Corona-Schutzimpfung, Impfung-Info,
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Corona-Krise: Impf-Informationen

 Informationen und Hinweise zu den wichtigsten Aspekten der Corona-Impfung



Besonders beim Thema Impfungen herrscht unter Handwerkerinnen und Handwerkern große Unsicherheit. Im Folgenden finden Sie die häufigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema sowie aktuelle Informationen.




FAQ (Häufige Fragen und Antworten)

(Stand 10.09.2021)

(Stand: 10.09.2021)

Laut Bundestagsbeschluss dürfen Arbeitgeber*innen von Lehrkräften, Erzieher*innen und Pflegenden künftig den Impfstatus ihrer Beschäftigten abfragen. Für Arbeitgeber*innen im Handwerk gilt dies nicht.

Die Deutsche Handwerkszeitung ordnet den Beschluss ein: 

Handwerks-Chefs dürfen Impfstatus nicht abfragen

Keine Entschädigung bei Verdienstausfall für Ungeimpfte

Auch wenn  Arbeitnehmer*innen - außer in bestimmten Berufsfeldern - nicht verpflichtet sind, Auskunft über ihren Impfstatus zu geben, sieht das Infektionsschutzgesetz schon länger eine Ungleichbehandlung von Geimpften und Ungeimpften vor, wenn es um die Entschädigung für Verdienstausfall wegen einer Quarantäne geht.

Muss ein*e Arbeitnehmer*in in Quarantäne, ist es der Arbeitgeber, der diese Entschädigung auszahlt. Später kann er sich das Geld von der Behörde zurückholen. Dieser Entschädigungsanspruch steht aber Arbeitnehmer*innen nicht zu, wenn sie durch Inanspruchnahme einer Schutzimpfung eine "Absonderung" (so nennt das Gesetz die Quarantäne) hätten vermeiden können. Das gilt etwa für Fälle, in denen die Quarantäne nach einer Auslandsreise nur für Ungeimpfte zwingend ist.

Ob und ab wann diese Regelung umgesetzt wird, entscheiden die einzelnen Bundesländern. In Baden-Württemberg beispielsweise hat das Sozialministerium kürzlich angekündigt, ab dem 15. September die Entschädigungszahlung nur noch dann zu leisten, wenn die betroffenen Personen auch gegen Covid-19 geimpft waren. Das Datum sei gewählt worden, weil spätestens zu diesem Zeitpunkt jeder arbeitstätige Erwachsene den vollständigen Impfschutz habe erwerben können. Auch Hamburg berät aktuell über eine solche Lösung.

Im Zusammenhang mit solchen Entschädigungszahlungen müssen alle Arbeitnehmer*innen ihren Arbeitgebern ohnehin mitteilen, ob sie geimpft sind oder nicht. Wer nicht geimpft ist (oder das nicht mitteilt), bekommt dann auch kein Geld. Eine Entschädigung für entfallenen Arbeitslohn erhalten also nur noch diejenigen, die ihrem Arbeitgeber nachweisen, dass sie geimpft waren.  Das gilt ausdrücklich für sämtliche Berufstätige nur in den Fällen, in denen eine Impfung die Quarantäne vermieden hätte.

Wenn eine Infektion wirklich bestätigt ist und die betroffene Person corona-typische Symptome aufweist, gelten allerdings andere Regeln: Dann gelten alle Betroffenen als "arbeitsunfähig" und bekommen auf dieser Grundlage auch eine Lohnfortzahlung wie bei anderen Krankheiten. Ein Arzt muss dann die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen.

(Stand: 03.09.2021)

Seit dem 7. Juni 2021 können alle Personen ab 16 Jahren eine Impfung bei ihrem Hausarzt, bei Betriebsärzten oder bei verschiedenen Impfstellen erhalten. Gesundheitszustand oder Beruf spielen hier keine Rolle.

Die Stadt Hamburg stellt außerdem eine Übersicht aller Impfstellen zur Verfügung.

(Stand: 01.10.2021)

Je nachdem wo Sie sich impfen lassen möchten, gibt es unterschiedliche Ansprechpartner für die Terminvergabe:

  • Möchten Sie sich bei Ihrem Haus- oder Facharzt impfen lassen, sprechen Sie diesen direkt an. Da Ärzte zu diesem Thema allerdings viele Anrufe erhalten und generell recht ausgelastet sind, ist es aktuell sinnvoller, eine E-Mail zu schreiben.
  • Stadtweit gibt es durch mobile Teams dezentrale Impfangebote in den verschiedenen Hamburger Stadtteilen – oft ohne vorherige Terminvereinbarung. Eine kontinuierlich ergänzte Übersicht stellt alle neu hinzukommenden Termine zusammen: www.hamburg.de/corona-impfstationen.
  • Auch Betriebsärzte können Impfungen durchführen. Ob dies in Ihrem Betrieb möglich ist, hängt aktuell stark von der Lieferbarkeit der Impfstoffe ab. Sollten Sie keine Informationen von Ihrem Arbeitgeber dazu erhalten, fragen Sie bei dem zuständigen Betriebsarzt nach. Auf der Seite des Verbandes der Deutschen Betriebs- und Werksärzte e.V. bei Eingabe Ihrer Postleitzahl bzw. Stadt die Betriebsärzte in dieser Region. Auch einige Berufsgenossenschaften haben Betriebsarztlisten auf ihren Internetseiten veröffentlicht.
  • Weiterhin können Termine unter www.hamburg.de/corona-impfung oder 040 42828 4000 vereinbart werden.

