Covid 19 Testset
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Corona-Tests

Test von Arbeitnehmer*innen oder auch von Kund*innen körpernaher Dienstleistungen gehören zur aktuellen Corona-Strategie. Hier die wichtigsten Informationen.

Gültigkeit von Tests

(Stand 08.12.2021)

Es dürfen nur Testnachweise anerkannt werden, die durch einen Leistungserbringer im Sinne der Coronavirus-Testverordnung ausgestellt worden sind. Darunter fallen Arztpraxen, Zahnarztpraxen, Apotheken, medizinische Labore sowie Rettungs- und Hilfsorganisationen. Außerdem fallen auch die durch den Öffentlichen Gesundheitsdienst als Teststellen Beauftragte darunter. Diese Stellen müssen über eine schriftliche Beauftragung verfügen, die auf Verlangen vorgewiesen werden muss. Alle Teststellen, die in Hamburg auf diese Weise beauftragt wurden, sind unter www.hamburg.de/corona-schnelltest aufgeführt.
 
Im Rahmen des 3G-Zugangsmodells können zudem Schnelltests unter Aufsicht unmittelbar vor Ort durchgeführt werden.

Aufgrund der aktuellen Anpassungen gilt dies jedoch bspw. nicht mehr für den Bereich der Gastronomie, Beherbergung, kultureller und Freizeitangebote. Hier dürfen nur Geimpfte und Genesene eingelassen werden (2G-Zugangsmodell).
 
Alle anderen Testnachweise können nicht akzeptiert werden. Sie sind nicht geeignet, den Zugang nach dem 3G-Modell zu ermöglichen.
 
Bestimmte Testnachweise, deren Ausstellung derzeit im Internet angeboten wird (z. B. Dr. Ansay), entsprechen jedoch nicht den gesetzlichen Mindestanforderungen.
Insbesondere dürfen Testnachweise, die auf einer zu Hause selbst durchgeführten Testung beruhen – selbst wenn diese videoüberwacht wird – nicht anerkannt werden. Diese sind aufgrund der fehlenden Grundlage rechtlich gesehen ungültig, gelten also wie ein nicht vorgewiesener Nachweis. Arbeitgeber dürfen diese vermeintlichen Nachweise daher nicht akzeptieren.
 
Die Sozialbehörde warnt Bürgerinnen und Bürger und Firmen davor, solche Tests zu verwenden oder zu akzeptieren.
 
Die entsprechenden rechtlichen Regelungen sind in §10h (1) HmbSARS-CoV-2-EindämmungsVO  getroffen.

Dort ist geregelt,
 
1.    als Testnachweis gilt ein negatives Testergebnis eines PCR-Tests oder eines durch Leistungserbringer nach § 6 Absatz 1 der Coronavirus-Testverordnung durchgeführten Schnelltests; die dem Testergebnis zu Grunde liegende Testung darf im Falle eines PCR-Tests höchstens 48 Stunden und im Falle eines Schnelltests höchstens 24 Stunden vor dem Betreten, der Nutzung oder der Dienstleistungsinanspruchnahme vorgenommen worden sein; der Testnachweis ist in verkörperter oder digitaler Form vorzulegen,
 
2.    als Testnachweis gilt ferner ein negatives Testergebnis eines Schnelltests, der unmittelbar vor der Teilnahme an der Veranstaltung oder dem Betreten der Einrichtung, des Gewerbebetriebs, des Geschäftsraums, der Gaststätte, des Beherbergungsbetriebs, des Ladenlokals oder des sonstigen Angebots mit Publikumsverkehr oder der Inanspruchnahme der Dienstleistung vor Ort durchgeführt worden ist; der Schnelltest ist durch Personen durchzuführen, die in den Testverfahren qualifiziert geschult worden sind, oder muss unter Aufsicht dieser Personen selbst vorgenommen werden.

Fragen zur Gültigkeit von Tests, beantwortet die Corona-Test-Seite der Stadt Hamburg.

(Quelle:  Bundesgesundheitsministerium)

Test-Arten

Diese Möglichkeiten gibt es

(Stand: 10.12.2021)

Das Bundeskabinett hat am 1. September 2021 Änderung und Erweiterungen der SARS-Covid-2-Arbeitsschutzverordnung beschlossen. Mit ihr ist die bereits bestehende Verpflichtung aller Arbeitgeber zum Angebot von Corona-Tests von einmal auf zweimal wöchentlich erhöht worden.

Arbeitgeber sind demnach verpflichtet, ihren Beschäftigten, soweit diese nicht ausschließlich im Homeoffice sind, mindestens zweimal pro Woche einen Coronatest anzubieten. 

Informationen zum betrieblichen Infektionsschutz bietet das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.

(Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales)

Testzentren

Wer sich in einem Testzentrum testen lassen will, muss sich vorher online über die jeweiligen Webseiten der Anbieter anmelden. Eine Liste der Hamburger Sozialbehörde mit den entsprechenden Internetadressen dazu gibt es hier. Termine für Schnelltests in einer der Hausarztpraxen können über die Telefonnummer 116 117 oder online vereinbart werden.

Ist das Ergebnis negativ, wird dies laut Sozialbehörde in einem Nachweis festgehalten. Personen, deren Schnelltest ein positives Ergebnis zeigt, sind verpflichtet, unverzüglich einen PCR-Test durchführen zu lassen und sich bis zur Vorlage des Ergebnisses abzusondern. Ist der PCR-Test auch positiv, wird das Gesundheitsamt durch das Labor informiert.

(Quelle: ndr.de)

Weitere Informationen 

Bundesgesundheitsministerium: Fragen und Antworten zu Schnell- und Selbsttests zum Nachweis von SARS-CoV-2

Informationen bzw. Ansprechpartner zum Coronavirus in Hamburg

Telefon-Hotline der Hamburger Gesundheitsbehörde für Fragen zum Coronavirus:
040 428 284 000

Unter der bekannten Telefonnummer des Hamburg-Service (040 115, montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr) können insbesondere Fragen zu den richtigen Ansprechpartnern in der Stadt Hamburg gestellt werden.

Siehe auch unter Hamburg.de

Wer sich in Ansteckungsgebieten aufgehalten hat und an sich Symptome einer Erkrankung feststellt (z.B. Fieber), sollte sich an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) wenden. Sie erhalten dann einen Hausbesuch, bei dem ein Test auf das Virus durchgeführt wird.

Siehe auch unter Artzruf Hamburg

 



Betriebliche Tests

Testangebotspflicht für Arbeitgeber: Zweimal wöchentlich!

(Stand 10.12.2021)

Das Bundeskabinett hat am 1. September 2021 Änderung und Erweiterungen der SARS-Covid-2-Arbeitsschutzverordnung beschlossen. Mit ihr ist die bereits bestehende Verpflichtung aller Arbeitgeber zum Angebot von Corona-Tests von einmal auf zweimal wöchentlich erhöht worden. Diese Arbeitsschutzverordnung gilt (zunächst) bis zum 30. September 2021.

Arbeitgeber sind demnach verpflichtet, ihren Beschäftigten, soweit diese nicht ausschließlich im Homeoffice sind, mindestens zweimal pro Woche einen Coronatest anzubieten.

Mit den Änderungen an der Testverordnung der Bundesregierung ändern sich auch einige Dinge hinsichtlich der betrieblichen Tests. So dienen diese ab 11. Oktober nur noch der Arbeitssicherheit und dürfen nicht privat genutzt werden. Für eine Nutzung im 3G-Modell werden nur noch Testbescheinigungen von medizinischen Anbietern akzeptiert.

(Quelle: Pressemeldung des Hamburger Senats zu den Änderungen bei Corona-Tests)

Wichtige Praxishinweise:

Ob die Testungszeit als Arbeitszeit gilt, sollte in einer Betriebsvereinbarung geregelt werden.

Nachweise über die Testbeschaffung oder Vereinbarungen mit Dritten über die Testung der Beschäftigten müssen vom Arbeitgeber bis zum 30. Juni 2021 aufbewahrt werden. Weitere Dokumentationspflichten sind nicht vorgesehen.

Weitere Informationen zur SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung finden Sie hier

Selbsttest-Angebote

Großhändler, Online-Handelsplattformen, Apotheken und andere Unternehmen bieten Corona-Selbsttest zum Kauf an. Die Industrie- und Handelskammern haben auf einer gemeinsamen Website eine Datenbank-Suche nach solchen Anbietern eigereichtet:  

ihk-ecofinder.de

 Selbsttest-Angebote

Großhändler, Online-Handelsplattformen, Apotheken und andere Unternehmen bieten Corona-Selbsttest zum Kauf an. Die Industrie- und Handelskammern haben auf einer gemeinsamen Website eine Datenbank-Suche nach solchen Anbietern eigereichtet: 

ihk-ecofinder.de

FAQ zu Corona-Tests in Betrieben

(Stand: 17.12.2021)

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Deutscher Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerk (ZDH) haben einen gemeinsamen Appell an Unternehmen und Betriebe gerichtet, ihren Beschäftigten regelmäßig Corona-Tests anzubieten.

