Elektrofahrzeuge für Handwerker? Kein Problem. Steigen Sie ein!

Elektroautos bringen eine Menge Fahrspaß und sind inzwischen wirtschaftlich. Informieren Sie sich hier über den Einstieg.

Pro 100 Kilometer verbraucht ein E-Fahrzeug Strom für nur wenige Euro. Angst vor der leeren Batterie kennt ein Handwerker im Stadtverkehr nicht, denn an einem Tag wird ihm der Strom hier kaum ausgehen. Nachts wird in der Firma nachgeladen. Die Autowerkstatt sehen Elektroautos nur selten.

Selbst Skeptiker können sich einer gewissen Begeisterung nicht entziehen, wenn sie einmal mit einem Elektroauto gefahren sind. Beispielsweise ist die Beschleunigung enorm: An der Ampel schnell vom Fleck zu kommen oder im laufenden Verkehr souverän die Fahrspur zu wechseln, ist mit dem Elektromobil sogar einfacher als mit einem herkömmlichen Pkw.

Ansprechpartner bei der Handwerkskammer

Andreas Rönnau
Handwerkskammer Hamburg
Tel.: 040 35905-326
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Unabhängige Beratung

Im Rahmen der Mittelstandsinitiative "Energiewende und Klimaschutz" können Sie sich unabhängig und kostenlos beraten lassen. Siehe dazu unten auf dieser Seite.

Rechnet sich das?

Es sieht ganz so aus. Zugegeben schmilzt der Kostenvorteil in einer Phase niedriger Benzinpreise noch dahin. Kostet der Liter Kraftstoff jedoch etwa 1,50 Euro, ist das Elektroauto im Vorteil. Zwar sind die Anschaffungskosten bzw. die Leasingraten höher als bei üblichen Autos, doch verringern sich die Wartungs- und Reparaturkosten. Außerdem gelten viele der Elektroauto-Fabrikate als langlebig. Teilweise werden hohe Garantieleistungen angeboten.

Diese Vorteile bestätigt auch der "Luftgütepartner" des Jahres 2017: Der Betrieb Heinz Kopp GmbH und Co. KG fährt seit 2014 elektrisch. Geringere Wartungs- und Energiekosten gleichen den höheren Anschaffungspreis aus. Elektroautos schaffen zudem ein gutes Image, sehr komfortables Fahren und Planungssicherheit für zukünftige Umweltzonen.

Beispiel: Modellbetrieb Mobilität Heinz Kopp GmbH & Co. KG


"Wenn Betriebe die Kosten der Fahrzeuge über die gesamte Nutzungszeit miteinander vergleichen würden, wären viel mehr Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen zu sehen",


heißt es beim "Luftgütepartner" des Jahres 2017, der Bauklempnerei Heinz Kopp GmbH und Co. KG.

Weitere Informationen...

Wachsende Modellvielfalt

Die Zahl der auf dem Markt angebotenen Fahrzeugmodelle steigt gegenwärtig deutlich an. Bei inzwischen über hundert verschiedenen Angeboten ist die Chance hoch, ein Fahrzeug zu finden, das den eigenen Anforderungen entspricht. Die Hinweise im Kasten rechts ermöglichen eine erste Orientierung.

Auch als Gebrauchtwagen attraktiv

Elektroautos gehören längst zur Normalität. Das zeigt sich auch in einem wachsenden Markt für gebrauchte Fahrzeuge. Hier ist Orientierung über spezialisierte Portale möglich wie z.B. e-autos.de. Doch auch die bekannten Märkte bieten inzwischen Einstiegsplattformen für die Suche nach Elektrofahrzeugen wie etwa autoscout24. Fragen Sie insbesondere auch bei Ihrem Autohändler vor Ort einmal nach!

Weitere Antriebe

Neben elektrisch betriebenen Autos, die in den kommenden Jahren einen deutlich wachsenden Marktanteil verzeichnen werden, gibt es nach wie vor weitere alternative Antriebsarten (z.B. Wasserstoff oder Erdgas), die man im Auge behalten kann. Siehe dazu z.B. im Portal firmenauto.de.

Marktübersicht

Die gegenwärtig verfügbaren Elektroautos gibt es in einer Marktübersicht des Online-Portals E-Fahrer

Allgemeine Infos

Zahlreiche Hinweise zu Elektroautos gibt es im Internetportal des ADAC

Orientierung bieten auch DEKRA, Motorpresse Stuttgart und VF-Verlagsgesellschaft auf ihrem Gemeinschaftsportal Firmenauto.de

Ladeinfrastruktur

Eine gewisse Zurückhaltung gegenüber Elektroautos resultiert aus dem etwas unbequemen Ladevorgang. Bei Autos, die im Stadtverkehr genutzt werden, ist das Laden allerdings praktisch kein Problem. Hier reichen die Batteriekapazitäten leicht aus, so dass nur über Nacht nachgeladen werden muss. Dies kann z.B. auf dem eigenen Betriebsgelände stattfinden.

