Selbstverwaltung

Ehrenamt und Selbstverwaltung: Entscheidungen in Eigenregie

Abend des Ehrenamtes

So viel Staat wie nötig, so viel Eigenverantwortung wie möglich. Mit dieser Formel lässt sich das Prinzip der Selbstverwaltung auch im Handwerk umschreiben. Nicht die Regierung oder das Parlament entscheidet in erster Linie über die Belange der Handwerker, sondern sie selbst wählen aus ihren eigenen Reihen z.B. die Vollversammlung der Handwerkskammer als ihre Interessenvertretung.

Gleichzeitig sind staatliche Verwaltungsaufgaben, die das Handwerk betreffen, im Rahmen der Selbstverwaltung an die Handwerkskammer als rechtlich selbständige Organisation übertragen. Auch diesbezüglich wird also eine eigenverantwortliche Gestaltung durch die betroffene Berufsgruppe, nämlich die Handwerker, ermöglicht.

Praxisnähe erhalten

Das freiwillige Engagement in den Entscheidungsgremien – angefangen bei den sieben Bezirksmeisterversammlungen mit mehr als 140 Bezirksmeistern – ebenso wie im Prüfungswesen ist das Rückgrat der Selbstverwaltung im Handwerk. Diese Strukturen sind stabil und erfolgreich, solange das freiwillige Engagement in den Entscheidungsgremien nicht verloren geht, wenn also Handwerkerinnen und Handwerker über ihre Belange debattieren und beschließen – damit ist Praxisnähe garantiert. Im Hamburger Handwerk zeigen rund 1.500 Menschen dafür großen persönlichen Einsatz.

Jede Handwerkerin und jeder Handwerker kann sich beteiligen. Dabei ist nicht die Betriebsgröße entscheidend, sondern das Engagement und die Kompetenz, mit der sich jemand einbringt. Hier wirkt auch die Pflichtmitgliedschaft, die sicherstellt, dass eine handwerkliche Solidargemeinschaft Bestand hat. Wären der Kammer nicht alle Betriebe angeschlossen, bestünde die Gefahr, dass die finanzstarken Unternehmen ihre Interessen bald ungebremst in den Vordergrund stellen könnten und damit die so wichtige Aufgabe einer Wahrnehmung der Gesamtinteressen des Handwerks verloren ginge.

Stark durch Erfahrungen auch von Migranten

Etwa jeder fünfte Betriebsinhaber im Hamburger Handwerk stammt heute aus einer Zuwandererfamilie.  Das belegt eindrucksvoll, dass Migranten sich stark einbringen. Leider noch unterrepräsentiert sind sie jedoch in den ehrenamtlichen Tätigkeiten der Selbstverwaltung. Dies soll sich ändern. Die Handwerkskammer Hamburg möchte, dass sich Handwerker mit ausländischen Wurzeln beteiligen, denn sie sind vollwertige Vertreter des Hamburger Handwerks, der Wirtschaftsmacht von nebenan.

Zurück zur Übersicht...

Weitere Informationen zu den Organen der Handwerkskammer:

Ihr Einstieg in das Ehrenamt

Wenn Sie Fragen haben oder sich selbst ehrenamtlich engagieren wollen, wenden Sie sich gern an den folgend genannten Ansprechpartner. Über allgemeine Auskünfte hinaus kann er Ihnen geeignete Kontakte für Ihren Einstieg in das Ehrenamt vermitteln.

Ansprechpartner
Andreas Kuttenkeuler
Tel. 35905-313
ehrenamt(at)hwk-hamburg.de

Anzeigen