Berufliche Perspektiven für Flüchtlinge

Zukunftsperspektive Umwelthandwerker - Ein Modellprojekt zur Kompetenzfeststellung und Weiterbildung für Flüchtlinge

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Im Projekt "Zukunftsperspektive Umwelthandwerker - Kompetenzfeststellung und Weiterbildung für Flüchtlinge" werden geflüchtete Menschen u.a. aus Syrien, Eritrea, Somalia und dem Irak modellhaft qualifiziert und in höherwertige Arbeit gebracht. Aufbauend auf ihren technischen Vorerfahrungen sollten sie als Fachkräfte die Energiewende in Deutschland mit unterstützen.

In einem ersten Schritt werden geflüchtete Menschen in Zusammenarbeit der Agentur für Arbeit und dem Jobcenter team.arbeit.hamburg sowie dem NOBI Netzwerk und den Hamburger Trägern der Flüchtlingshilfe angesprochen und über das Projektziel informiert.

Aus diesen Gesprächen werden 50 Teilnehmer gewonnen, deren Kompetenzen im Bereich Umwelttechnik über zwei Aktionswochen näher festgestellt und dokumentiert werden.

In zwei daran anschließenden fünf- bis siebenmonatigen Förder- und Aufbaukursen werden insgesamt bis zu 28 Teilnehmer für den Unterricht in (umwelt)technischen Fachlehrgängen vorbereitet. Neben den technischen Inhalten ist die Vorbereitung auf die sprachlichen Anforderungen zertifizierter Lehrgänge und Berufsfelder zentral. Die Schulung beginnt mit einer Sprachstandserhebung und beinhaltet Methoden der Wissensaneignung, das Lernen von umwelttechnischen Fachbegriffen sowie ein Training zur Beteiligung an Fachgesprächen. Ergänzt wird dies durch praktische umwelttechnische Werkstattübungen sowie Betriebsbesuche im Bereich Energie und Umwelt. Es ist geplant, dass die Teilnehmer den Förder- und Aufbaukurs mit einem "B2 - Deutsch für den Beruf"-Zertifikat beenden.

Im Anschluss an den Förder- und Aufbaukurs werden die vorqualifizierten Teilnehmer in weitergehende Fachqualifizierungen zu Energie- und Umwelttechnik im Handwerk oder direkt in Arbeit vermittelt.

Übergeordnetes Ziel des Projektes ist es, ein übertragbares, für den Bereich der Umwelttechnik weiterentwickeltes Modell der Kompetenzfeststellung und mehrstufigen Weiterbildung von geflüchteten Menschen aus Kriegs- und Krisengebieten zu erproben.
 

Ansprechpartner

Haiko Hörnicke, Handwerkskammer Hamburg (Projektleitung)
haiko.hoernicke(at)elbcampus.de
Tel.: 040 35905 – 776

Carlotta Münch, Handwerkskammer Hamburg (Projektmitarbeit)
carlotta.muench(at)elbcampus.de
Tel.: 040 35905 – 736

Weiterführender Link:

www.zewu.de


Förderung

Das Projekt "Zukunftsperspektive Umwelthandwerker – Kompetenzfeststellung und Weiter-bildung für Flüchtlinge“ wird fachlich unterstützt und finanziell gefördert aus Mitteln der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) und durchgeführt durch das Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik am Elbcampus Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Hamburg