Dazu wird eine Ladestation benötigt, weil die üblichen Haushaltssteckdosen nicht für ein langes Laden unter hoher Last ausgelegt sind. Die Installation einer Ladestation (häufig als Wallbox bezeichnet) ist für Elektrofachbetriebe in der Regel problemlos. Weitere Informationen finden Sie unter den Internetliks rechts im Kasten.

Nacht- und Autostrom

Bei vielen Energieunternehmen gibt es Sondertarife, wenn Strom unter besonderen Voraussetzungen abgenommen wird. So lässt sich Geld sparen, wenn ein Elektroauto mit günstigem Nachtstrom aufgeladen wird. Darüber hinaus gibt es inzwischen auch besondere Autostromtarife, bei denen die regelmäßige Abnahme größerer Strommengen honoriert wird.

Die eigene Ladestation

Informationen des Zentralverbands der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke mit bundesweiter Fachbetriebssuche.

Ladestation für zu Hause: Die wichtigsten Tipps vom ADAC

Finanzielle Förderung

Die Anschaffung von Elektroautos wird staatlich gefördert. Verschiedene Förderprogramme von Bund und Ländern sind verlängert worden.

Umweltbonus

Die Bundesrepublik Deutschland fördert Elektrofahrzeuge über das Förderprogramm Elektromobilität (FEM), auch als Umweltbonus bezeichnet. Gegenwärtig werden je nach Nettolistenpreis des jeweiligen Fahrzeugs bis zu 6.000 Euro als Zuschuss gezahlt. Die Regelung gilt für E-Fahrzeuge, die ab dem 5. November 2019 zugelassen wurden. Gefördert werden auch gebraucht erworbene Elekroautos, sofern sie bestimmte Altersgrenzen nicht überschreiten. Orientieren Sie sich im Internetangebot des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle.

Förderprogramm Ladeinfrastruktur ELBE

Mit dem Förderprogramm ELBE sollen im Hamburger Stromnetz 7.400 Ladepunkte bis September 2022 eingerichtet werden. Diese Förderung bezieht sich auch auf Ladestationen von Firmen.

Abgestuft nach Unternehmensgröße werden bis zu 60 Prozent der anfallenden Kosten gefördert. Dazu gehören die Ladestationen, deren Montage und Anschluss sowie die Betriebskosten aus dem Betreibervertrag bis zum Ende der Förderlaufzeit. Weitere Informationen zum ELBE-Förderprojekt.

Informationen über Förderprogramme


Übersicht zu Fördermaßnahmen 2020 auf dem Portal firmenauto.de.

Informationen zum Umweltbonus (Förderprogramm Elektromobilität) Internetangebot des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

Förderung von Ladestationen durch das ELBE-Förderprojekt

Kostenlose Beratung

Lassen Sie sich kostenlos beraten, gern auch vor Ort in Ihrem Betrieb. Dabei lässt sich bereits prüfen, welche konkreten Einsatzmöglichkeiten für Elektroautos bei Ihnen bestehen.

Die Beratung erfolgt durch einen Berater Ihrer Handwerkskammer. Dieser ist unabhängig, weil keine Abhängigkeiten z.B. zu einzelnen Fahrzeugherstellern bestehen. Auch können weitere alternative Antriebsarten oder Maßnahmen zur Energieeinsparung erörtert werden.

Ansprechpartner


Jan Rokahr
Berater Elektromobilität und Energieeffizienz

ELBCAMPUS Kompetenzzentrum Handwerkskammer Hamburg
Zum Handwerkszentrum 1
21079 Hamburg
Telefon: 040/35905-487
E-Mail: jan.rokahr(at)elbcampus.de

Elektromobilität und Energieberatung im ZEWU

Weiterer Ansprechpartner für die Elektromobilität ist das Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik, kurz ZEWU. Dabei handelt es sich um eine mit öffentlichen Fördermitteln finanzierte Einrichtung der Handwerkskammer Hamburg, die Beratungen zu zahlreichen Themen der effektiven Energienutzung und des Ressourcenschutzes anbietet. Hier erhalten Sie Hinweise, wie Sie den Energieverbrauch in Ihrem Unternehmen verringern können oder welche vielfältigen Fördermöglichkeiten es für energie- und damit kostensparende Technik gibt. Das ZEWU verwendet übrigens seit Jahren selbst Elektroautos, so dass die Beratung auf eigene Erfahrungen aufbaut.

Ihr Kontakt


ELBCAMPUS Kompetenzzentrum
Handwerkskammer Hamburg

Zum Handwerkszentrum 1
21079 Hamburg
Telefon: 040 35905 - 505
E-Mail: zewumobil(at)hwk-hamburg.de
www.zewu.de