Corona-Info


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Corona-Krise

Die Corona-Krise und ihre Folgen werfen weiterhin viele Fragen – auch im Handwerk – auf. Auf dieser und weiteren Seiten in Rubrik „Corona-Info“ finden Sie, was Handwerksbetriebe, Angestellte, Azubis und Solo-Selbständige jetzt wissen sollten.

Corona-Hotline

Handwerkskammer Hamburg
Corona-Hotline
Tel.: 040 35905-302
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Erreichbar: Mo-Do, 8.30-16.30 Uhr; Fr, 8.30 - 16.00 Uhr 

Allgemeine Hotline

Handwerkskammer Hamburg
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20355 Hamburg
Tel.: 040 35905-0
Fax: 040 35905-208
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Erreichbar: Mo-Do, 8.30-16.30 Uhr; Fr, 8.30 - 16.00 Uhr

Neu / Wichtig

Neu erstellte und aktualisierte Beiträge, sowie Beiträge, die in der aktuellen Situation am wichtigsten erscheinen, finden Sie ganz am Anfang dieser Seite. Weitere auf den entsprechenden Unterseiten der Rubrik. 

Maskenpflicht ausgeweitet

(Stand: 30.11. 2020)

Die Pflicht eine Munde- und Nasenbedeckung zu tragen, ist in Paragraph acht der Hamburger Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus festgelegt. 

Demnach gilt, dass Mund und Nase so bedeckt sein müssen, dass eine Ausbreitung von Tröpfchen durch Husten, Niesen oder Sprechen vermindert wird (Maskenpflicht). Gesichtsvisiere sind keine Mund-​Nasen-​Bedeckungen im Sinne dieser Verordnung.

Ab dem 1. Dezember 2020 gilt für die Maskenpflicht:

  • Kinder sind bis zur Vollendung des siebten Lebensjahrs von der Tragepflicht befreit,

  • Personen, die glaubhaft machen können, dass ihnen das Tragen einer Mund-​Nasen-​Bedeckung aufgrund einer Behinderung oder aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich oder unzumutbar ist, sind von der Tragepflicht befreit,

  • das Abnehmen der Mund-​Nasen-​Bedeckung ist zulässig, solange es zu Identifikationszwecken oder zur Kommunikation mit Menschen mit Hörbehinderung erforderlich ist,

  • die Pflicht zum Tragen einer Mund-​Nasen-​Bedeckung entfällt, wenn eine geeignete technische Vorrichtung vorhanden ist, durch die die Ausbreitung von Tröpfchen durch Husten, Niesen oder Sprechen gleichwirksam vermindert wird.

Personen, die entgegen einer aufgrund dieser Verordnung bestehenden Maskenpflicht eine Mund-​Nasen-​Bedeckung nicht tragen, ist der Zutritt zu der Einrichtung, dem Geschäftsraum oder dem Ladenlokal, die Teilnahme an der Veranstaltung oder die Inanspruchnahme der Dienstleistung oder der Beförderung im Gelegenheitsverkehr zu verweigern.

Allgemeine Maskenpflichten in öffentlich zugänglichen Gebäuden sowie in Arbeits- und Betriebsstätten

  • In allen öffentlich zugänglichen Gebäuden gilt in den für den Publikumsverkehr geöffneten Bereichen eine Maskenpflicht. 

  • In Arbeits- und Betriebsstätten ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen; dies gilt nicht am Platz, sofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann.

  • In allen Verkaufsstellen des Einzelhandels und Ladenlokalen von Dienstleistungs- oder Handwerksbetrieben, Apotheken, Sanitätshäusern, Banken und Sparkassen sowie Pfandhäusern und bei deren öffentlichen Pfandversteigerungen, bei sonstigen Versteigerungen, in Poststellen, im Großhandel, bei Wanderlagern, auf Spezialmärkten im Sinne der Gewerbeordnung, auf Jahrmärkten und auf Wochenmärkten gelten die allgemeinen Hygienevorgaben sowie für die anwesenden Personen eine Maskenpflicht.

