Corona-Schutzimpfung, Impfung-Info,
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Corona-Krise: Impf-Informationen

 Informationen und Hinweise zu den wichtigsten Aspekten der Corona-Impfung



Besonders beim Thema Impfungen herrscht unter Handwerkerinnen und Handwerkern große Unsicherheit. Im Folgenden finden Sie die häufigsten Fragen und Antworten zu diesem Thema sowie aktuelle Informationen.




FAQ (Häufige Fragen und Antworten)

(Stand 16.07.2021)

(Stand: 16.07.2021)

Eine Kooperation der Freien und Hansestadt Hamburg und der Handwerkskammer Hamburg ermöglicht es Handwerker*innen (Betriebsinhaber*innen und Angestellten), sich in der Zeit vom 14. bis einschließlich 20.07.2021 ohne vorherige Terminvereinbarung impfen zu lassen.

Relevante Informationen:

Wer kann sich bei dieser Aktion impfen lassen?
Allen Mitgliedsbetrieben der Handwerkskammer Hamburg – den Betriebsinhabern*innen und deren Beschäftigten (nicht deren Angehörige).

In welchem Zeitraum gilt das Impfangebot?

Das Angebot gilt vom 14.07. bis einschließlich 20.07.2021.
Das Angebot gilt in dem genannten Zeitraum jeweils von 08.00 bis 19.00 Uhr.

Wo wird die Impfung durchgeführt?
Geimpft wird im Impfzentrum in den Hamburger Messehallen: Corona Impfzentrum – Eingang West – Lagerstraße 18 A.

Was muss ich zur Impfung mitbringen/vorher machen?

  • Bringen Sie Ihren Personalausweis/Reisepass mit
  • Beziehen Sie sich vor Ort im Impfzentrum auf dieses exklusive Angebot für das Hamburger Handwerk.
  • Belegen Sie Ihre Zugehörigkeit zum Hamburger Handwerk z. B. mit einem Briefbogen oder Firmen-Stempel Ihres Betriebs.
  • Wenn vorhanden, bringen Sie ihren Impfausweis mit
  • Sie benötigen keinen Termin.
  • Sie müssen sich nicht vorher registrieren/anmelden.
  • Sie kommen unangemeldet in das Impfzentrum.

Hinweise:

  • Bitte beachten Sie, dass an den o. g. Tagen jeweils ein Impfkontingent von maximal 1.000 Impfdosen für das Hamburger Handwerk zur Verfügung steht.
    Welcher Impfstoff verwendet wird, richtet sich nach der tagesaktuellen Verfügbarkeit, es wird sich bei Personen unter 60 Jahren grundsätzlich um einen mRNA-Impfstoff (Biontech, Moderna) handeln.
  • Bitte achten Sie darauf, keinerlei gefährliche Gegenstände mit in das Impfzentrum zu bringen. Beim Betreten des Impfzentrums werden mitgeführte Taschen der Besucher aus Sicherheitsgründen auf gefährliche Gegenstände kontrolliert. Hierzu zählen z.B. auch Taschen- oder Cuttermesser. Die Sozialbehörde weist darauf hin, dass solche Gegenstände abgegeben werden müssen und aus organisatorischen Gründen nicht zurückgegeben werden können.

Seit dem 7. Juni 2021 können alle Personen ab 16 Jahren eine Impfung bei ihrem Hausarzt, bei Betriebsärzten etc. bekommen. Gesundheitszustand oder Beruf spielen hier keine Rolle.

Für das zentrale Impfzentrum in den Hamburger Messehallen wurde die Priorisierung ebenfalls aufgehoben.