(Quelle: ZDH, Pressemeldung des Senats der Stadt Hamburg)

Die Stadt Hamburg informiert hier über die Details zur Corona-Schutzimpfung.

Ausnahmeregelungen für Geimpfte und Genesene

Für geimpfte Personen und solche, die an Corona erkrankt waren, gelten einige Ausnahmeregeln. Wichtig hier bei ist, dass Geimpfte zwei Impfungen erhalten haben, wobei die letzte 2 Wochen her sein muss. Genesene müssen innerhalb der letzten 6 Monate an Corona erkrankt sein. Ist die Erkrankung länger her, brauchen sie ebenfalls eine Impfung. Für beide Gruppen gelten unter anderem folgende Ausnahmen:

  • Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gelten nicht mehr für Geimpfte und Genesene. Damit werden zum Beispiel bei privaten Zusammenkünften geimpfte und genesene Personen nicht mehr mitgezählt. Auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz entfallen für diese Personengruppen.
  • Bei bestimmten Ausnahmen von den Corona-Schutzmaßnahmen, bei denen ein negativer Test Voraussetzung ist, sind Geimpfte und Genesene mit negativ Getesteten gleichgestellt. Damit müssen sie kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen, um zum Beispiel zum Friseur zu gehen oder beim Bäcker in der Innengastronomie etwas zu verzehren.
  • Auch Quarantäne-Pflichten gelten nicht für Geimpfte und Genesene – zum Beispiel bei Einreisen aus dem Ausland. Dies gilt allerdings nicht für Reisen aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten. 

Wichtig: Masken müssen weiterhin entsprechen der aktuellen Regelungen, z. B. im öffentlichen Nahverkehr, getragen werden. Auch das Abstandsgebot bleibt bestehen.

Die Bundesregierung informiert hier über alle Erleichterungen für Gemipfte und Genesene.

Es gibt verschiedene Wege, um nachzuweisen, dass Sie bereits geimpft wurden oder eine Corona-Infektion durchgemacht haben:

  • Geimpfte müssen einen Nachweis für einen vollständigen Impfschutz vorlegen – zum Beispiel den gelben Impfpass oder das digitale Impfzertifikat. Je nach Impfstoff bedarf es ein oder zwei Impfungen für einen vollständigen Schutz. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Zusätzlich darf man keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion aufweisen. Dazu gehören Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust.
  • Genesene benötigen den Nachweis für einen positiven PCR-Test (oder einen anderen Nukleinsäurenachweis), der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt. Auch hier gilt zusätzlich, dass die Freiheiten nur für Menschen ohne Covid-19-typische Krankheits-Symptome gelten.

Bundesregierung informiert hier über alle Erleichterungen für Geimpfte und Genesene.

Weitere Informationen sowie den Verordnungstext der Bundesregierung finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz

Als Nachweis über die Corona-Schutzimpfung reichen gegenwärtig und auch weiterhin der gelbe Impfpass oder das ausgestellte Impfnachweisformular aus. Das digitale Impfzertifikat ist eine Ergänzung. Es dient dazu, den Impfnachweis leichter mitführen und kontrollieren zu können. Seit dieser Woche kann es in Hamburg unter Vorlage der schriftlichen Impfbestätigung in Apotheken ausgestellt werden.Wer im Impfzentrum geimpft wurde, muss den Weg in eine Apotheke nicht antreten, sondern kann sich das Zertifikat direkt herunterladen.

Das Impfzertifikat enthält einen QR-Code. Dieser kann beispielsweise von der Corona-Warn-App eingelesen und dann bei Kontrollen vorgezeigt werden. Wer kein Smartphone nutzt, kann wie bislang den papierhaften Impfnachweis vorzeigen – daneben ist es, sofern gewünscht, auch möglich, sich das Impfzertifikat in einer Apotheke ausstellen zu lassen und den QR-Code auf Papier vorzuzeigen.

Ich wurde im zentralen Impfzentrum geimpft:

Personen, die ihre Schutzimpfung im zentralen Impfzentrum in den Hamburger Messehallen erhalten haben, müssen sich zum Erhalt des Zertifikates nicht erneut ins Impfzentrum oder eine Apotheke begeben. Dafür wurde ein Online-Service eingerichtet, der ab sofort zur Verfügung steht. Über die Internetseite www.panex-impfzertifikat.de können Sie Ihr Impfzertifikat bequem herunterladen. Das gilt sowohl für bereits durchgeführte Schutzimpfungen, wie auch für noch anstehende Termine. Zur Identifikation ist es erforderlich, dass Sie neben Angaben zur Person die Nummer der Impfbestätigung sowie die Chargen-Nummer des Impfstoffes eingeben. Diese Angaben sind auf Ihrer Impfbestätigung enthalten. So wird sichergestellt, dass nur die berechtigte Person Zugriff auf das Zertifikat hat. Nach Eingabe der Daten erhalten Sie ein individuelles Dokument mit dem Impfzertifikat zum Download. Dieses können Sie nun mit der Kamera Ihres Smartphones in die App einlesen.

