer angemessenen und bis höchstens zum 30. Juni 2022 dauernden Ratenzahlung verbunden sind.
Bei bis zum 31. Januar 2022 fälligen Steuern werden Vollstreckungsmaßnahmen auf Antrag der Steuerpflichtigen bis zum 31. März 2022 ausgesetzt. Säumniszuschläge, die bis zum 31. März 2022 entstanden sind, werden grundsätzlich erlassen.

Weitere Informationen 

BMF: FAQ Corona / Steuern



2022 keine Aussetzung der Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung

Unternehmen, die besonders von der Corona-Pandemie betroffen waren, konnten 2020 und 2021 eine Dauerfristverlängerung für die Abgabe ihrer Umsatzsteuer-Voranmeldungen ohne Zahlung einer Umsatzsteuer-Sondervorauszahlung für die Jahre 2020 bzw. 2021 beanspruchen. Bereits entrichtete Sondervorauszahlungen wurden auf Antrag erstattet.

Das Bundesfinanzministerium hat auf Nachfrage des ZDH mitgeteilt, dass diese Sonderregelungen über den 31. Dezember 2021 hinaus nicht verlängert werden.

Die von der Corona-Pandemie betroffenen Unternehmer hätten im Jahr 2021 geringere Umsätze erzielt, was sich in einer geringeren Sondervorauszahlung für das Jahr 2022 widerspiegelte, teilte das Ministerium mit.

(Quelle: ZDH)



Corona-Bonus bis 2022 verlängert: 1.500 Euro steuerfrei

(Stand: 17.12.2021)
Die Möglichkeit, Mitarbeitern eine Corona-Prämie zu zahlen, wurde bis 2022 verlängert. Jede*r Beschäftigte in Deutschland kann den Bonus erhalten. Worauf Arbeitgeber achten müssen, erklärt die Expertin für Entgeltabrechnung Birgit Ennemoser auf handwerksblatt.de.

(Quelle: Handwerksblatt)



Eltern / Familie

Informationen zu den geltenden Regelungen rund um Elterngeld und andere Unterstützungen bietet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Weiterführende Informationen:

hamburg.de/kindertagesbetreuung

dgb.de/kinderbetreuung 

Informationen für pflegende Angehörige
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) hat die Akuthilfen zur besseren Vereinbarkeit von Pflege und Beruf bis Ende Juni 2022 verlängert.

Info-Seite des BMFSFJ für pflegende Angehörige