  • Die Maskenpflicht gilt auch in Warteschlangen und Menschenansammlungen vor Eingängen sowie auf Außenflächen und Parkplätzen. Auf Außenflächen dürfen geeignete Raucherbereiche für die Beschäftigten eingerichtet werden. 

  • Auf den öffentlich zugänglichen Verkehrsflächen in Einkaufscentern oder Einkaufsmeilen gilt für die anwesenden Personen eine Maskenpflicht.

Maskenpflicht im öffentlichen Raum

Seit Montag, 12. Oktober, gilt in Hamburg die Pflicht, einen Mund- Nasenschutz auch auf einigen öffentlichen Wegen, Straßen und Plätzen zu tragen.  

Welche Orte betroffen sind, gibt die Stadt Hamburg auf ihrer Website  an.

Polizeiliche Anordnungen auch an anderen Stellen möglich

Die Polizei kann im Einzelfall auf öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen eine räumlich begrenzte Maskenpflicht anordnen, wenn dies aus Infektionsschutzgründen erforderlich ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn das Abstandsgebot durch einen erheblichen Teil der anwesenden Personen nicht eingehalten wird oder aufgrund der räumlichen Verhältnisse oder der Anzahl der anwesenden Personen nicht eingehalten werden kann. 

(Quelle: hamburg.de)

Corona-Hilfen: EU warnt vor Betrugsmasche

(Stand: 27.11.2020)

Die Europäische Kommission warnt vor Betrug mit angeblichen Antragsformularen für finanzielle Corona-Hilfen. E-Mails mit gefälschten Formularen für eine angebliche "Überbrückungshilfe II für Unternehmen, Betriebe, Selbstständige, Vereine und Einrichtungen" dienten offenbar dem Abfischen sensibler Daten, teilte die Kommission mit und appellierte: "Öffnen Sie diese E-Mails nicht!" Betrüger gäben sich als Mitarbeiter der Kommission aus.

Insbesondere Nutzer von T-Online seien betroffen, erklärte die EU-Behörde. Die Deutsche Telekom habe Gegenmaßnahmen angekündigt, um das Problem zu lösen. Schon im Juli und Oktober seien ähnliche E-Mails für angebliche Corona-Hilfen verschickt worden. Nach einer Anzeige bei der Polizei wurde die entsprechende Domain gesperrt.

Hamburger Verordnung bestätigt Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz

(Stand: 30.11.2020)

Bundeskanzlerin Merkel und die Länderchefs haben sich am 25. November auf eine Verlängerung der Anfang November beschlossenen Einschränkungen bis zum 20. Dezember geeinigt. Mit Inkrafttreten der Hamburger Verordnung gelten die Maßnahmen ab dem 1. Dezember auch in der Hansestadt. 

Gastronomie

Restaurants, Bars, Clubs und auch Kneipen bleiben weiterhin geschlossen. Lediglich die Lieferung oder auch die Abholung von Speisen für den Verzehr zu Hause sind erlaubt. Kantinen dürfen weiter öffnen.

Groß- und Einzelhandel

Geschäfte des Groß- und Einzelhandels bleiben geöffnet, es gelten aber Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes bleibt Pflicht und wurde um den Bereich vor den Geschäften und auf Parkplätze erweitert. Außerdem muss sichergestellt werden, dass sich bei Läden mit bis zu 800 Quadratmetern Verkaufsfläche nicht mehr als eine Kundin oder ein Kunde pro zehn Quadratmetern Verkaufsfläche aufhält. In Geschäften ab 801 Quadratmetern Verkaufsfläche darf sich eine Person auf 20 Quadratmetern befinden.
Verkaufsstände auf Wochenmärkten sind zulässig, wenn sie Lebensmittel oder Waren des täglichen Bedarfs anbieten. Das Tragen von Mund-Nase-Schutz bleibt Pflicht.

Maskenpflicht am Arbeitsplatz

In Arbeits- und Betriebsstätten ist ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen; dies gilt nicht am Platz, sofern ein Abstand von 1,5 Meter zu weiteren Personen sicher eingehalten werden kann.

