Parken am Betriebssitz
Schwan-Severin I HWK Hamburg

04.08.2022 Parken am Betriebssitz: Behörde muss gute Ansätze nun zügig umsetzen

Vom 12. September an wird es rund um die Osterstraße ein neues Bewohnerparkgebiet geben. Für Handwerksbetriebe, die dort ihren Betriebssitz haben, sollen Erleichterungen erarbeitet werden 



Hamburg, 4. August 2022 – Die Hamburger Verkehrsbehörde kündigte heute an, dass das Osterstraßenquartier ab Mitte September Bewohnerparkgebiet (BPG) wird. Gewerbetreibende müssen dann für ihre betriebsnotwendigen Fahrzeuge Ausnahmegenehmigungen beantragen. Sobald der Parkdruck in dem Gebiet abnehme, würden zusätzliche Parkkapazitäten entstehen, heißt es aus der Behörde. Diese wolle man nutzen, um weitere Erleichterungen für ansässige Handwerksbetriebe zu erarbeiten.

 

Die Handwerkskammer hatte sich frühzeitig in die Planungen zum Bewohnerparkgebiet im Osterstraßenviertel eingeschaltet, weil im Quartier 250 Handwerksbetriebe ansässig sind. Die meisten davon sind mangels eigener Parkplätze seit jeher darauf angewiesen, ihre Fahrzeuge am Betriebssitz im öffentlichen Raum abzustellen. Betriebe gelten aber verkehrsrechtlich nicht als Bewohner und haben deshalb in einem Bewohnerparkgebiet kein Anrecht auf Parkausweise. Seit März hat die Handwerkskammer deshalb bei der Verkehrsbehörde darauf gedrungen, vor der Einrichtung des BPG zunächst eine Lösung für die Fahrzeuge der Handwerksbetriebe zu entwickeln.

 

Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer Hamburg:

„Zum Start des neuen Bewohnerparkgebiets sollen spezifische Kriterien für die Erteilung von Ausnahmegenehmigungen gelten, die den Betrieben das Parken am eigenen Standort wesentlich erleichtern und sicherstellen sollen, dass kein Betrieb aus dem Quartier verdrängt wird. Das begrüße ich sehr. Dieser gemeinsam vereinbarte Lösungsansatz muss nun aber auch zügig präzisiert und umgesetzt werden. Die Handwerkskammer wird die Anwendung der neuen Ausnahmegenehmigungspraxis durch die Behörde eng begleiten und dazu beitragen, dass sie im gemeinsamen Interesse von Betrieben und Bewohnern, die die gewachsene Mischung von Wohnen und Arbeiten in ihrem Viertel erhalten wollen, ein Erfolg wird.“

 

Hintergrundinfos:

Faktenpapier Bewohnerparkgebiete und Handwerk

Mitgliederbefragung Bewohnerparken im Osterstraßenviertel