Leserdialog Energiepreise
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Ansatzpunkt Energieeffizienz

Strom, Öl, Gas und Kraftstoffe verteuern sich rasant. Energie einzusparen und die Effizienz zu erhöhen sind Schritte aus der Kostenfalle.

Die Gründe für den Preisanstieg sind vielfältig. So setzt die globale Wirtschaft nach dem Corona-Einbruch zur Aufholjagd an und benötigt dafür riesige Mengen an Energie (mehr zum Thema siehe Link unten). Der  CO2-Preis auf fossile Brennstoffe, der dazu beitragen soll, den Verbrauch klimaschädlicher Energieträger zu verringern, erreicht 2022 die nächste Stufe.

Vor diesem Hintergrund fragt das NordHandwerk im aktuellen Leserdialog: „Energie wird teuer. Welche Auswirkungen fürchten Sie für Ihr Geschäft?" Ihre Antwort senden Sie an die E-Mail-Adresse: redaktion@nord-handwerk.de. Die Statements werden in der Dezember/Januar-Ausgabe Ihres Kammer-Magazins veröffentlicht.

Klarheit über die Konsequenzen, die der bis 2026 stufenweise ansteigende CO2-Preis für das eigene Unternehmen hat, vermittelt auf Basis von Betriebsdaten der CO2-Mehrkostenrechner. Er ist auf der Homepage der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz nutzbar (Link siehe unten). Je nach Betriebsgröße kann es sich um einige hundert bis tausend Euro im Jahr handeln, die zusätzlich anfallen. 

Die eigenen Energiekosten besser im Blick zu haben, dabei hilft nicht zuletzt das Energiebuch für Handwerksbetriebe, das auch als internetbasiertes Werkzeug, das sogenannte E-Tool, bereitsteht. Dieses Instrument ermöglicht es, mit wenig Aufwand alle relevanten Energiedaten strukturiert zu erfassen. So stehen die Informationen  auf Abruf zur Verfügung und können unkompliziert als Entscheidungsgrundlage für künftiges Handeln genutzt werden. Dies bietet vor allem kleinen Betrieben eine große Hilfe auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz, da für sie zum Beispiel Energiemanagementsysteme häufig nicht sinnvoll und zu teuer sind.

Über die reine Sammlung der betrieblichen Energiedaten hinaus erlaubt das E-Tool individuelle Auswertungen zu Verbräuchen nach Energieträgern und CO2-Emissionen. Auch die automatische Erstellung von Kennzahlen (zum Beispiel Stromkosten pro Umsatz) und der Vergleich mit anderen Betrieben des eigenen Gewerks gehören zu den Anwendungsmöglichkeiten. Alle Informationen können über Jahre hinweg übersichtlich verfolgt werden. Das gesamte E-Tool kann kostenlos genutzt werden.

Für alle größeren Gewerke, darunter Tischler, Bäcker, Kfz-Handwerk und Metallbau, hat die Mittelstandsinitiative Potenziale für Energie- und Ressourceneffizienz identifiziert (Link unten).

Individuell beraten zum Thema Jan Rokahr für die Mittelstandsinitiative sowie das Team von ZEWUmobil. Sie kommen dazu auch in den Betrieb. Kontakt zu den Umweltprojekten der Handwerkskammer: Tel.: 35905-505, E-Mail: zewumobil@hwk-hamburg.de.

Weitere Informationen:

CO2-Mehrkostenrechner
Energiebuch E-Tool (kostenlose Registrierung erforderlich)
Energieeffizienz-Potenziale verschiedener Gewerke
NordHandwerk-Bericht zu steigenden Energiepreisen
Beratungsangebot von ZEWUmobil
NordHandwerk-Leserdialog