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Foto: Handwerkskammer Hamburg

Bei Verkehrsexperimenten das Handwerk von Anfang an mitreden lassen!

Das Handwerk fordert, bei autofreien Zonen wie in Ottensen die Interessen aller Beteiligten zu berücksichtigen


Hamburg, 19.08.2019 – In Ottensen beginnt am 1. September ein Projekt zur Erprobung autofreier Straßen in Hamburg. Aus diesem Anlass erklärt der Präsident der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann, zu grundsätzlichen Fragen der Mobilität der Zukunft: „Auch wir verstehen, dass Hamburg neue Lösungen für die Mobilität braucht. Wir fragen uns nur, ob Aktionen wie „Ottensen macht Platz“ die Bedürfnisse unserer Handwerksbetriebe und ihrer Kunden, also auch die der Ottenser Bürger, im Blick haben? Handwerker müssen zu ihren Auftraggebern kommen. Eine neue Heizung oder sperrige oder schwere Werkzeuge lassen sich nicht über lange Strecken zu Fuß transportieren. Zudem: Je schwerer die Anfahrt, umso länger die Wegezeit, und das muss der Kunde bezahlen. Und ganz wichtig: Wenn die Politik mit dem Straßenraum experimentiert, dann muss sie die Verkehrsteilnehmer dabei mitreden lassen – auch das Handwerk.“ Stemmann weiter: „Wir stehen gern bereit, um gemeinsam mit der Stadt, den Bezirken und Initiativen an ausgleichenden und zukunftsorientierten Lösungen zu arbeiten. Wir erwarten aber auch, dass das Handwerk aktiv in die Diskussion und Lösungssuche eingebunden wird.“

„Wir sind bereit, beim Verkehrsversuch mitzumachen, doch es bedarf unbürokrati¬scher Lösungen und Fingerspitzengefühl im Interesse der Gewerbetreibenden“, so Geschäftsführer Philipp Groh von der Quattro Tischlerei in der Ottenser Hauptstraße. „Wir erhalten mehrmals am Tag Lieferungen von verschiedenen Lieferan¬ten. Deren Tourenplanung erfolgt in der Regel kurzfristig und ist durch uns nur bedingt beeinflussbar, so dass weder Wunschzeiten garantiert werden können, noch eine kennzeichengebundene Ausnahmegenehmigung – wie sie jetzt geplant ist – Sinn macht. Gar nicht berücksichtigt sind kurzfristige Einsätze von Servicetechnikern bei Maschinen- oder Fahrstuhlausfall oder Besuche von Kunden, die zum Beispiel Möbel oder Türen bringen oder abholen möchten. Hier ist weder eine Anmeldung mit zwei Wochen Vorlauf noch, wie uns bereits empfohlen worden ist, ein vorheriger „Abstecher“ zum Polizeikommissariat in der Mörkenstraße realistisch beziehungsweise zumutbar. Hier wäre doch eine Auftragsbestätigung oder ein Lieferschein vollkommen ausreichend."

„Grundsätzlich sind wir nicht gegen den Verkehrsversuch, doch wir befürchten bei den aktuell geplanten Regelungen erhebliche Beeinträchtigungen für unsere Betriebsabläufe. Wir sind gerne in Ottensen und möchten auch hier bleiben.“ Groh kündigte an, den Bedarf und seine Argumentation bei der anstehenden Sitzung des Verkehrsausschusses der Bezirksversammlung Altona heute Abend vorzutragen.

Weitere Informationen
www.ottensenmachtplatz.de
www.quattro-tischlerei.de




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