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Peters

Jahresschluss 2021: Kammerpräsident beleuchtet Situation des Handwerks und stellt Forderungen an die Politik

Statt in einer Rede wendet sich Handwerkskammerpräsident Hjalmar Stemmann in diesem Jahr mit deutlichen Worten in Form eines Namensbeitrags an die Politik. Quintessenz: Tempo machen. Die feierliche Jahresschlussversammlung, die eigentlich traditionell am 30. Dezember in der Handwerkskammer stattfindet, musste aufgrund der pandemischen Entwicklung leider erneut abgesagt werden

Hamburg, 30. Dezember 2021 – In seinem Textbeitrag zum Jahresschluss lässt der Präsident der Handwerkskammer Hamburg, Hjalmar Stemmann, die Krisenjahre 2020 und 2021 Revue passieren, blickt auf künftige Herausforderungen und Chancen, lobt, kritisiert, mahnt und treibt an: „Die Corona-Krise war und ist ein Bremsklotz. Und sie ist auch ein Brennglas, unter dem wir deutlicher denn je den Wert von Substanz, Stabilität und Sicherheit erkennen. Wir müssen weiter mit den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der Pandemie kämpfen und zugleich mit viel Kraft, Enthusiasmus und Gemeinschaftssinn die Grundlagen für einen gesunden Aufschwung in unserer Stadt legen. Die Krise, aus der wir kommen und in mindestens gleichem Maße auch jene, vor denen wir unmittelbar stehen – insbesondere die Klima- und die Fachkräftekrise –, werden uns alle weiter gemeinsam fordern.“

Stemmann drückt aufs Tempo: „Die Zeit drängt. Wenn die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften im Klimaschutzhandwerk nicht sofort und nachhaltig verstärkt gefördert wird, gelingt die Klimawende nicht. Wenn die Verkehrspolitik die speziellen Bedarfe des Handwerkerverkehrs nicht sofort und nachhaltig berücksichtigt, ist die Versorgungssicherheit mit handwerklichen Produkten und Dienstleistungen ernsthaft in Gefahr. Wenn Handwerksstrukturen nicht sofort und nachhaltig in Stadtentwicklungspläne integriert werden, wandern immer mehr Betriebe mitsamt Ausbildungs- und Arbeitsplätzen ab. Auch eine 15-Minuten-Stadt bleibt dann nur Vision.“

Vom Senat erwartet Stemmann rasches Handeln zum Wohle des Handwerks und der Stadt: gemeinsam mit der Kammer auf Grundlage des Masterplans Handwerk 2030, einer Handwerkerhofstrategie, eines Mobilitätsplans Handwerksverkehr und am Runden Tisch der Fachkräfteinitiative Klimaschutzhandwerk: „Wir dürfen die großen Aufgaben nicht dreimal rot angestrichen in unserem Pflichtenheft stehen lassen, sondern müssen sie jetzt sofort konsequent miteinander angehen und gemeinsam bewältigen.“

In einem Namensbeitrag „2G – gemeinsam gefordert“ beleuchtet der Kammerpräsident die Situation des Handwerks in der Corona-Krise und beschreibt die Kammerpositionen mit Blick auf die Verkehrswende, die Klimawende sowie die Stadtentwicklung. Das Textdokument finden Sie hier zum Download. Auch ein Video-Grußwort des Präsidenten zum Jahresschluss 2021 ist auf der Download-Seite abrufbar.