Je nachdem wo Sie sich impfen lassen möchten, gibt es unterschiedliche Ansprechpartner für die Terminvergabe:



  • Möchten Sie sich bei Ihrem Haus- oder Facharzt impfen lassen, sprechen Sie diesen direkt an. Da Ärzte zu diesem Thema allerdings viele Anrufe erhalten und generell recht ausgelastet sind, ist es aktuell sinnvoller, eine E-Mail zu schreiben.
  • Wenn Sie sich im zentralen Impfzentrum in den Messehallen impfen lassen möchten, können Sie einen Termin online unter www.impfterminservice.de vereinbaren oder die Nummer 116 117 (kostenfrei) anrufen.
  • Auch Betriebsärzte können nun Impfungen durchführen. Ob dies in Ihrem Betrieb möglich ist, hängt aktuell stark von der Lieferbarkeit der Impfstoffe ab. Sollten Sie keine Informationen von Ihrem Arbeitgeber dazu erhalten, fragen Sie bei dem zuständigen Betriebsarzt nach. Auf der Seite des Verbandes der Deutschen Betriebs- und Werksärzte e.V. bei Eingabe Ihrer Postleitzahl bzw. Stadt die Betriebsärzte in dieser Region. Auch einige Berufsgenossenschaften haben Betriebsarztlisten auf ihren Internetseiten veröffentlicht. (Quelle: ZDH)

Die Stadt Hamburg informiert hier über die Details zur Corona-Schutzimpfung.

Ausnahmeregelungen für Geimpfte und Genesene

Für geimpfte Personen und solche, die an Corona erkrankt waren, gelten einige Ausnahmeregeln. Wichtig hier bei ist, dass Geimpfte zwei Impfungen erhalten haben, wobei die letzte 2 Wochen her sein muss. Genesene müssen innerhalb der letzten 6 Monate an Corona erkrankt sein. Ist die Erkrankung länger her, brauchen sie ebenfalls eine Impfung. Für beide Gruppen gelten unter anderem folgende Ausnahmen:

  • Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen gelten nicht mehr für Geimpfte und Genesene. Damit werden zum Beispiel bei privaten Zusammenkünften geimpfte und genesene Personen nicht mehr mitgezählt. Auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz entfallen für diese Personengruppen.
  • Bei bestimmten Ausnahmen von den Corona-Schutzmaßnahmen, bei denen ein negativer Test Voraussetzung ist, sind Geimpfte und Genesene mit negativ Getesteten gleichgestellt. Damit müssen sie kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen, um zum Beispiel zum Friseur zu gehen oder beim Bäcker in der Innengastronomie etwas zu verzehren.
  • Auch Quarantäne-Pflichten gelten nicht für Geimpfte und Genesene – zum Beispiel bei Einreisen aus dem Ausland. Dies gilt allerdings nicht für Reisen aus sogenannten Virusvarianten-Gebieten. 

Wichtig: Masken müssen weiterhin entsprechen der aktuellen Regelungen, z. B. im öffentlichen Nahverkehr, getragen werden. Auch das Abstandsgebot bleibt bestehen.

Die Bundesregierung informiert hier über alle Erleichterungen für Gemipfte und Genesene.

Es gibt verschiedene Wege, um nachzuweisen, dass Sie bereits geimpft wurden oder eine Corona-Infektion durchgemacht haben:

  • Geimpfte müssen einen Nachweis für einen vollständigen Impfschutz vorlegen – zum Beispiel den gelben Impfpass oder das digitale Impfzertifikat. Je nach Impfstoff bedarf es ein oder zwei Impfungen für einen vollständigen Schutz. Seit der letzten erforderlichen Einzelimpfung müssen mindestens 14 Tage vergangen sein. Zusätzlich darf man keine Symptome einer möglichen Covid-19-Infektion aufweisen. Dazu gehören Atemnot, neu auftretender Husten, Fieber und Geruchs- oder Geschmacksverlust.
  • Genesene benötigen den Nachweis für einen positiven PCR-Test (oder einen anderen Nukleinsäurenachweis), der mindestens 28 Tage und maximal sechs Monate zurückliegt. Auch hier gilt zusätzlich, dass die Freiheiten nur für Menschen ohne Covid-19-typische Krankheits-Symptome gelten.

Bundesregierung informiert hier über alle Erleichterungen für Geimpfte und Genesene.