Bei dem QR-Code, der auf Ihrer Impfbestätigung abgedruckt ist, handelt es sich nicht um den QR-Code des Impfzertifikats; dieser enthält nur Ihre Angaben in codierter Form. Der separate Download des Zertifikats ist erforderlich, damit Ihr Zertifikat bundes- und europaweit einheitlich gültig ist.

Ich wurde bei meinem Hausarzt etc. geimpft:

Unabhängig davon, wo die Schutzimpfung durchgeführt wurde, kann das Impfzertifikat in einer Apotheke ausgestellt werden. Dafür legen Sie die schriftliche Impfbescheinigung sowie ein Ausweisdokument vor. Für Sie entstehen keine unmittelbaren Kosten. Die Gebühren für die Ausstellung des Zertifikats rechnen die Apotheken mit dem Kostenträger ab. Eine Ausstellung des Zertifikats kann sowohl aufgrund des Eintrags im gelben Impfpass als auch aufgrund einer ärztlich ausgestellten Ersatzbescheinigung, die beispielsweise durch ein mobiles Impfteam ausgegeben wurde, erfolgen. Die teilnehmenden Apotheken können unter www.mein-apothekenmanager.de eingesehen werden. Personen, die ihre Schutzimpfung von einem mobilen Team erhalten haben, werden in Kürze daneben über einen Weg informiert, wie sie ihr Impfzertifikat ebenfalls direkt vom Impfzentrum erhalten können.

 Kann das Impfzertifikat auch in Arztpraxen ausgestellt werden?

Die Arztpraxen sind technisch noch nicht in der Lage, das Impfzertifikat zu erstellen. Die vom Bundesgesundheitsministerium bereitgestellte Software ist noch nicht verfügbar. Sobald dies der Fall ist - wohl gegen Ende des Monats - können alle Menschen, die sich beim niedergelassenen Arzt impfen lassen, dort auch den QR-Code für den digitalen Impfausweis erhalten. Der Arzt kann auch Menschen, die ihre Impfung an anderer Stelle erhalten hatten, diesen Code erstellen. Allerdings ist der Arzt hierzu nicht verpflichtet, sodass es sich empfiehlt, sich vorher in der Praxis zu erkunden, ob diese Leistung angeboten wird.

Nachdem Sie das aktuelle Update der Corona-Warn-App oder die CovPass-App auf Ihr Smartphone geladen haben, scannen Sie mit der App das Impfzertifikat. Der Nachweis für die Corona-Impfung wird dadurch auf dem Smartphone gespeichert. Mit dem QR-Code können Sie den Corona-Impfschutz nachweisen. Bei einer Überprüfung wird der QR-Code von Ihnen vorgezeigt und von der prüfenden Person gescannt. Ein Zugriff kann nur erfolgen, wenn Sie das Zertifikat bewusst vorzeigen. Auf der Prüf-App werden nur die für die Prüfung notwendigen Informationen angezeigt: der Impfstatus, der Nachname, der Vorname und das Geburtsdatum.

 Informationen zum digitalen Impfzertifikat sind unter www.digitaler-impfnachweis-app.de abrufbar.



Informationen im Detail:

Wer ist aktuell impfberechtigt?

(Stand: 20.08.2021)

Die Impfpriorisierung wurde komplett aufgehoben. Interessierte können sich nun bei Ärzten oder von mobilen Impfteams impfen lassen.

Erfahren Sie hier mehr zum Thema "Impfungen von Kindern und Jugendlichen". 

Impfungen von Kindern und Jugendlichen

(Stand: 20.08.2021)

Viele Eltern beschäftigen sich mit der Frage, wann eine Corona-Schutzimpfung für Kinder angezeigt und sinnvoll ist. Aufgrund der aktuellen Studienlage haben das Robert-Koch-Institut (RKI) und die Ständige Impfkommission (STIKO) ihre bisherige Empfehlung angepasst und raten nun auch zur Impfung von Kindern und Jugendlichen ab 12 Jahren. Die Ergebnisse stammen insbesondere aus dem amerikanischen Impfprogramm, in dessen Rahmen bisher rund 10 Millionen Kinder geimpft wurden. Basierend auf den Beobachtung aus den USA und anderen Staaten lassen sich keine speziellen Nebenwirkungen der mRNA-Impfstoffe bei Kindern und Jugendlichen feststellen.

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es auf der Seite des RKI.

(Quelle: Mitteilung des Robert-Koch-Instituts)