Ausbildung/Praktikum


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Die Corona-Krise hat auch Auswirkungen auf Azubis und Ausbildungsbetriebe im Handwerk. Hinweise zu den wichtigsten Aspekten finden sie auf dieser Seite.

Kontakt

Handwerkskammer Hamburg
Corona-Hotline
Tel.: 040 35905-302
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Kontakt zur Ausbildungsberatung

Katrin Bergmann
Tel.: 040 35905-254
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Marcel Gottschalk
Tel.: 040 35905-211
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Lars Wagner
Tel.: 040 35905-228
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Ausbildungsdefizite

(Stand: 10.08.2020) 

Bedingt durch die Corona-Pandemie kann es zu Ausfällen in der Berufsausbildung kommen (Berufsschule, betriebliche Ausbildung, ÜLU). Sofern diese Ausfälle zeitlich und inhaltlich erheblich sind und dazu führen, dass das Ausbildungsziel nicht erreicht werden kann, kann der Lehrling einen Antrag auf Verlängerung der Ausbildungszeit stellen. Über den Antrag entscheidet die Handwerkskammer nach Anhörung des Ausbildungsbetriebes.

Ausbildungsnachweis

(Stand: 10.08.2020)

Der Ausbildungsnachweis ist ein wichtiges Instrument, um den Verlauf der Ausbildung zu dokumentieren. Er muss auch geführt werden, wenn die Berufsschule ausfällt und Aufgaben zu Hause oder im Betrieb erledigt werden. Ebenso sind betriebliche Ausfallzeiten, Kurzarbeit oder ähnliches zu dokumentieren. Das ordnungsgemäße Führen des Ausbildungsnachweises ist eine Zulassungsvoraussetzung zur Gesellenprüfung.

Bundesprogramm „Ausbildungsplätze sichern"

(Stand: 21.01.2021)

Erste Förderrichtline

Das Programm besteht aus vier Arten der Förderung.

Ausbildungsprämie

Förderfähig sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit maximal 249 Beschäftigten, die durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Kriterien dafür sind, dass das Unternehmen im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent oder in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen hat oder in den Monaten Januar bis Dezember 2020 wenigstens in einem Monat Kurzarbeit durchgeführt hat.

Unternehmen, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren konstant halten, werden je Ausbildungsvertrag mit Beginn 24.06.2020 (spätester Ausbildungsbeginn 15.02.2021) mit 2.000 Euro gefördert; die Ausbildungsprämie wird nach erfolgreich beendeter Probezeit ausgezahlt. 

Ausbildungsprämie plus

Förderfähig sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit maximal 249 Beschäftigten, die durch die Corona-Krise in erheblichem Umfang betroffen sind. Kriterien dafür sind, dass das Unternehmen im Zeitraum von April bis Dezember 2020 in zwei zusammenhängenden Monaten einen Umsatzeinbruch von durchschnittlich mindestens 50 Prozent oder in fünf zusammenhängenden Monaten von durchschnittlich mindestens 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen hat oder in den Monaten Januar bis Dezember 2020 wenigstens in einem Monat Kurzarbeit durchgeführt hat.

Unternehmen, die ihre Ausbildungsleistung im Vergleich zu den drei Vorjahren erhöhen, werden je zusätzlichem Ausbildungsvertrag mit Beginn 24.06.2020 (spätester Ausbildungsbeginn 15.02.2021) mit 3.000 Euro gefördert; die Ausbildungsprämie wird nach erfolgreich beendeter Probezeit ausgezahlt. 

Zuschuss zur Ausbildungsvergütung zur Vermeidung von Kurzarbeit

Förderfähig sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit maximal 249 Beschäftigten, die Kurzarbeit mit einem Arbeitsausfall von mindestens 50% durchführen, aber ihre Auszubildenden (und Ausbilder*innen) weiter beschäftigen.

Die bestehenden Ausbildungsverhältnisse werden mit einem Zuschuss von 75% der Ausbildungsvergütung gefördert. Der Zuschuss kann ab August 2020 und letztmalig für Juni 2021 gewährt werden.