Weitere Informationen sowie den Verordnungstext der Bundesregierung finden Sie auf der Seite des Bundesministeriums für Justiz und Verbraucherschutz

Als Nachweis über die Corona-Schutzimpfung reichen gegenwärtig und auch weiterhin der gelbe Impfpass oder das ausgestellte Impfnachweisformular aus. Das digitale Impfzertifikat ist eine Ergänzung. Es dient dazu, den Impfnachweis leichter mitführen und kontrollieren zu können. Seit dieser Woche kann es in Hamburg unter Vorlage der schriftlichen Impfbestätigung in Apotheken ausgestellt werden.Wer im Impfzentrum geimpft wurde, muss den Weg in eine Apotheke nicht antreten, sondern kann sich das Zertifikat direkt herunterladen.

Das Impfzertifikat enthält einen QR-Code. Dieser kann beispielsweise von der Corona-Warn-App eingelesen und dann bei Kontrollen vorgezeigt werden. Wer kein Smartphone nutzt, kann wie bislang den papierhaften Impfnachweis vorzeigen – daneben ist es, sofern gewünscht, auch möglich, sich das Impfzertifikat in einer Apotheke ausstellen zu lassen und den QR-Code auf Papier vorzuzeigen.

Ich wurde im zentralen Impfzentrum geimpft:

Personen, die ihre Schutzimpfung im zentralen Impfzentrum in den Hamburger Messehallen erhalten haben, müssen sich zum Erhalt des Zertifikates nicht erneut ins Impfzentrum oder eine Apotheke begeben. Dafür wurde ein Online-Service eingerichtet, der ab sofort zur Verfügung steht. Über die Internetseite www.panex-impfzertifikat.de können Sie Ihr Impfzertifikat bequem herunterladen. Das gilt sowohl für bereits durchgeführte Schutzimpfungen, wie auch für noch anstehende Termine. Zur Identifikation ist es erforderlich, dass Sie neben Angaben zur Person die Nummer der Impfbestätigung sowie die Chargen-Nummer des Impfstoffes eingeben. Diese Angaben sind auf Ihrer Impfbestätigung enthalten. So wird sichergestellt, dass nur die berechtigte Person Zugriff auf das Zertifikat hat. Nach Eingabe der Daten erhalten Sie ein individuelles Dokument mit dem Impfzertifikat zum Download. Dieses können Sie nun mit der Kamera Ihres Smartphones in die App einlesen.

Bei dem QR-Code, der auf Ihrer Impfbestätigung abgedruckt ist, handelt es sich nicht um den QR-Code des Impfzertifikats; dieser enthält nur Ihre Angaben in codierter Form. Der separate Download des Zertifikats ist erforderlich, damit Ihr Zertifikat bundes- und europaweit einheitlich gültig ist.

Ich wurde bei meinem Hausarzt etc. geimpft:

Unabhängig davon, wo die Schutzimpfung durchgeführt wurde, kann das Impfzertifikat in einer Apotheke ausgestellt werden. Dafür legen Sie die schriftliche Impfbescheinigung sowie ein Ausweisdokument vor. Für Sie entstehen keine unmittelbaren Kosten. Die Gebühren für die Ausstellung des Zertifikats rechnen die Apotheken mit dem Kostenträger ab. Eine Ausstellung des Zertifikats kann sowohl aufgrund des Eintrags im gelben Impfpass als auch aufgrund einer ärztlich ausgestellten Ersatzbescheinigung, die beispielsweise durch ein mobiles Impfteam ausgegeben wurde, erfolgen. Die teilnehmenden Apotheken können unter www.mein-apothekenmanager.de eingesehen werden. Personen, die ihre Schutzimpfung von einem mobilen Team erhalten haben, werden in Kürze daneben über einen Weg informiert, wie sie ihr Impfzertifikat ebenfalls direkt vom Impfzentrum erhalten können.

 Kann das Impfzertifikat auch in Arztpraxen ausgestellt werden?

