Handwerkskammer Hamburg
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15.08.2026Tischlermeisterstücke 2026: handwerkliche Designkompetenz im MK&G

Die Tischlermeisterstück-Ausstellung mit rund 50 Abschlussarbeiten, vom Schreibtisch aus alten Fachwerkbalken bis zur Vinothek mit japanischer Kumiko-Technik, ist noch bis zum 23. August 2026 im Museum für Kunst und Gewerbe zu sehen

Hamburg, 15. August 2026 – Bereits zum dritten Mal öffnet das Museum für Kunst und Gewerbe am Steintorplatz in Hamburg seine Türen für Tischlerhandwerk der Meisterklasse. Zwei Abschlussklassen der Tischler-Meisterschule des Elbcampus der Handwerkskammer Hamburg und der Fachschule für Holztechnik zeigen ihre beeindruckenden Prüfungsarbeiten. Die Ausstellung ist zu den regulären Öffnungszeiten des Museums geöffnet. Der Eintritt ist kostenlos.

Ein kurzer Blick vorab: Fitness-Möbel „Kraftwerk“, Barschrank „Aus Opas altem Käfer“, Spieleaufbewahrung „Koffer für Kurzweile“, Vitrine „Lumis“ mit verschiedenfarbigen Glaseinsetzen und Schreibtisch „Franz“ etwa stehen exemplarisch für die Kreativität und Design- sowie Fertigungskompetenz der jungen Meisterinnen und Meister ihres Fachs.

Der Weg bis zum funktional perfekten und formvollendeten Meisterstück ist weit, die Prüfungsanforderungen sind hoch, die Ziele ambitioniert: Fachdozentinnen und -dozenten stehen zunächst beim Ausarbeiten der Fertigungszeichnungen, des Arbeitsablaufplans und der Kalkulation bis hin zu Verleim- und Fräsmodellen unterstützend zur Seite. Dann folgt die eigentliche Fertigungszeit der Meisterstücke, die durchschnittlich etwa 180 Stunden beträgt. Der Königsweg von der ersten Idee bis hin zum fertigen Unikat dauert mehrere Monate.

Handwerkskammerpräsident Hjalmar Stemmann betont, die einzigartige Präsentation verwandele das Museum in einen Ort, an dem Handwerk lebt: „Diese Ausstellung ist ein Ort, an dem man merkt, wie viel Herzblut in den Werken steckt. Viel Leidenschaft, Aufregung, Skepsis und am Ende tiefe Zufriedenheit eines jungen Menschen, der sich auf den Weg gemacht hat, Meisterin oder Meister seines Gewerks zu werden, und seinem Meisterstück kurz vor der Vollendung den letzten Schliff gibt. Das erste intensive Betrachten der fertiggestellten Arbeit ist ein ganz besonderer Moment – für die Meisterschülerinnen und -schüler ebenso wie für die Besucherinnen und Besucher. Wir haben dafür im Handwerk ein schönes Wort. Es heißt Werkstolz.“

Museumsdirektorin Dr. Tulga Beyerle würdigt die Leistungen der Handwerkerinnen und Handwerker: „Als gelernte Tischlerin weiß ich, wie viel Arbeit, Ausdauer und Präzision in einem Meisterstück stecken. Umso schöner ist es, die Objekte hier im Museum für Kunst und Gewebe Hamburg zu zeigen und damit sichtbar zu machen, wie qualitätvoll, lebendig und innovativ das Tischlerhandwerk heute ist. Als Museum für Gestaltung freuen wir uns, den Meisterabschlussklassen des Elbcampus, des Kompetenzzentrum der Handwerkskammer, und der Fachschule für Holztechnik diese Plattform zu bieten. Ich gratuliere allen Meister*innen herzlich zu ihren Arbeiten und wünsche ihnen für ihren weiteren Weg viel Erfolg.“