Handwerksberufe von A bis Z, Ausbildungsberufe, Holz- und Bautenschützer, Handwerkskammer Hamburg, Lehrstellenbörse, Praktikumsbörse

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Holz- und Bautenschützer/in

Einsatz in vier Wänden - wenn Feuchtigkeit oder Holzschädlinge eine Wohnung oder ein Haus gefährden, beginnt deine Mission als Holz- und Bautenschützer.

Der Holz- und Bautenschützer muss in einem ersten Schritt eine Diagnose erstellen: Wie ist der Schaden an Holz, Holzbauteilen und deren Einbindungsbereichen entstanden? Wo liegen die Ursachen für nasse Wände, Risse in Mauern, Schimmelpilzen in Wohnungen oder Holzschädlingen im Dachstuhl? Dann ergreift er Maßnahmen zum Bekämpfen holzzerstörender Insekten oder behandelt und beseitigt Pilzbefall. Auch beugt er künftigen Schädigungen des Holzes vor.

Für diese Aufgaben ist wichtig zu erkennen, wie äußere Einflüsse auf das jeweilige Holz wirken. Faktoren wie Feuchtigkeit, Temperatur, Schadstoffe auf Baumaterialien spielen eine Rolle. Aber auch mit den biologischen Eigenschaften von Holz- und Holzschädlingen sowie den chemischen Reaktion von Holz- und Bautenschutzmitteln musst du dich auskennen.

Viele Schäden müssen beseitigt werden, während die jeweilige Wohnung noch bewohnt ist. Selbstverständlich nimmst du dann Rücksicht auf die Mieter oder Besitzer und achtest besonders auf Sauberkeit bei deiner Arbeit. Außerdem solltest du gegenüber dem Kunden seriös auftreten.

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Kontakt

Handwerkskammer Hamburg
Team Nachwuchs im Handwerk
Holstenwall 12
20355 Hamburg
Tel.: 040 35905-455
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Informationen auf einen Blick

Was macht ein/e Holz- und Bautenschützer/in?

In unserem Video verrät dir ein Auszubildender mehr über die Ausbildung
 

Holz- und Bautenschützer/in: Du bist der Holzretter

Als Holz- und Bautenschützer wirst du immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt, weil sowohl die Schäden als auch deren Ursachen sich von Fall zu Fall unterscheiden. 


Voraussetzungen

Gute Leistungen in Naturwissenschaft -Biologie und Chemie-. Interesse am Umweltschutz sowie handwerkliche Begabung sind wünschenswert.

Für die Berufsausbildung ist kein formaler Schulabschluss vorgeschrieben. Die Anforderungen werden vom jeweiligen Ausbildungsbetrieb festgelegt. Neben dem vom Ausbildungsbetrieb gewünschten Schulabschluss sind sehr häufig die Motivation und Leistungsbereitschaft entscheidende Einstellungskriterien. Auch bereits absolvierte (Schul-) Praktika sind oft von Vorteil.


Ausbildungsinhalte

Berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

  • Unterscheiden von Schäden an Holz, Holzbauteilen und Einbindungsbereichen sowie Vorbereiten dieser Untergründe
  • Durchführen von vorbeugenden Maßnahmen gegen holzzerstörende Pilze und Insekten
  • Bekämpfen holzzerstörender Insekten
  • Behandeln und Beseitigen von Pilzbefall
  • Vorbereiten und Durchführen nachträglicher Außen- und Innenabdichtungen an erdberührten Bauteilen
  • Vorbereiten und Durchführen nachträglicher chemischer Horizontalabdichtungen
  • Vorbereiten von Flächen und Aufbringen von Sanierputzen
  • Austrocknen durchfeuchteter Bauwerke


Integrative Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten:

  • Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht
  • Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes
  • Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit
  • Umweltschutz
  • Information und Kommunikation, kundenorientiertes Verhalten
  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsschritten
  • Handhaben und Warten von Werkzeugen, Geräten und Maschinen
  • Umgehen mit Gefahrstoffen und sonstigen Werkstoffen
  • Durchführen von qualitätssichernden Maßnahmen


Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Holzschutz:

  • Kundenorientierung
  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen
  • Handhaben, Einrichten und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Anlagen
  • Unterscheiden, Lagern und Entsorgen von Gefahrstoffen
  • Prüfen von Schäden an Holz, Holzbauteilen und Einbindungsbereichen
  • Bekämpfen holzzerstörender Insekten durch alternative Verfahren und Sonderverfahren
  • Behandeln und Beseitigen von Pilzbefall durch alternative Verfahren und Sonderverfahren
  • Qualitätsmanagement


Weitere berufsprofilgebende Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten in der Fachrichtung Bautenschutz:

  • Kundenorientierung
  • Planen und Vorbereiten von Arbeitsabläufen
  • Handhaben, Einrichten und Warten von Werkzeugen, Geräten, Maschinen und Anlagen
  • Unterscheiden, Lagern und Entsorgen von Gefahrstoffen,
  • Prüfen, Beurteilen und Vorbereiten von erdberührten Bauwerksteilen
  • Erkennen und Prüfen von Schäden an erdberührten Bauwerken und Bauwerksteilen
  • Vorbereiten und Durchführen abdichtender Injektionen
  • Vorbereiten und Durchführen mechanischer Horizontalsperren
  • Analysieren und Sanieren von Feuchtigkeitsschäden sowie Schäden durch Salze
  • Qualitätsmanagement


Dauer, Berufsschule, Prüfungen & Vergütung

Ausbildungszeit: 3 Jahre.

Berufsschule: Berufsbildungszentrum am Nord-Ostsee-Kanal und Knobelsdorff-Schule Oberstufenzentrum Bautechnik I

Teil 1 Gesellenprüfung: Findet vor Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt.

Teil 2 Gesellenprüfung:  Findet am Ende der Ausbildung statt.

Die Prüfungen führen die zuständigen Kammern durch.
Auszubildende der Schule Rendsburg: Handwerkskammer Flensburg und
Auszubildende der Schule Berlin: Handwerkskammer Berlin 

Ausbildungsvergütung ab 01.05.2018: 
1. Ausbildungsjahr:    850,00 €  
2. Ausbildungsjahr: 1.200,00 €
3. Ausbildungsjahr: 1.475,00 € 


Neu abgeschlossene Ausbildungsverträge

2014 = 3 davon 0 weiblich 
2015 = 2 davon 0 weiblich
2016 = 1 davon 0 weiblich
2017 = 0
2018 = 1 davon 0 weiblich

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