Lastenräder für Hamburger Betriebe

In vielen Bereichen des Wirtschaftsverkehrs haben Lastenräder schon heute das Potenzial, eine ernste Alternative zu herkömmlichen Kundendienstfahrzeugen zu werden. Öffentliche Förderprogramme erleichtern den Einstieg.

Der Nutzwert von Lastenrädern ist keine Theorie. In einem von der Handwerkskammer Hamburg zusammen mit Betrieben und Entwicklern durchgeführten Workshop konnte kürzlich gezeigt werden, dass sich verschiedene Fahrzeuge für viele Handwerke gut eignen. Hervorzuheben sind dabei Räder mit einem großen Transportvolumen.


Bundesförderung für schwere Lastenräder

Seitens der Bundesrepublik Deutschland wird die Anschaffung von Schwerlastfahrrädern gefördert. Ein Schwerlastfahrad hat ein Mindesttransportvolumen von einem Kubikmeter und eine Nutzlast ab 150 Kilogramm (gerechnet einschließlich des Fahrers). Die Förderhöhe beträgt 30 Prozent der Anschaffungskosten bzw. maximal 2.500 Euro pro Fahrrad, Anhänger oder Gespann.


Hamburger Förderung für leichte Lastenräder


Das Förderprogramm der Umweltbehörde für leichte Lastenräder in Hamburg wird fortgesetzt! Ab dem 1. Juni 2020 können bis zu 2.000 Euro Zuschuss für den Kauf eines neuen Elektro-Lastenrads und bis zu 500 Euro für den Kauf eines neuen Lastenrads ohne zusätzlichen Antrieb beantragt werden. Die Hamburger Förderung ist eine Ergänzung zur weiterhin bestehenden Bundesförderung für schwere Lastenräder.

Dabei ist zu beachten: Der Zuschuss kann nur gewährt werden, wenn der Förderantrag zeitlich VOR dem Kauf des Lastenrads gestellt und genehmigt wird! Die Förderung gilt ausdrücklich auch für Gewerbetreibende, Selbständige oder Firmen.

Im Herbst 2019 hatten in Hamburg 1,5 Millionen Euro zur Förderung bereitgestanden. Diese Mittel waren nach kürzester Zeit ausgeschöpft. Auch bezüglich der neu aufgelegten Förderung wird ein großes Interesse erwartet, so dass Interessierte nicht lange zögern sollten. Nach gegenwärtigem Stand wird der Förderantrag ab dem 1. Juni verfügbar sein.

Beachten Sie bei der Beantragung die folgende Punkte:

  • Es müssen drei Angebote über vergleichbare Modelle von verschiedenen Herstellern vorliegen. Diese Angebote müssen von unterschiedlichen Händlern sein, wobei auch Online-Händler zulässig sind. (Dem Förderantrag ist dann nur das Angebot beizulegen, für das man sich entschieden hat.)
  • Das Datum des Angebots darf auch vor dem Stichtag der offiziellen Antragsphase liegen.
  • Wichtig: Das alte Antragsformular ist nicht mehr gültig! Ein neues Formular wird erst in Kürze veröffentlicht.

Beachten Sie dazu die aktuellen Inhalte auf der Internetseite über die Klimaprojekte der Stadt Hamburg unter dem Titel "Moin Zukunft".

Meldung auf der Internetseite der IFB Investitions und Förderbank Hamburg

Beratungs-Hotline des ZEWU - Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik

Mobilitätsberater Jan Rokahr von der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz unterstützt Handwerksbetriebe bei der Antragstellung zum Bundesprogramm und gibt gern auch Hinweise zu allgemeinen Fragen - Kontaktdaten siehe rechts im Kasten.

Kontakt/ZEWU-Hotline

Jan Rokahr
Zum Handwerkszentrum 1
21079 Hamburg
Tel.: 040 35905-487
Download vCard:

 

Weiterführende Informationen

Förderung über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

#moinzukunft
Weitere Informationen der Stadt Hamburg

Verkehrsclub Deutschland
Marktübersicht Lastenfahrräder