Die Arztpraxen sind technisch noch nicht in der Lage, das Impfzertifikat zu erstellen. Die vom Bundesgesundheitsministerium bereitgestellte Software ist noch nicht verfügbar. Sobald dies der Fall ist - wohl gegen Ende des Monats - können alle Menschen, die sich beim niedergelassenen Arzt impfen lassen, dort auch den QR-Code für den digitalen Impfausweis erhalten. Der Arzt kann auch Menschen, die ihre Impfung an anderer Stelle erhalten hatten, diesen Code erstellen. Allerdings ist der Arzt hierzu nicht verpflichtet, sodass es sich empfiehlt, sich vorher in der Praxis zu erkunden, ob diese Leistung angeboten wird.

Nachdem Sie das aktuelle Update der Corona-Warn-App oder die CovPass-App auf Ihr Smartphone geladen haben, scannen Sie mit der App das Impfzertifikat. Der Nachweis für die Corona-Impfung wird dadurch auf dem Smartphone gespeichert. Mit dem QR-Code können Sie den Corona-Impfschutz nachweisen. Bei einer Überprüfung wird der QR-Code von Ihnen vorgezeigt und von der prüfenden Person gescannt. Ein Zugriff kann nur erfolgen, wenn Sie das Zertifikat bewusst vorzeigen. Auf der Prüf-App werden nur die für die Prüfung notwendigen Informationen angezeigt: der Impfstatus, der Nachname, der Vorname und das Geburtsdatum.

 Informationen zum digitalen Impfzertifikat sind unter www.digitaler-impfnachweis-app.de abrufbar.



Informationen im Detail:



Wer ist aktuell impfberechtigt?

(Stand: 07.07.2021)

Die Impfpriorisierung wurde komplett aufgehoben. Interessierte können sich nun bei Ärzten oder im Impfzentrum an den Messehallen impfen lassen. Dafür muss vorher ein Termin über www.impfterminservice.de oder die Nummer 116 117 (kostenfrei) vereinbart werden.





Informationen für Betriebsärzte

(Stand: 20.05.2021)

Ab dem 7. Juni 2021 werden auch die Betriebsärzte bundesweit in die COVID-19-Impfkampagne einbezogen. Anfangs wird nur eine begrenzte Liefermenge pro Woche an Impfstoffen für die Betriebsärzte zur Verfügung stehen. Voraussetzung für den Erhalt sind die Anbindung des Betriebsarztes an das Digitale Impfquotenmonitoring des Robert-Koch-Instituts (RKI) sowie eine geeignete Infrastruktur zur Gewährleistung einer ordnungsgemäßen Handhabung der Impfstoffe gegen COVID-19.

Die Einzelheiten zur Bestellung, Lieferung und Verabreichung der Impfstoffe werden in einer Handlungshilfe für Betriebsärzte erläutert. Diese sind auf der Website wirtschafttestetgegencorona.de in der Rubrik „Impfstoffe & Zubehör“ zu finden.

(Quelle: Zentralverband des Deutschen Handwerks)



Impfungen von Kindern und Jugendlichen

Viele Eltern beschäftigen sich mit der Frage, wann eine Corona-Schutzimpfung für Kinder angezeigt und sinnvoll ist. Eine allgemeine Empfehlung dafür gibt es derzeit nicht, aber in vielen Familien wird das Thema diskutiert. Für die Hamburger Sozialbehörde beantworten Melanie Leonhard, Sozialsenatorin, und Dr. Stefan Renz, Kinderarzt und Vizepräsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte, fachkundig Antworten  und  die häufigsten Fragen.

 Für über-16-Jährige kann seit dieser Woche nach eigener Entscheidung eine Schutzimpfung im Impfzentrum angeboten werden. Da es sich um eine Impfung außerhalb der Empfehlung der ständigen Impfkommission handelt, sollten etwaige Fragen im Vorfeld gemeinsam mit den Jugendlichen erörtert werden.  