(Quelle: ndr.de)

Weitere Informationen 

Beschluss der Konferenz der Bundeskanzlerin und Regierungschef*innen am 25.11.2020

Novemberhilfe kann beantragt werden

(Stand: 25.11.2020)

Ab sofort können sich Steuerberater*innen, Wirtschaftsprüfer*innen und Rechtsanwält*innen   zur Beantragung der Außerordentlichen Wirtschaftshilfe für den Monat November 2020 (Novemberhilfe) für ihre Kund*innen anmelden.

Die Novemberhilfe kann von Unternehmen (Selbstständige, Vereine, Einrichtungen) beantragt werden, die von der temporär von den pandemiebedingten Schließungsverordnungen vom 28.10.20 betroffen sind.  

Es gelten folgende Kriterien:

  • Direkt betroffen (z.B. Kosmetik, Gastronomie, Hotels)

  • Mittelbar indirekt betroffen (wenn Sie regelmäßig 80% der Umsätze mit direkt betroffenen Unternehmen erzielen), z.B. Textilreiniger für Hotels

  • Regelmäßig 80% ihrer Umsätze durch Lieferungen und Leistungen im Auftrag von Unternehmen, die direkt von den Maßnahmen betroffen sind, über Dritte erzielen (z.B. Agentur beauftragt Caterer für Messen).

  • Bis zum 30.09.2020 gegründet waren und bereits Umsätze erzielt haben.

  • Tätigkeit im Haupterwerb erfolgt (mind. 51% der Einkünfte werden aus der selbstständigen Tätigkeit erzielt)

Bestimmungen der Novemberhilfe

  • Zuschüsse pro Tag der Schließung in Höhe von 75% des durchschnittlichen Tagesumsatzes im November 2019 (Vergleichsumsatz) 

  • Bei Unternehmen, die nach dem 31.10.19 gegründet worden sind, wird der Vergleichsumsatz aus Oktober 2020 oder wahlweise der durchschnittliche Monatsumsatz seit Gründung herangezogen.

  • Gleichartige Leistungen wie Überbrückungshilfe oder Kurzarbeitergeld werden angerechnet.

  • Vorläufige Laufzeit: November 2020; evtl. Verlängerung für Dezember 2020

  • Elektronische Antragstellung durch Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Auszahlung über die Plattform der Überbrückungshilfe. Ausnahme: Soloselbstständige können bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 € direkt einen Antrag stellen
  • Anträge auf Novemberhilfe können bis zum 31.01.2021 gestellt werden.

  • Die im Zusammenhang mit der Antragstellung verwendeten bzw. erstellten Unterlagen und Belege sind für eine etwaige Prüfung der Verwendung der Novemberhilfe mindestens zehn Jahre bereitzuhalten.

Soloselbstständige können selbst beantragen 

Soloselbständige sind bis zu einem Förderhöchstsatz von 5.000 Euro unter besonderen Identifizierungspflichten über eine eigne Plattform direkt antragsberechtigt. Als Voraussetzung hierfür benötigen sie ein ELSTER-Zertifikat. Informationen zur Erstellung eines Benutzerkontos für ELSTER und zur Zertifikatsdatei finden Sie auf dem ELSTER-Portal. Dies gilt nur, wenn bisher keine Überbrückungshilfen beantragt worden sind.

Zu ihrer Identität und Antragsberechtigung sowie zur Berechnungsbasis der Novemberhilfe sind im Antrag insbesondere die folgenden Angaben zu machen:

a) Name und ggf. Firma,

b) Steuernummer der antragstellenden Unternehmen und steuerliche Identifikationsnummer der betroffenen natürlichen Personen,

c) Geburtsdatum bei natürlichen Personen,

d) zuständiges Finanzamt,

e) IBAN einer der beim unter d) angegebenen Finanzamt hinterlegten Kontoverbindungen,

f) Adresse des inländischen Sitzes der Geschäftsführung, oder, soweit kein inländischer Sitz der Geschäftsführung vorhanden ist, Adresse der inländischen Betriebsstätte,

g) Angabe der Branche des Antragstellers anhand der Klassifikation der Wirtschaftszweige (WZ 2008),

h)  Umsatz im Vergleichszeitraum,

i) Umsatz bzw. prognostizierter Umsatz im Leistungszeitraum,

j) Erklärung des Antragstellers, im Haupterwerb tätig zu sein (wenn sie die Summe ihrer Einkünfte im Jahr 2019 zu mindestens 51 % aus ihrer gewerblichen oder freiberuflichen Tätigkeit erzielen; wurde die gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit nach dem 31. Oktober 2019 aufgenommen, ist auf die Summe der Einkünfte seit Aufnahme der Tätigkeit abzustellen).