Übernahmeprämie

Förderfähig sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit maximal 249 Beschäftigten, die eine Berufsausbildung fortführen, die zuvor wegen einer Corona-krisenbedingten Insolvenz eines ausbildenden Unternehmens vorzeitig beendet wurde. Die Übernahme der Berufsausbildung muss bis 30.06.2021 für die Dauer der restlichen Ausbildungszeit erfolgen. Die Übernahmeprämie beträgt 3.000 Euro für jeden Ausbildungsvertrag und wird nach erfolgreich beendeter Probezeit ausgezahlt. 

Antragsformulare und weiterführende Informationen:

Auf der Homepage der Bundesagentur für Arbeit finden Sie alle Antragsformulare und weiterführende Informationen zu den Fördervoraussetzungen. 

Förderrichtlinie und FAQs (Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Zweite Förderrichtlinie

Verbund- und Auftragsausbildung

Betriebe und Bildungsstätten, die vorübergehend Auszubildende von Ausbildungsbetrieben übernehmen, die pandemiebedingt schließen müssen oder von erheblichen Einschränkungen betroffen sind, können mit einer einmaligen Prämie von 4.000 Euro pro Auszubildenden gefördert werden.

Förderfähig sind Anträge bis Ende Juni 2021, um die Fortführung von Ausbildungsverhältnissen zu gewährleisten, die aufgrund der Corona-Pandemie akut gefährdet sind. Es muss nachgewiesen werden, dass der Ausbildungsbetrieb im Jahr 2020 wirtschaftlich betroffen war.

Die Förderung von Auftrags- und Verbundausbildungen kann bei der Deutschen Rentenversicherung Knappschaft-See (KBS) beantragt werden.

Kontakt bei Fragen

Bei Fragen zum Thema hilft Ihnen Cornelia Hinnah gerne weiter. 

Mail: cornelia.hinnah(at)hwk-hamburg.de 
Tel.: 040 35905-482

Berufsschule

(Stand: 11.01.2021)

Die Präsenzpflicht an den Hamburger Berufsschulen wird weiter bis mindestens 31.01.2021 ausgesetzt; der Berufsschulunterricht wird verlässlich als Distanzunterricht durchgeführt. Die Berufsschulpflicht für Lehrlinge gilt auch bei Distanzunterricht uneingeschränkt. Der Ausbildungsbetrieb hat seinen Lehrling (wie bei Präsenzunterricht) zur Teilnahme freizustellen und die Teilnahme am Distanzunterricht auf die Ausbildungszeit anzurechnen.

Bei Fragen zur Organisation des Berufsschulunterrichts wenden Sie sich bitte an Ihre zuständige Berufsschule.

Insolvenz des Ausbildungsbetriebes

(Stand: 10.08.2020)

Die Insolvenz eines Ausbildungsbetriebes ist für sich allein noch kein wichtiger Grund, um ein Ausbildungsverhältnis fristlos kündigen, solange die Ausbildung entsprechend der Ausbildungsordnung fortgesetzt werden kann. Erst wenn dies nicht mehr möglich ist, kann eine Kündigung aus wichtigem Grund zulässig sein.

Ansonsten sind in einem Insolvenzverfahren die Bestimmungen der Insolvenzordnung (Drei-Monatsfrist) und nicht das Berufsbildungsgesetz anzuwenden.

Kündigung von Azubis

(Stand: 10.08.2020)

Auftragsmangel oder Anordnung von Kurzarbeit rechtfertigen für sich noch keine Kündigung eines Ausbildungsverhältnisses. Erst wenn der Ausbildungsbetrieb für längere Zeit vollständig zum Erliegen kommt und damit auch die Ausbildungseignung entfällt, ist eine außerordentliche Kündigung möglich. In diesem Fall besteht aufgrund der Standardformulierung in den Berufsausbildungsverträgen die Verpflichtung des Ausbildenden, sich mit Hilfe der zuständigen Arbeitsagentur um die Fortführung der Berufsausbildung in einer anderen Ausbildungsstätte zu bemühen.

Von Seiten der Ausbildungsbetriebe sollte alles Zumutbare unternommen werden, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern oder gar Kündigungen auszusprechen.