Für Kinder mit bestimmten Vorerkrankungen können Schutzimpfungen nach ärztlicher Beratung in Frage kommen. Ebenfalls neu ist ein Angebot für vorerkrankte Kinder, die aus medizinischen Gründen geimpft werden sollten, aber nicht bei ihrer Arztpraxis geimpft werden können: Das AK Nord am Standort Heidberg bietet nur für diesen Personenkreis künftig donnerstags eine Kinder-Impfsprechstunde nach Voranmeldung an. Auch diese Ausnahmemöglichkeit besteht allerdings nur für über-12-Jährige.  „Für Kinder unter 12 Jahren ist noch gar kein Impfstoff zugelassen. Sie schützt man am besten, wenn sich alle Erwachsenen in ihrem Umfeld impfen lassen. Daher bitte ich Sie: Lassen Sie sich impfen, auch zum Schutz Ihrer Kinder“, appelliert Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard.

 

Ständige Impfkommission: Keine generelle Impfempfehlung für Kinder

Welche Schutzimpfungen verabreicht werden sollten, ist eine Entscheidung der betroffenen Personen bzw. Erziehungsberechtigten. Allgemeine Richtlinien ersetzen in besonderen Einzelfällen keine individuelle ärztliche Beratung. Welche Impfungen jedoch empfohlen werden, wird in Deutschland von unabhängigen Expertinnen und Experten ermittelt.

 Die Ständige Impfkommission (STIKO) beim Robert Koch-Institut empfiehlt die Schutzimpfung gegen COVID-19 für Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis 17 Jahren nur, sofern diese aufgrund von Vorerkrankungen ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf der COVID-19-Erkrankung haben. Dazu zählen zum Beispiel Vorerkrankungen wie chronische Lungenerkrankungen, Immundefizienz oder schwere Herz-Erkrankungen. Impfungen von 12- bis 17-Jährigen ohne Vorerkrankungen empfiehlt die STIKO aktuell nicht generell, sie sind aber nach ärztlicher Aufklärung möglich. Die Empfehlungen der Kommission basieren stets auf den derzeit verfügbaren, wissenschaftlichen Erkenntnissen. Neues Wissen wird fortlaufend bewertet, und die Empfehlungen werden dementsprechend angepasst und aktualisiert.

 

Sind Schutzimpfungen für über-16-Jährige möglich?

Ja. Es wird empfohlen, sich umfassend darüber zu informieren, ob eine Impfung medizinisch sinnvoll ist. Dabei können die Hausärzte und Jugendmediziner beraten. Sofern die Jugendlichen und ihre Eltern entscheiden, dass eine Schutzimpfung gewünscht ist, kann auf dem üblichen Weg unter www.impfterminservice.de ein Termin für das Impfzentrum vereinbart werden. Neben dem Einverständnis der Erziehungsberechtigten ist es bei Minderjährigen auch erforderlich, dass die Erziehungsberechtigten die zu impfende Person ins Impfzentrum begleiten.

 „Es ist wichtig, dass die jungen Menschen sich vorher gut informiert haben“, betont Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard. „Gerade die jungen Menschen über 16 Jahren sind viel unterwegs und haben viele Kontakte – bei Feiern, bei Reisen, in Schule oder Ausbildung. Deswegen kann es für sie, wie bei Erwachsenen, durchaus Sinn machen, eine Corona-Schutzimpfung zu erhalten. Das sollte aber jede und jeder gründlich für sich entscheiden.“

 

Bei welchen Vorerkrankungen ist es denkbar, dass Kinder zwischen 12 und 16 Jahren eine Corona-Schutzimpfung erhalten sollten?

„Die Ständige Impfkommission macht dazu klare Vorgaben. Nur bei chronischen Krankheiten sollen die Kinder geimpft werden. Dazu gehören Adipositas oder Diabetes, sowie chronische Erkrankungen von Lunge, Herz, Niere, Leber und Nerven. Auch schwer behinderte Kinder zählen dazu“, sagt Kinderarzt Dr. Renz. 

Die vollständige Aufführung zu der Einstufung als relevante Vorerkrankung umfasst gemäß STIKO Adipositas, angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression, angeborene zyanotische Herzfehler, schwere Herzinsuffizienz, schwere pulmonale Hypertonie, chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion, chronische Niereninsuffizienz, chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, maligne Tumorerkrankungen, Trisomie 21, syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung sowie ein schlecht eingestellter Diabetes mellitus.