Der Außerhausverkauf wird bevorzugt behandelt, d.h. er wird zwar aus dem Vergleichszeitraum als Berechnungsgrundlage herausgerechnet, kann aber in der Zeit, für die Sie die Hilfe beantragt haben, unbegrenzt dazu verdient werden.

Abschlagszahlungen (Soloselbstständige bis max. 5000 Euro, andere Betriebe bis max. 10.000 Euro) werden voraussichtlich binnen einer Woche ausgezahlt. Zahlungen darüber hinaus wohl bis Ende Januar 2021. 

(Quelle: IFB Hamburg / HWK Hamburg) 

Informationen und Links 

Vollzugshinweise für die Gewährung von Corona-Novemberhilfe 

Login zur Corona –Soforthilfe des Bundes 

IFB HH: Novemberhilfe 

Zentralverband des Deutschen Handwerks: FAQ zur Novemberhilfe (Stand: 25.11.2020)

Soloselbstständige

Login zur Novemberhilfe für Soloselbstständige 

Wenden Sie sich bei Fragen an die Betriebsberatung der Handwerkskammer Hamburg

Corona-Finanzhilfen vom Staat

(Stand: 20.11.2020)

Im Rahmen der Novemberhilfe werden nach Ankündigung des Bundeswirtschaftsministeriums Abschlagszahlungen erfolgen – bis zu 5.000 Euro für Soloselbstständige und bis zu 10.000 Euro für Betriebe. Damit das Geld schnell bei den Betroffenen ankommt, sollen die Zahlungen Ende November starten. Das Verfahren der regulären Auszahlung der Novemberhilfen wird parallel vorbereitet, damit es unmittelbar im Anschluss an die Abschlagszahlungen starten kann. Die Abschlagszahlungen werden mit den tatsächlich zustehenden Hilfen verrechnet.

Die Antragsstellung soll ab 25. November möglich über die Online-Plattform der Überbrückungshilfe. Sie muss durch Steuerberater*innen oder Wirtschaftsprüfer*innen erfolgen, die Kosten dafür soll ebenfalls der Bund übernehmen. Ausgenommen sind hier Soloselbständige, die nicht mehr als 5.000 Euro Förderung beantragen. Sie können den Antrag selbst stellen.

Antragsberechtigt sind zum einen direkt von den temporären Schließungen betroffene Betriebe. Also alle Betriebe, die aufgrund von Schließungsverordnungen der Länder für November den Geschäftsbetrieb einstellen mussten. Zum anderen können auch indirekt betroffene Betriebe die Hilfe beantragen, sofern sie nachweislich und regelmäßig 80 Prozent ihrer Umsätze mit direkt von den Schließungsmaßnahmen betroffenen Unternehmen erzielen. Mit der Novemberhilfe werden Zuschüsse pro Woche der Schließung in Höhe von 75 Prozent des durchschnittlichen wöchentlichen Umsatzes im November 2019 gewährt.

ZDH fordert Nachbesserung

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) fordert mit Blick auf gastronomische Angebote von Bäckereien, Konditoreien und Fleischereien wie Cafés und Imbisse Nachbesserungen an der Novemberhilfe. Anders als Restaurants sollen nach gegenwärtigem Stand der Informationen aus Berlin Lebensmittelhandwerke 75 Prozent Zuschuss auf den Gastronomieumsatz nur erhalten, wenn ihr Gastronomieanteil mindestens 80 Prozent des Gesamtumsatzes ausmacht. Die Regelungen müssten – so die Forderung – denen der Restaurants angeglichen werden.

