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Mittelständler schützen sich noch zu wenig vor Cyber-Angriffen

15. Tag des Mittelstands in der Handelskammer zum Thema „IT-Sicherheit"


Hamburg, 26. April 2018 – 350 Unternehmerinnen und Unternehmer aus dem Hamburger Mittelstand kamen heute in der Handelskammer zum Tag des Mittelstands 2018 zusammen. Diese jährliche Konferenz richten bereits seit 2004 der Senat, die Handwerkskammer, die Handelskammer und der Verband Freier Berufe gemeinsam aus. Thema der Vorträge und Diskussionen war heute die IT-Sicherheit. Aus gutem Grund: Schnelle Kommunikation, ständige Verfügbarkeit von Daten, vernetzte Produktion – all das entscheidet heute mehr denn je über den Erfolg von Unternehmen. „Wissen und Informationen, die in den Daten stecken, sind das größte Kapital der Firmen. Deshalb rückt auch die Sicherheit der IT für die Wirtschaft immer weiter in den Fokus“, sagte Handelskammer-Präses Tobias Bergmann im Rahmen der Veranstaltung. Das Risiko erheblicher negativer Konsequenzen wie Produktions- und Betriebsausfälle bei Cyber-Angriffen sei den Unternehmen bewusst. „Kleine und mittelständische Unternehmen brauchen deshalb smarte Sicherheitslösungen“, so Bergmann. 
 
In seinem Grußwort betonte Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher die Bedeutung des Datenschutzes. „Digitalisierung eröffnet dem Mittelstand viele Chancen. Von einer besseren Beziehung zu den Kunden über effektivere Wertschöpfungsketten bis zu völlig neuen Geschäftsmodellen“, sagte Bürgermeister Tschentscher. „Je größer die Bedeutung der digitalisierten Prozesse für das Unternehmen, desto größer sei auch die Bedeutung der Ausfallsicherheit der IT-Systeme und der Schutz der Daten – sowohl gegen Verlust als auch gegen unerlaubten Zugriff.“ 
 
Präsident Josef Katzer von der Handwerkskammer Hamburg sieht im Datenverlust und in der Datenkriminalität für das Handwerk eine große Gefahr: „Vor allem kleinere Handwerksbetriebe sind besonders gefährdet. Ihr Kundenstamm und ihr Angebot sind oft auf einem einfachen PC ohne große Sicherheit gespeichert. Ein Datenverlust kann in einem solchen Fall schnell die Existenz gefährden. Der Bedarf für Sensibilisierungs- und Beratungsmaßnahmen ist hier besonders wichtig. Große Firmen haben dafür Abteilungen und Spezialisten, der Handwerksbetrieb nicht“, sagte Josef Katzer beim Tag des Mittelstands.
 
„Kleine mittelständische Unternehmen und Freiberufler haben von Natur aus geringere Kapazitäten als größere Unternehmen, müssen aber genauso schnell voranschreiten, um die digitale Transformation zu meistern und gleichzeitig die Sicherheit ihrer Daten und ihres wertvollen Wissens nicht zu vernachlässigen“, betonte  Ute Mascher, Vorsitzende des Verbands Freier Berufe. „Die Bewusstseinsbildung im Mittelstand ist dafür weiter zu stärken, damit dieser auf die zukünftigen Herausforderungen vorbereitet ist und dabei die Datensicherheit weiter erhöht wird.“