 

Wo können Kinder, für die wegen einer Vorerkrankung eine Schutzimpfung in Frage kommt, die Impfung erhalten?

Erste Anlaufstelle ist immer die Kinderärztin bzw. der Kinderarzt. „Fragen Sie bei den Praxen nach“, rät Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard. Sowohl für eine intensive Beratung als auch für die Impfung selbst sind die niedergelassenen Ärzte die richtige Adresse.

 

Welche Möglichkeit gibt es, wenn die Impfung medizinisch sinnvoll ist, aber bei niedergelassenen Ärzten nicht durchgeführt werden kann?

Für diesen Ausnahmefall wurde am AK Nord ein Kinderimpfzentrum eingerichtet. Einmal in der Woche, donnerstags, können dort Kinder ab 12 Jahren mit Vorerkrankungen gemäß der Empfehlung der STIKO geimpft werden. Die Termine können wie gewohnt telefonisch über 11617 oder online unter dem Namen „Kinderimpfzentrum AK Nord Heidberg-Langenhorn. Nur für Kinder mit Vorerkrankungen“ gebucht werden.

 Wichtig: Diese Möglichkeit kommt nur in Frage, wenn die Voraussetzungen erfüllt sind und in der behandelnden Praxis keine Impfmöglichkeit angeboten wird.

 

Kann beispielsweise für ein zehnjähriges Kind eine Ausnahme gemacht werden und die Impfung verabreicht werden, wenn die Eltern das ausdrücklich wünschen?

„Nein. Im Moment haben wir keinen Impfstoff, der für die Verwendung bei Zehnjährigen zugelassen ist. Im Moment müsste man warten, bis das Kind 12 Jahre alt ist“, stellt Kinderarzt Dr. Renz klar.

 

Ist es zulässig, dass Ärzte einem gesunden Kind die Corona-Schutzimpfung nicht anbieten?

„Ja. Es liegt im Ermessen der Ärztin, ob sie eine Impfung durchführt, die nicht von der Ständigen Impfkommission empfohlen wurde. Wenn es aus medizinischer Sicht keinen Sinn macht, kann sie auch sagen, dass sie es nicht macht“, sagt Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard.

 

Warum wird nicht für alle Kinder eine Schutzimpfung empfohlen?

„Das kindliche Immunsystem ist aktiver als das von Erwachsenen. Kinder reagieren deswegen stärker. Unter den Nebenwirkungen fürchten wir besonders eine Herzmuskelerkrankung, die sehr selten auftritt, aber eine sehr schwere Erkrankung ist“, sagt Kinderarzt Dr. Renz. Mediziner kommen gegenwärtig in der Abwägung zwischen dem sehr unwahrscheinlichen Risiko eines schweren Verlaufs der Covid-Erkrankung und den sehr seltenen Nebenwirkungen zu dem Schluss, dass der Nutzen einer Corona-Schutzimpfung für Kinder nicht höher ist als das Risiko. Die ausführliche Einschätzung der STIKO ist hier verfügbar.

 

Mit welchen Impfreaktionen ist bei Kindern zu rechnen?

Kinderarzt Dr. Renz: „Die Impfreaktionen sind bei Kindern im Prinzip ähnlich wie bei Erwachsenen, das heißt, wir sehen mitunter Schmerzen an der Einstichstelle, Schwellung des Armes, Fieber, Gelenkschmerzen, allgemeine Abgeschlagenheit und Müdigkeit.“

 

Wird es Impfungen an Schulen geben?

Nein. „Die Corona-Schutzimpfung wird regelhaft nur für besondere Gruppen angeboten – also zum Beispiel vorerkrankte Kinder, oder junge Menschen, die im Rahmen ihrer Ausbildung besonders viele Kontakte haben. Diese können sich eigenständig um eine Schutzimpfung bemühen. Eine allgemeine Impfempfehlung gibt es aber derzeit nicht. Deswegen planen wir derzeit keine Reihenimpfungen an Schulen“, macht Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard deutlich.

(Quelle: Pressemitteilung der Sozialbehörde)