Zinsfreie Stundung der Sozialversicherungsbeiträge

Für Betriebe, die aufgrund der Corona-Verordnungen im November geschlossen bleiben müssen, besteht zudem die Möglichkeit der zinsfreien Stundung der Sozialbeiträge für November. Die Stundungen können längstens bis zum Fälligkeitstag für die Beiträge des Monats Dezember 2020 gewährt werden. Voraussetzung ist, dass die sofortige Einziehung der Beiträge mit erheblichen Härten für den Arbeitgeber verbunden wäre. Dies ist in geeigneter Weise darzulegen. Ein Muster-Antragsformular für die jeweils zuständige Krankenkasse stellt der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherungen bereit.

KfW-Schnellkredit

Seit Anfang November können auch Kleinbetriebe mit bis zu zehn Beschäftigten sowie Soloselbstständige den KfW-Schnellkredit nutzen, wenn sie durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Die staatliche Förderbank KfW übernimmt hierbei 100 Prozent des Bankenrisikos. Das beschleunigt Kreditzusagen in einer Höhe von bis zu 300.000 Euro – abhängig vom 2019 erzielten Umsatz. Die erneute beihilferechtliche Genehmigung der Europäischen Kommission vorausgesetzt, plant die Bundesregierung die Verlängerung des KfW-Sonderprogramms bis zum 30. Juni 2021.

Überbrückungshilfe soll verlängert werden

Über das Jahresende hinaus verlängern will die Bundesregierung die Überbrückungshilfe für Soloselbstständige, kleine und mittelständische Betriebe, die durch die Corona-Pandemie große Umsatzrückgänge verzeichnet haben. Diese Überbrückungshilfe III wird eine Laufzeit von Januar bis Juni 2021 haben. Es sind Verbesserungen angekündigt, beispielsweise bei der Ansetzbarkeit von Ausgaben für Instandhaltung und Modernisierungsmaßnahmen. Bei der Höhe sind anstelle von bislang maximal 50.000 Euro pro Monat künftig bis maximal 200.000 Euro pro Monat Betriebskostenerstattung möglich.

Für Soloselbstständige ist eine spezielle „Neustarthilfe“ geplant. Zu den zu berücksichtigenden Kosten soll für diese Gruppe künftig eine einmalige Betriebskostenpauschale von 25 Prozent des Umsatzes im Vergleichszeitraum zählen. Die Neustarthilfe beträgt einmalig bis zu 5.000 Euro und deckt ebenfalls den Zeitraum bis Juni 2021 ab.

In diesem Zusammenhang noch der Hinweis: Änderungsanträge für Phase 1 der Überbrückungshilfe (Fördermonate Juni bis August 2020) werden noch bis 30. November 2020 entgegengenommen.

(Quelle: HandwerksINFO)

Lotse für Corona-Hilfen

(Stand: 03.11.2020)

Mit dem Sozialschutzpaket, dem erleichterten Kurzarbeitergeld und vielen weiteren Maßnahmen will die Bundesregierung dafür sorgen, dass Deutschland gut durch die Krise kommt. Auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) gibt eine Lotsen-Anwendung Orientierung über die Hilfen, die Sie während der Corona-Krise in Anspruch nehmen können und wo sie diese Leistungen beantragen.

bmas/lotse-fuer-corona-hilfen

(Quelle: BMAS)

Klarstellung: Friseurhandwerk, Fußpflege und Verkauf von Kosmetika erlaubt!

(Stand: 03.11.2020)

Die neuen Corona-Regeln sorgen an manchen Stellen für Verwirrung. Zum Beispiel, was die Regelungen für Kosmetikstudios und das Friseurhandwerk angeht, da diese sich je nach Bundesland unterscheiden können. Für Hamburg gilt:

Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege, etwa in Kosmetikstudios, sind untersagt.

Ausgenommen hiervon sind:

Dienstleistungen der Fußpflege und der Podologie,

Dienstleistungen des Friseurhandwerks.

