Bewerbungstipps

Vorstellungsgespräch

In aller Kürze

Hier findest du die wichtigsten Tipps in Stichworten:

• Termin freihalten, Hin- und Rückfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw.
   alternativen Fortbewegungsmöglichkeiten vom Zeitablauf her planen.

• Bereite dich auf das Gespräch vor: Ruf dir die Gründe für deinen Berufswunsch
   und deine gute Eignung für diese Ausbildung ins Gedächtnis, spiel die
   Gesprächssituation durch.

• Prüfe, welche Details deines bisherigen Lebens (schulische Probleme, Fehlzeiten,
   Abbrüche in Schule und Ausbildung, Besonderheiten im Lernverhalten wie
   Legasthenie oder Lese-/Rechtschreibeschwäche, …) erläutert werden sollten und
   bereite dich auf eine wahrheitsgemäße, plausible Darstellung vor.

• Bereite ein passendes Outfit vor.

• Beachte unbedingt die allgemeinen Benimm-Regeln! Du möchtest respektvoll und
   offen behandelt werden – genau wie dein Gegenüber.

• Informiere dich vor dem Gespräch über das Unternehmen. Meistens gibt es einen
   Internetauftritt des Betriebes.

Hier findest Du die Checkliste.

Herzlichen Glückwunsch!

Die erste Hürde hast du schon genommen! Dein Auftritt beim Überbringen deiner Bewerbungsmappe und die Mappe selbst haben soweit überzeugt, dass der/die Ausbildungsleiter/in dich kennenlernen will. Nun kommt es darauf an, dass du diesen guten Eindruck vertiefst und die Gelegenheit für ein Praktikum erhältst, in dem du dann praktisch zeigen kannst, was du drauf hast. Was kannst du tun?

Erst einmal: Ruhe bewahren! Ein Vorstellungsgespräch ist keine Abiturprüfung und keine Gerichtsverhandlung! Dein Gesprächspartner möchte dich kennenlernen und herausfinden, ob du Interesse und grundsätzliche Eignung für die Ausbildung mitbringst. Und dann natürlich auch, ob du in den Betrieb passt, dich vermutlich mit den übrigen Mitarbeitern verstehst. Je ungezwungener du an das Gespräch herangehst, desto besser kann das gelingen. Dabei solltest du für dich überprüfen, ob du dich in diesem Betrieb wohlfühlen (vertrau auf Dein Gefühl) kannst.

Das alles geht besser, wenn du dich auf drei Ebenen vorbereitest: Mental, indem du die Situation in Gedanken oder mit einem Freund/einer Freundin im Rollenspiel richtig durchspielst. Schlüpfe auch in die Rolle des Ausbildungsleiters, stell die Fragen, mit denen geprüft werden kann, ob du es ernst meinst und für den Beruf geeignet bist. So bereitest du dich auf Fragen und gute Antworten vor. Deine Antworten sollten aber der Wahrheit entsprechen, ein erfahrener Ausbildungsleiter erkennt schnell, ob jemand die Wahrheit sagt. Wähle ein passendes Outfit für diesen Anlass aus (s. Abgabe der Bewerbungsunterlagen – Link und unten).

Eine gute Vorbereitung ist der halbe Erfolg

Schau dir vor dem Gespräch in Ruhe das Anschreiben, den Lebenslauf und die Unterlagen an, die du eingereichst hast. Wie kannst du deinen Wunsch, den jeweiligen Beruf zu ergreifen, mit Erfahrungen und Kenntnissen unterstreichen? Hast du dich über den Beruf und die weiteren Entwicklungsmöglichkeiten informiert? Was möchtest du nach der Ausbildung machen? Gibt es im Lebenslauf, den Zeugnissen und den übrigen Unterlagen Entwicklungen, Brüche oder andere Vorkommnisse, die du erläutern willst? Dazu können gehören: die Scheidung Deiner Eltern, Fehlzeiten in der Schule, Ausbildungsabbrüche, viele Schulwechsel, ungünstige Beurteilungen in Arbeits- und Praktikumszeugnissen u.a.

Wo liegen deine eigenen Stärken und Schwächen? - Sodann machst du dir noch einmal klar, dass du mit deinen bisherigen Leistungen und Erfahrungen ok bist und stellst dir vor, welche deiner Stärken du wie im Beruf anwenden kannst. Wahrscheinlich gibt es Bereiche, in denen du dich verbessern kannst – wie bei jedem Menschen. Diese Einsicht ist schon der erste Schritt, um besser zu werden.

Im Vorstellungsgespräch ist es besonders wichtig, dass du authentisch bist und dein Interesse am Ausbildungsplatz deinem Gegenüber zeigst. Der erste Eindruck zählt: gute Laune, Blickkontakt, Lächeln, ein fester Händedruck und die Bereitschaft zu einem lockeren Smalltalk erleichtern eine positive Verbindung zwischen den Gesprächspartnern. Benutze Parfüm oder Deodorant nur dezent.

Eine lockere Haltung ist gut. Aber: Beachte unbedingt die allgemeinen Benimm-Regeln! Du möchtest respektvoll und offen behandelt werden – genau wie dein Gegenüber. Dazu gehören folgende Elemente:

• Mützen und Caps hast du schon vorher abgenommen.

• Bei der Begrüßung stellst du dich mit deinem Namen vor. Merk dir den Namen 
   deines Gesprächspartners und benutze ihn im Gespräch. Im Handwerk wird man
   oft noch mit Handschlag begrüßt.

• Du wartest, bis man dir eine Sitzgelegenheit anbietet, andernfalls fragst du, ob
  du dich irgendwohin setzen darfst.

• Du lässt deinen Gesprächspartner ausreden.

• Du antwortest auf Fragen in ganzen Sätzen und ausführlich. Nicht nur mit Ja und
   Nein! Bring eigene Erfahrungen und Erlebnisse mit ein.

• Beim Verabschieden bedankst du dich für das Gespräch (Hand geben, wenn dein
   Gegenüber dazu Anstalten macht).

Du willst auch etwas über das Unternehmen wissen? Dann informiere dich vorher über das Internet. Meistens gibt es eine Webseite, die die Unternehmensphilosophie, das Leistungsangebot und die Mitarbeiter vorstellt. Was findest du besonders interessant? Was spricht dich an? Warum möchtest du die Ausbildung in diesem Unternehmen machen? Schau dir auch an, wo der Betrieb ist und informiere dich über die Möglichkeiten mit Bus, U- oder S-Bahn dorthin und wieder nach Hause zu kommen. Die übliche Fahrzeit sollte eine Stunde je Richtung nicht überschreiten.

Tipps fürs passende Outfit

Last, but not least: Was soll ich anziehen? Die Frage ist wichtig, denn auch die richtige Kleidung und ein sauberes, gepflegtes Erscheinungsbild helfen, dich in ein gutes Licht zu stellen. Deine Kleider sollen dem Anlass und dem Unternehmen entsprechen: dezente bis sportliche Kleidung in gemäßigter Farbgebung ist angesagt, sie soll weder nackte Haut an Bauch, Rücken und Oberschenkel noch Unterwäsche sehen lassen. Schmuck und Make-up ist dezent zu wählen, Piercings sind in der Regel im Handwerk unerwünscht, weil sich einerseits Kunden daran stören könnten, andererseits können sie zu Arbeitsunfällen führen – und der Arbeitgeber muss das natürlich im Rahmen seiner Fürsorgepflicht vermeiden. Parfüm und Deodorant nur dezent benutzen – manche Menschen haben eine empfindliche Nase.

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