Zu infektionsschutz-, arbeits- und sozialrechtlichen Aspekten solcher Tests für Beschäftigte haben die vier Spitzenverbände haben unter der Federführung der BDA eine FAQ-Liste insbesondere zu erstellt. Sie wird laufend aktualisiert und ergänzt und kann auf der Website des ZDH eingesehen werde:

zdh.de/testen 

(Quelle: ZDH)

Betriebliche Testbescheinigungen

(Stand: 10.12.2021)

Laut der Hamburger Corona-Schutz-Verordnung dürfen Arbeitgeber*innen ihren Mitarbeiter*innen einen Testnachweis ausstellen, der die Anforderungen der Verordnung (§ 10h Satz 1 Nummer 1) erfüllt und eine Gültigkeit von zwölf Stunden hat. 

Ein negatives Testergebnis kann z. B. als Testnachweis für die Inanspruchnahme bestimmter Dienstleistungen genutzt werden (z. B. für den Friseurbesuch unter dem 3G-Zugangsmodell).

Dazu gelten unter anderem folgende Voraussetzungen:

  • Die Arbeitgeber*innen unterbreiten ihren Beschäftigten Angebote für Coronavirus-Testungen nach § 10 d der Verordnung an. 
  • Die Unternehmen beschäftigen mehr als 20 Mitarbeiter*innen, Auszubildende zählen auch dazu.

Weitere Informationen hat die Stadt Hamburg zusammengestellt unter:

Erklär-Video: Corona-Schnelltests – Worauf Test-Beauftragte Anwender*innen achten sollten

Weitere Links:

 Hamburg.de: Allgemeinverfügungen und Verordnungen 

hamburg.de: Informationen zu betrieblichen Testbescheinigungen 

Bundesgesundheitsministerium: Welche Testarten gibt es? 

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Zugelassene Tests zur Eigenanwendung durch Laien

Download

 Betriebliches Testkonzept





Betriebliches Testkonzept

(Stand: 17.12.2021)

In der Hamburgischen SARS-CoV-2-Eindämmungsverodnung wird für manche Betriebe (beispielsweise Gastronomiebetriebe und Anbieter*innen körpernaher Dienstleistungen) die Erstellung eines betrieblichen Testkonzeptes angeordnet.

Die in der Verordnung beschriebene Testpflicht gilt im Bereich der Gastronomie für Personen, die regelmäßigen Gästekontakt haben. Also für Friseure

Zur Arbeitserleichterung hat die Handwerkskammer Hamburg eine  Vorlage für ein solches Betriebliches Testkonzept zum Download ausgearbeitet.

Das Dokument ist eine praktische Umsetzung dieser Regelung sowie einiger folgender Paragraphen, soweit sie entsprechende Pflichten von Betrieben betreffen. Es enthält auf dem ersten Tabellenblatt grundsätzliche Informationen zum Betrieb sowie zur Umsetzung der gesetzlichen Pflichten.

Das zweite Tabellenblatt (Testlogbuch) setzt die Vorgaben von zur Dokumentation durchgeführter Tests praktisch um.

Schließlich enthält dieses Dokument auf dem dritten Tabellenblatt eine Verfahrensanweisung zum praktischen Vorgehen im Falle eines positiven Testergebnisses bei einer im Betrieb beschäftigten Person.



Download

 Betriebliches Testkonzept





Corona-Test von Kund*innen

(Stand: 06.01.2022)

Ab 10.01.2022 ist der Zutritt für zahlreiche Bereiche nur vollständig Geimpften und Genesenen gestattet, die zudem ein negatives Testergebnis vorweisen. Die Notwendigkeit, zusätzlich zum Impfnachweis auch ein Testergebnis vorzuweisen, entfällt aber für alle, die bereits eine Auffrischungsimpfung (Booster) erhalten haben.

Genaue Informationen zu den 2G-Plus-Regelungen finden Sie in unseren FAQ unter "Rechtliche Aspekte".

Als Testnachweise nach § 10 h der VO gelten PCR-Tests (höchstens 48 Stunden alt), Schnelltests aus Testzentren (höchstens 24 Stunden alt), der durch die Kund*innen vor Ort von bzw. vor einer qualifizierten Person durchgeführt werden kann.

Bei qualifizierten Personen handelt es sich um solche, die sich mit der Handhabung eines Selbsttests geschult haben, z.B. durch Lesen des Beipackzettels und Anschauen eines Erklär-Videos. Das können Betriebsinhaber*innen oder ein Mitarbeiter*innen sein. 

Es besteht auch die Möglichkeit, an Coronatest-Schulungen teilzunehmen, die von verschiedenen Institutionen online angeboten werden.

Der Testnachweis ist in Papierform oder elektronisch vorzulegen und im Kundendatenblatt zu erfassen.

Wir empfehlen, den Test von Kund*innen selbst unter Aufsicht und Anleitung vor den Geschäftsräumen vornehmen zu lassen!