Handwerkskammer Hamburg
v.l.n.r. Handwerkskammerpräsident Hjalmar Stemmann, Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard, Sprinkenhof-Bereichsleiter Ralf Engelhardt, stv. Bezirksamtsleiter Dr. Udo Franz

05.10.2026Spatenstich FriedrichsWerk: Hier entsteht Raum fürs Handwerk

Neuer Gewerbe- und Handwerkerhof in Hamburg-Nord bietet Platz für kleine und mittlere Betriebe – Wirtschaftsbehörde fördert den Bau mit fünf Mio. Euro

Hamburg, 5. Oktober 2026 – Mit dem FriedrichsWerk an der Krausestraße 116 entstehen neue Flächen für kleine und mittlere Unternehmen mitten in der Stadt. Heute beginnen mit dem Spatenstich die Bauarbeiten für den mehrgeschossigen Gewerbe- und Handwerkerhof. Direkt am S-Bahnhof Friedrichsberg sind 34 flexibel nutzbare Mieteinheiten geplant. Die Wirtschaftsbehörde finanziert das Projekt mit fünf Mio. Euro. Das Gesamtinvestitionsvolumen beträgt rund 22,6 Mio. Euro. Die ersten Betriebe sollen 2028 einziehen.

Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation: „Das Handwerk gehört mitten in die Stadt. Doch freie Flächen sind knapp und begehrt. Mit dem FriedrichsWerk schaffen wir moderne Flächen für kleine und mittlere Betriebe nah bei ihrer Kundschaft. So sichern wir Raum für das Handwerk und damit auch für Arbeits- und Ausbildungsplätze im Bezirk.“

Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer Hamburg: „Mit dem FriedrichsWerk antwortet der Senat auf die Nachfrage nach Flächen für kleinere und mittlere Handwerksbetriebe, die aus ihren bisherigen Quartieren verdrängt werden. Der Bedarf an urbanen Handwerkshöfen ist groß – gerade auch bei den für die Stadtentwicklung wichtigen Ausbaugewerken, der Energietechnik und dem Elektrohandwerk. Die Meistermeile in Lokstedt, die sich bereits kurz nach Vermietungsstart rasch füllte und bis heute stark nachgefragt ist, zeigt: Der Senat muss seine Gewerbehofstrategie weiter ambitioniert vorantreiben.“

Dr. Udo Franz, stellvertretender Leiter des Bezirksamts Hamburg-Nord: „Dieser Moment markiert den Beginn eines wichtigen Projekts für Hamburg-Nord – und insbesondere für Friedrichsberg. Denn ein wachsender Bezirk braucht nicht nur Wohnraum, soziale Infrastruktur und gute Mobilität. Er braucht auch wohnortnahe Arbeits- und Ausbildungsplätze. Genau dafür steht dieses Vorhaben.“

Ralf Engelhardt, Bereichsleitung Asset Management der Sprinkenhof GmbH: „Mit dem Spatenstich starten wir die bauliche Umsetzung eines modernen und hochfunktionellen Gewerbehofs, der passgenau auf die Bedarfe kleinerer und mittlerer Betriebe ausgerichtet ist. Das Gebäude verbindet eine nachhaltige Flächenverdichtung mit einer modernen technischen Infrastruktur und einem durchdachten Logistikkonzept direkt an der S-Bahntrasse. Wir freuen uns, dieses wichtige Projekt gemeinsam mit allen Beteiligten zu realisieren und danken für die gute Zusammenarbeit.“

Flexible Flächen und kurze Wege

Das neue Gebäude erstreckt sich über ein Kellergeschoss und vier Vollgeschosse und bietet rund 2.500 qm reine Nutzfläche für Handwerk und Gewerbe. Entlang der S-Bahntrasse errichtet, umfasst das FriedrichsWerk verschiedene flexible Mieteinheiten, die sowohl einzeln als auch in Kombination angemietet werden können. Ergänzt wird die Planung durch integrierte WC- und Küchenvorbereitungen sowie ausreichend dimensionierte Installationsschächte für nutzerspezifische technische Einbauten.

Der Anliefer- und Ladeverkehr findet vollständig auf dem Grundstück statt, sodass der öffentliche Verkehrsraum entlastet wird. Zudem stehen Pkw- und Fahrradstellplätze – teilweise mit Ladeinfrastruktur – zur Verfügung. Die unmittelbare Nachbarschaft zur S-Bahn-Station Friedrichsberg garantiert zudem eine sehr gute ÖPNV-Anbindung. Bauherrin ist die Hamburgische Gesellschaft für Gewerbebauförderung mbH (HaGG); die Sprinkenhof GmbH realisiert das Projekt.

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz

Das Bauvorhaben erfüllt die hohen Standards eines KfW-Effizienzhauses 40. Die Wärmeversorgung erfolgt über einen Fernwärmeanschluss, während der Strombedarf über eine hauseigene Trafostation (630 kVA) gedeckt wird. Ein ressourcenschonender Grauwassereinsatz in den öffentlichen Sanitärbereichen sowie eine effiziente dezentrale Lüftung in bestimmten Bereichen unterstreichen den ökologischen Anspruch. Das Dach wird als Gründach ausgeführt und bietet die statische und bauliche Vorbereitung für eine bauseitig zu installierende Photovoltaik-Anlage. Umfangreiche Pflanzungen, darunter Heckenstrukturen entlang der Grundstücksgrenzen und Rasenfugenpflaster auf den Stellplatzflächen, tragen zur ökologischen Aufwertung und Einbindung des Areals bei.

Mehr Raum für Handwerksbetriebe in der Stadt

Hamburg will Handwerksbetrieben auch bei knappen Flächen Entwicklungsmöglichkeiten in zentralen Lagen bieten. Mehrgeschossige Gewerbe- und Handwerkerhöfe wie die erfolgreiche Meistermeile am Offakamp nutzen die vorhandenen Grundstücke effizient und ermöglichen es Betrieben, nah bei ihrer Kundschaft zu bleiben. Das FriedrichsWerk setzt diesen Ansatz fort und unterstützt damit die Ziele des Masterplans Handwerk 2030.



 

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