Beim traditionellen Grünkohlessen gratulierte ZDH-Präsident Jörg Dittrich sieben Landessiegerinnen und Landessiegern aus Harburg und forderte bessere Rahmenbedingungen für Mittelstand und Ausbildung
04.11.2026Harburg: Junges Handwerk trifft Politik
Beim traditionellen Grünkohlessen gratulierte ZDH-Präsident Jörg Dittrich sieben Landessiegerinnen und Landessiegern aus Harburg und forderte bessere Rahmenbedingungen für Mittelstand und Ausbildung
Hamburg, 4. November 2026 – Rund 150 Gäste kamen auf Einladung von Bezirkshandwerksmeister René Rückert zum alljährlichen Grünkohlessen des Harburger Handwerks, das diesmal am Elbcampus der Handwerkskammer stattfand. Mit dabei: sieben Landessiegerinnen und Landessieger aus Harburg, die in der Deutschen Meisterschaft im Handwerk einen Titel auf Hamburger Landesebene geholt haben, und der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), Jörg Dittrich.
Die jungen Handwerkerinnen und Handwerker zählen zu den besten Nachwuchskräften des Hamburger Handwerks, denn sie haben ihre Gesellenprüfungen mit Spitzenleistungen bestanden. ZDH-Präsident Dittrich freute sich über die Ergebnisse und gratulierte herzlich, gemeinsam mit Bezirkshandwerksmeister Rückert und dem Präsidenten der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann. „Das junge Handwerk ist unser Fundament, es gestaltet unsere Zukunft“, sagte Stemmann zu den jungen Leuten, darunter Maler und Lackierer ebenso wie eine Orthopädietechnikerin und ein Maurer.
Ehrengast Dittrich stellte klar: Ausbildung braucht verlässliche Rahmenbedingungen. Er kritisierte die geplanten Kürzungen von rund zehn Millionen Euro bei der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung (ÜLU). Sie könnten Betriebe zusätzlich belasten und ihre Ausbildungsbereitschaft schwächen – mit Folgen für die Fachkräftesicherung.
Seine weiteren Forderungen: weniger Bürokratie, geringere Lohnzusatzkosten und eine Senkung der Stromsteuer für alle Betriebe im Handwerk und Mittelstand. Zugleich warb Dittrich dafür, Veränderungen aktiv anzunehmen und mit Zuversicht nach vorn zu schauen.