Ebenfalls erlaubt ist der Verkauf von Kosmetik-Produkten.

Anpassungen der Muster-Verordnung zu Quarantänemaßnahmen

(Stand: 16.10.2020)

Das Bundeskabinett hat Anpassungen der Muster-Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende beschlossen. Das teilt der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in einem Rundschreiben am 16. Oktober mit.

Demnach hat das Bundeskabinett am 14. Oktober die Muster-Verordnung zu Quarantänemaßnahmen für Ein- und Rückreisende mit weiteren Änderungen beschlossen. Die Neuerungen sollen bis zum 8. November 2020 durch die Länder umgesetzt werden.

Landesspezifische Ergänzungen oder Abweichungen bleiben in Ausnahmefällen möglich. Ursprünglich war ein Inkrafttreten der geänderten Verordnung zum 15. Oktober 2020 vorgesehen.

Quarantäne-Anordnung und vorzeitige Beendigung der Quarantäne

Wie geplant wird die Dauer der Quarantäne von vierzehn auf zehn Tage verkürzt. Nach § 1 Abs. 1 der Muster-Verordnung sind Personen, die aus einem Risikogebiet einreisen, verpflichtet, sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in ihre Wohnung oder in eine andere eine Absonderung ermöglichende Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von zehn Tagen ständig dort abzusondern. Die Quarantänedauer kann frühestens durch einen Test ab dem fünften Tag nach der Einreise verkürzt werden (vgl. § 3 der Muster-Verordnung).

Ausnahmen von der Quarantäneverpflichtung

Personen, die die Grenze der Bundesrepublik im Rahmen des sogenannten kleinen Grenzverkehrs überschreiten, sind von der Quarantäneverpflichtung ausgenommen (vgl. § 2 Abs. 2 Nr. 1 der Muster-Verordnung). Voraussetzung dafür ist laut Begründung der Muster-Verordnung, dass sich diese Personen in Nachbarstaaten weniger als 24 Stunden in einem Risikogebiet nach § 1 Abs. 4 der Muster-Verordnung aufgehalten haben oder für bis zu 24 Stunden in das Bundesgebiet einreisen. Nicht zwingend ist dabei, dass es sich um Nachbarstaaten handelt, also dass sich die Region in Deutschland und das Ausland eine gemeinsame Staatsgrenze teilen. Maßgebend ist vielmehr, dass Ausgangspunkt und Zielpunkt der Reise einen regionalen Bezug zueinander haben, was z.B. auch bei Berlin und Polen der Fall ist. Ein regionaler Bezug soll vor allem dann angenommen werden können, wenn ein einheitlicher Lebensraum besteht, der dadurch geprägt ist, dass die in diesem Bereich lebenden Personen täglich die Grenze überschreiten, dies kann z.B. beruflich bedingt sein.

Zudem wurden die Ausnahmetatbestände für Dienstreisen gegenüber der für Mitte Oktober ursprünglich geplanten Fassung noch einmal überarbeitet. Nicht mehr erforderlich ist ein zweiter Test drei Tage nach der Einreise. Das vereinfacht Dienstreisen.

Nach § 2 Abs. 3 S. 1 Nr. 4 der Muster-Verordnung sind überdies Personen, die sich für bis zu fünf Tage zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich veranlasst in einem Risikogebiet aufgehalten haben oder in das Bundesgebiet einreisen, bei Vorlage eines negativen Tests von der Quarantänepflicht befreit. Gleiches gilt im Fall eines Ausbildungs- oder Studienaufenthalts. Die zu Grunde liegende Testung muss entweder höchstens 48 Stunden vor Einreise oder bei der Einreise in die Bundesrepublik Deutschland vorgenommen worden sein (vgl. § 2 Abs. 3 S. 3 der Muster-Verordnung).

Eine Ausnahme für Urlaubsrückkehrer aus einem Risikogebiet, die unmittelbar vor Rückreise in ihrem Urlaubsort einen Test mit negativem Ergebnis durchgeführt haben, gilt nach wie vor, sofern die weiteren in der Verordnung neu eingeführten Voraussetzungen am Urlaubsort vorliegen, u. a. ein Schutz- und Hygienekonzept (vgl. § 2 Abs. 3 S. 1 Nr. 6 der Muster-Verordnung).