Kurzarbeit für Azubis

(Stand: 27.04.2020)

Lehrlinge sind nicht grundsätzlich von Kurzarbeit ausgeschlossen. Sie werden allerdings nicht wie sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Sachen Kurzarbeitergeld behandelt. Dies wird z.B. bereits daran deutlich, dass Lehrlinge bei der Ermittlung der Berechtigung auf Kurzarbeitergeld hinsichtlich der betrieblichen Betroffenheit nicht mitgezählt werden. Bei der nun angekündigten Sonderform des Kurzarbeitergeldes im Zuge der Corona-Krise wird eine Betroffenheit von mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vorausgesetzt. Bei dieser Zählung bleiben Lehrlinge nach aktuellem Stand außen vor.

Für Ausbildungsverhältnisse gilt im Vergleich zu abhängig sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hinsichtlich der Fortführung der Ausbildung ein besonderer Schutz. Wird in einem Unternehmen Kurzarbeit durchgeführt, so ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbildung weiterhin durchzuführen. Daraus ergibt sich, dass für Ausbilder*innen möglichst keine Kurzarbeit bzw. nur in Ausnahmefällen Kurzarbeit in geringerem Umfang angeordnet werden sollte. Die Ausbildungspflicht gegenüber dem Lehrling muss auch bei Kurzarbeit im Betrieb Vorrang haben. Es ist zu beachten, dass bei ausbleibender oder mangelhafter Ausbildung bei schuldhaftem Verhalten sogar ein Schadensersatzanspruch gegenüber dem Ausbildungsbetrieb entstehen kann.

Sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft oder ist eine komplette Schließung aller betrieblichen Aktivitäten behördlich vorgegeben, dann kann auch für den Lehrling Kurzarbeit angeordnet werden. Dann gilt allerdings zunächst die Pflicht zur Fortzahlung der kompletten Ausbildungsvergütung durch den Ausbildungsbetrieb für mindestens sechs Wochen. Erst danach kann nach aktuellem Rechtsstand ein Anspruch auf Zahlung von Kurzarbeitergeld für Azubis entstehen.

Duales Studium

 

Berufsakademie: Verspäteter Einstieg zum Wintersemester möglich

(Stand: 13.08.2020)

Die Corona-Pandemie führt auch an der Berufsakademie Hamburg zu neuen Wegen für einen Start in das duale Studium. Im kommenden Wintersemester können die Auszubildenden, die ihre Ausbildung erst im Oktober oder November beginnen sollten, noch ein Bachelor-Studium aufnehmen.

Sie erhalten im Herbst/Winter einen komprimierten Einstieg ins Studium. Teile des Studiums werden aufgrund der derzeit geltenden Vorschriften dabei auch online ablaufen. Damit erreicht diese Gruppe sehr zügig den Anschluss an die zum 1. Oktober regulär startenden Studierenden und kann innerhalb von vier Jahren sowohl die Ausbildung im Handwerk, als auch das akademische Studium an der BA-H mit einem Bachelor abschließen.

Weitere Informationen

www.ba-hamburg.de

Ansprechpartner Bewerber: Frau Freers (freers@ba-hamburg.de)

Ansprechpartner Betriebe: Herr Dönges (doenges@ba-hamburg.de)

Praktika während der Corona-Krise

Betriebspraktika sind auch während der Corona-Krise fester Bestandteil der schulischen Berufsorientierung. Da die Berufsorientierung an den Schulen in den letzten Monaten zu kurz gekommen ist, suchen jetzt besonders viele Schüler*innen einen Praktikumsplatz. Für Handwerksbetriebe, die nach weiteren Wegen der Nachwuchsgewinnung suchen, ist die Veröffentlichung von Praktikumsstellen in der Praktikumsbörse eine gute Möglichkeit, interessierte Jugendliche kennen zu lernen, um sie zu einem späteren Zeitpunkt in Ausbildung zu übernehmen.

Die Praktikumsbörse sowie eine Hygiene-Checkliste helfen Betrieben dabei, ihre Praktikumsplätze unkompliziert zu vergeben. Bitte füllen Sie die Checkliste zu Ihrem betrieblichen Hygienekonzept aus. Diese sollte zur Vorbereitung auf das Praktikum an die Jugendlichen verschickt werden. 

Hier können Sie Ihr Praktikum melden >>>

Die Praktikumsbörse wird vom ESF-finanzierten Projekt INa betreut. Mehr Infos gibt es auf www.nachwuchs-handwerk.de.

Kontakt für Betriebe

Olga Jung
Tel.: 040 35905-510
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