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Mehrwertsteuersenkung: Nullsummenspiel befürchtet

Der Präsident der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann, nimmt Stellung zum heute vom Bundesrat verabschiedeten weiteren Corona-Hilfspaket zur Bewältigung der wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen der Pandemie


Hamburg, 29.06.2020 – „Das heute vom Gesetzgeber verabschiedete zweite Corona-Hilfspaket soll die Konjunktur rasch beleben. Gleichsam soll es eine stabile, finanzielle Grundlage für eine langfristig wirkende Transformation unserer Wirtschaft im Klimaschutz, in der Digitalisierung und in der Bildung sein. Das ist ein politischer Drahtseilakt, auf dem auch unser eigenes Hamburger Konjunktur- und Wachstumsprogramm basiert. Ich bin zuversichtlich, dass er gelingt.

Das Handwerk schaut aktuell besonders auf die Mehrwertsteuersenkung, die ab 1. Juli bis zum Ende des Jahres gelten wird.

Nun hängt es davon ab, dass das vom Grundsatz her gut gedachte Instrument nicht zu einem erheblichen bürokratischen Aufwand führt, der den gewünschten positiven Impuls im Keim erstickt.

Eine ganze Reihe von Handwerksbetrieben sehen die Mehrwertsteuersenkung eher skeptisch: Werden die Einnahmen durch die Steuersenkung unterm Strich über den Kosten für den administrativen Mehraufwand einer nur für sechs Monate geltenden Kassen-, Rechnungs- und Buchführungsumstellung liegen? Gerade kleine und mittelständische Betriebe befürchten ein Nullsummenspiel, wenn nicht sogar mehr Aufwand als Umsatz.“