Innovations- und Technologieberatung Schweißtechnik

Wenn sich im Alltag Ihres Betriebs Fragen zur Schweisstechnik ergeben, dann ist der Beauftragte für Innovation und Technologie Ihr geeigneter Ansprechpartner. Er steht Ihnen für alle Themen zur Verfügung. Bei der Beratungstätigkeit steht gegenwärtig die neu eingeführte Euronorm EN 1090-1 im Vordergrund.

Euronorm EN 1090-1

In Ihrem Betrieb gehört die Herstellung von tragenden Bauteilen zur täglichen Routine. Nach der DIN 18800 hatten Sie dazu bisher eine Herstellerqualifikation mit Eignungsnachweis, oder Sie konnten einfache tragende Bauteile aufgrund einer Herstellerqualifikation mit geprüftem Fachpersonal herstellen und vertreiben.

Seit Juli 2014 gilt jedoch die Euronorm EN 1090-1, die nunmehr einen Nachweis in Form einer Zertifizierung erfordert. Für Stahl- und Aluminiumbauer ist sie verbindlich - nicht anders als ein Führerschein zur Teilnahme am Straßenverkehr mit einem Kraftfahrzeug!

Hier setzt unsere für Sie kostenlose Beratung an. Wir bieten Ihnen ein Erstinformationsgespräch mit oder ohne Betriebsbesuch sowie bei Bedarf weitergehende Unterstützung auf dem Weg zu Ihrer Zertifizierung. Nutzen Sie die Gelegenheit, mit Fachleuten ins Gespräch zu kommen, um die veränderten Rahmenbedingungen zu beurteilen und Ihren Betrieb entsprechend einzurichten.

Anwenderregelwerk DIN EN 1090

Nach der EU-Verordnung Nr. 305/2011 dürfen Bauprodukte nur dann hergestellt und "in Verkehr gebracht" (vermarktet) werden, wenn der Hersteller eine Erklärung der Übereinstimmung des von seinem Betrieb gefertigten Bauteils mit den Anforderungen der DIN EN 1090 vorlegen kann, d.h. die Leistungserklärung und eine CE-Kennzeichnung. Diese Erklärungen dürfen Sie nur ausstellen, wenn Ihnen zuvor die Konformität ihrer Herstellungsprozesse mit der EN 1090 von einer dafür zugelassenen Stelle bescheinigt und damit zertifiziert wurde.

Konsequenzen für kleine und mittlere Betriebe

Das neue europäische Anwenderregelwerk stellt vor allem die kleinen Unternehmen mit der bisherigen Herstellerqualifikation DIN 18800 Klasse A und B vor große Herausforderungen. Diese müssen jedoch möglichst zügig bewältigt werden, wenn sich ein Unternehmen mit Produkten aus Stahl und Aluminium auch zukünftig am Markt halten will. Wie die Erfahrung zeigt, liegt die besondere Schwierigkeit in der sogenannten "Konformitätsbewertung" (Dokumentation der werkseigenen Produktionskontrolle und Erstprüfung des Herstellers). Je kleiner das betreffende Unternehmen ist, desto schwerer ist sie zu erreichen, denn ca. 80 Prozent der Vorbereitungsarbeiten sind gleich, egal ob das Unternehmen einen oder 100 Mitarbeiter hat.

Für kleinere und mittlere Betriebe (KMU) soll der Beauftragte für Innovation und Technologie (BIT) einen entsprechenden Ausgleich schaffen. Insbesondere für Klein- und Kleinstbetriebe des Handwerks hat der BIT der Handwerkskammer Hamburg Beispiel-WPK-Handbücher jeweils auf Basis eines Schlossereibetriebes, entwickelt. Mit Hilfe dieser Vorlagen kann der Zertifizierungsaufwand für den Hersteller auf das betriebsspezifische Minimum reduziert werden.

Lassen Sie sich von uns beraten

Im Rahmen der Beratung können wir gemeinsam die Anpassung der Beispielhandbücher für Ihren Betrieb in Angriff nehmen.

Gemeinsam mit Ihnen klären wir z.B. folgende Gesichtspunkte:

  • Welche Ausführungsklasse (EXC) nach dieser Norm auf Ihren Betrieb zutrifft,
  • ob Ihre Personalqualifikationen für die geplante EXC zutreffen,
  • ob Ihre maschinelle Ausrüstung für die geplante Fertigung ausreicht,
  • den Einstieg in den Aufbau einer "werkseigenen Produktionskontrolle" (WPK),
  • eine pragmatische Lösung der Forderung nach einer "Erstprüfung durch den Hersteller".

Stellen Sie tragende Bauteile her? - Dann sind sie von den Änderungen betroffen.

Wenn Sie Hersteller oder Zulieferer von Tragenden Bauteilen aus Stahl oder Aluminium sind, dann benötigen Sie ein Zertifikat über die "Konformität ihrer werkseigenen Produktionskontrolle nach DIN EN 1090".

  • Stützen, Träger, Profile, Rahmen
  • Geländer zur Absturzsicherung, Treppen, Balkone
  • Fassadenhalterungen, Werbeträger, Schilderbrücken und -ausleger,
  • Spundwände, Abfangungen, Maschinenfundamente die nicht mit der Maschine geliefert werden
  • Hallen, selbsttragende Vordächer, Wintergärten

Ansprechpartner bei der Handwerkskammer Hamburg

Dipl.-Ing., SFI, EWE Rainer Köster
Beauftragter für Innovation und Technologie der Handwerkskammer
Handwerkskammer Hamburg
Zum Handwerkszentrum 1, 21079 Hamburg
Tel.: +49 40 35905-841
Fax: +49 40 35905-44841
E-Mail: rkoester(at)hwk-hamburg.de

 

 

Förderung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) verfolgt das Ziel, den technischen Fortschritt und Strukturwandel nachhaltig zu fördern und bestmögliche Voraussetzungen für die Entwicklung und Anwendung neuer Technologien und Dienstleistungen zu schaffen.

www.bmwi.de