(Quelle: ZDH)

Infektionsschutz

Auf der Website der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) finden Sie wichtige Hinweise, wie Sie sich und anderen vor Corona-Infektionen schützen.

Wichtige Schutzmaßnahmen im Alltag

Die wichtigsten Schutzmaßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung fasst die AHA-L Regel zusammen: 

  • Abstandhalten (mindestens 1,5 Meter zu anderen Personen)
  • Händewaschen
  • Alltagsmaske tragen (wo Mindestabstand nicht möglich und wo vorgeschrieben)

sowie Innenräume regelmäßig

  • Lüften (alle 20 Minuten Stoß- und Querlüften für ca. 3 bis 5 Minuten)

Weitere Informationen

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus (Bundesgesundheitsministerium)Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 mit zahlreichen wichtigen Links (Robert-Koch-Institut, deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten) 

Covid-19-Infektion im Betrieb – was zu tun ist

(Stand 28.10.2020)

Wenn ein Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt ist, meldet der Arzt das positive Testergebnis an das Gesundheitsamt. Dieses wendet sich dann an den Betrieb und ordnet weitere Maßnahmen an.

Die Behörde für Wirtschaft und Innovation hat einen Leitfaden erarbeitet, was im Falle einer Infektion im Betrieb zu tun ist: Corona-19-Ausbruch im Betrieb

Der Betrieb kann die Ermittlungstätigkeit des Gesundheitsamtes vor Ort unterstützen, indem er zum Beispiel erforderlichen Unterlagen und Informationen vorbereitet und diese bereithält. Die Behörde für Wirtschaft und Innovation gibt Tipps: Merkblatt Corona in Unternehmen

Wichtig: 

  • Für die Kontaktpersonennachverfolgung sind die personenbezogenen Daten von Mitarbeitern, aus denen deren sichere Erreichbarkeit hervorgeht, extrem wichtig.
  • Sind Mitarbeiter aus Fremdfirmen im Einsatz, sollten Kontaktdaten fester Ansprechpartner der Fremdfirmen vorliegen. Über diese Quelle kann das Gesundheitsamt mögliche firmenfremde Kontaktpersonen ermitteln und so die Gefahr der Ausbreitung von Infektionsketten, z.B. bis in Gemeinschaftsunterkünfte hinein, frühzeitig unterbinden.
  • Je reibungsloser ein Ausbruchsgeschehen gehandhabt wird, desto größer ist der Nutzen für die betroffenen Personen, den Betrieb und letztlich die Allgemeinheit.

Wann der Verdacht einer Infektion besteht und welche Maßnahmen bei einem Corona-Fall zu ergreifen sind, beantwortet eine aktuelle Broschüre der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV).

Coronavirus Verdachts-/Erkrankungsfälle im Betrieb (DGUV, Oktober 2020)

Weitere Informationen für Arbeitgeber bei Verdachts- und Erkrankungsfällen im eigenen Betrieb:

Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie (BDA, Juli 2020)

Was Betriebe jetzt wissen sollten (NordHandwerk, April 2020)

Informationen bzw. Ansprechpartner zum Coronavirus in Hamburg

Gesundheitsbehörde

Telefon-Hotline der Hamburger Gesundheitsbehörde für Fragen zum Coronavirus:
040 428 284 000

Webseite der Hamburger Gesundheitsbehörde

Hamburg-Service

Unter der bekannten Telefonnummer des Hamburg-Service (040 115, montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr) können insbesondere Fragen zu den richtigen Ansprechpartnern in der Stadt Hamburg gestellt werden.

Siehe auch unter Hamburg.de

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Wer sich in Ansteckungsgebieten aufgehalten hat und an sich Symptome einer Erkrankung feststellt (z.B. Fieber), sollte sich an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) wenden. Sie erhalten dann einen Hausbesuch, bei dem ein Test auf das Virus durchgeführt wird.

Siehe auch unter Artzruf Hamburg