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Foto: amh-online

Kluge Köpfe mit geschickten Händen gehen im Hamburger Handwerk an den Start

Starkes Plus bei neuen Ausbildungsverträgen im Hamburger Handwerk - zugleich finden Kurzentschlossene noch freie Lehrstellen


Hamburg, 31.07.2019 - Handwerk hat Konjunktur - in doppelter Hinsicht: Nach der Schule erst einmal eine duale Ausbildung im Handwerk, das steht in Hamburg für viele junge Menschen auf dem Plan. Die Zahl der neu vereinbarten Ausbildungsverträge liegt - der Demografie zum Trotz - sehr klar im positiven Trend. Wegen der anhaltend guten Handwerkskonjunktur ist der Bedarf an künftigen Profis sehr hoch. So bieten die Unternehmen auch jetzt noch zahlreiche Lehrstellen für 2019 an. Auch für ein duales Studium an der Berufsakademie Hamburg sind noch Plätze frei.

Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, erklärt: „Für kluge Köpfe mit geschickten Händen gibt es bei uns zwischen Tradition und HighTech viel zu entdecken. Im Handwerk gilt es, täglich passende Lösungen für individuelle Kundenwünsche zu entwickeln und umzusetzen. Langweilig wird es also nie. Den Nachwuchs erwartet ein innovativer Wirtschaftsbereich mit hoher Beschäftigungssicherheit und außerordentlich guten Perspektiven. Wenn bald die Baby-Boomer-Generation in den Ruhestand geht, wird für tausende Betriebe eine Nachfolge gesucht - ideal für ambitionierte Talente mit Ideen und Meistertitel!“

Aktuell liegen der Handwerkskammer Hamburg 1.894 neu geschlossene Lehrverträge der Ausbildungsbetriebe vor (Stand 30. Juli 2019). Das ist ein Plus von 10,2 Prozent (176 Verträge) im Vergleich zum Vorjahresmonat (1.718 neue Lehrverträge). Das ist seit Jahren der stärkste Anstieg zu Beginn des Ausbildungsjahres mit Stichtag 1. August. Aufgrund des hohen Bedarfs beginnen viele Handwerksunternehmen ihre Nachwuchssuche früher und etliche werden auch früher fündig. Insgesamt fangen im Hamburger Handwerk pro Lehrjahr 2.400 bis 2.500 Auszubildende an. Bis Herbst ist der Ausbildungsmarkt also noch stark in Bewegung. Ein Anstieg der Verträge ist in vielen Gewerken zu verzeichnen, darunter ausbildungsstarke Bereiche wie Elektro, Kfz, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Maler und Lackierer, Bau.

Die Handwerksunternehmen intensivieren ihre Suche nach geeigneten Auszubildenden, dafür nutzen sie auch Angebote der Kammer wie die Online-Lehrstellenbörse auf www.lehrstelle-handwerk.de. Hier sind zurzeit 1.239 Ausbildungsangebote (Stand 30.07.2019) gemeldet (Vorjahresmonat: 1.227). 797 Lehrstellen davon sind noch für 2019, 442 sind schon für 2020 ausgeschrieben. Bewerber*innen haben eine breite Auswahl, auch in den Bereichen, in denen bereits sehr viele Verträge vereinbart wurden, also von Elektro über Kfz, Friseur*in, Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder Bau.

Die Handwerkskammer, Innungen und Unternehmen sind hoch aktiv in der Nachwuchswerbung. Die Kammer unterstützt über die Image-Kampagne, mit Beratungsangeboten und Veranstaltungen wie das „Azubi Speed Dating“, „Endspurt zur Lehrstelle“ oder dem „FutureTalk im Riesenrad“. Der FutureTalk findet nach der erfolgreichen Premiere 2018, die prompt mit dem Internationalen Deutschen PR-Preis ausgezeichnet wurde, dieses Jahr am 22. August auf dem Hamburger Dom statt. Die mehr als 1.200 Plätze für Schülerinnen und Schüler waren schnell ausgebucht. Die Jugendlichen informieren sich nach dem Speed-Dating-Prinzip in den Gondeln bei Handwerksbetrieben und Innungen über deren Berufe. Ein nächster Termin ist dann die Berufsorientierungsmesse „Handwerkswelten“ am 24. und 25. September 2019 im Ehrenhof des Rathauses.

Im Rahmen des neuen JOBSTARTER plus-Projekts „Mehr Ausbildungsqualität im Hamburger Handwerk (MAQIH)“ berät ein Team kleine Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten. Beispielsweise unterstützen die Projektmitarbeiterinnen von der Bewerbersuche über die planvolle Ausbildungsgestaltung bis zu einer guten Prüfungsvorbereitung.

Der Friseursalon Marita und Michael Klee hat damit prompt gute Erfahrungen gemacht. Das MAQIH-Team hat eine Bewerberin vermittelt, die am 1. August ihre Ausbildung beginnt. Die angehende Friseurin gehört mit Anfang 30 nicht zur typischen Zielgruppe, hat aber die Inhaber offenkundig vollends überzeugt:
Denn der Betrieb bildet nunmehr zum ersten Mal aus und trägt damit aktiv zur Nachwuchsqualifikation bei. Marita Klee erklärt: „Wir überlegen bereits seit längerem, selbst auszubilden, da es immer schwieriger wird, qualifizierte Mitarbeiter*innen zu finden. Da kam das Angebot des neuen Projekts der Handwerkskammer gerade zum richtigen Zeitpunkt. Mit Unterstützung des Projekts haben wir nicht nur unsere Auszubildende sehr schnell gefunden, wir nehmen darüber hinaus gern weitere Beratungsangebote in Anspruch, um eine gute Ausbildungsqualität bieten zu können.“

Beratung zur Ausbildung im Handwerk

Team „Nachwuchs im Handwerk“ der Handwerkskammer
Tel. 040 35905-455, E-Mail nachwuchs(at)hwk-hamburg.de,

Weitere Informationen

Duale Ausbildung im Handwerk: www.hwk-hamburg.de/ausbildung
Lehrstellenbörse und Praktikumsbörse: www.lehrstelle-handwerk.de
Jobstarter plus-Projekt MAQIH MAQIH
Duales Studium im Handwerk www.ba-hamburg.de
Future Talk im Riesenrad am 22.08.2019: www.hwk-hamburg.de/futuretalk
Handwerkswelten am 24. und 25.09.2019: www.hwk-hamburg.de/handwerkswelten

Hinweis für Redaktionen

Kontakt zu einem Ausbildungsbetrieb wie dem Friseursalon Marita und Michael Klee vermitteln wir für eine Berichterstattung gern.

Dateien:
2019-07-30_Freie_Lehrstellen_2019_nach_Berufen_01.pdf 224 k