15.06.2026Red Storm Business: hamburgweiter Aktionstag für Betriebe
Die Handwerkskammer ist Partnerin des Krisenaktionstags der Handelskammer am 24. September 2026: Unternehmen sind eingeladen, Notfallszenarien im eigenen Betrieb durchzuspielen und ihre Handlungsfähigkeit auf den Prüfstand zu stellen
Hamburg, 15 Juni 2026 – Cyberangriffe, Stromausfälle, Störungen kritischer Infrastruktur: Krisenszenarien, die lange als Ausnahme galten, gehören inzwischen zum Risikoumfeld vieler Unternehmen. Im Geschäftsalltag fehlt aber häufig die Zeit, die eigene Krisenfähigkeit zu überprüfen. Mit Red Storm Business initiiert die Handelskammer mit ihren Partnern erstmals einen hamburgweiten Aktionstag zur Krisenvorsorge.
Mit Red Storm Business initiiert die Handelskammer mit ihren Partnern erstmals einen hamburgweiten Aktionstag zur Krisenvorsorge. Am 24. September 2026 sind Unternehmen aller Größen und Branchen eingeladen, ein Krisenszenario im eigenen Betrieb durchzuspielen und ihre Handlungsfähigkeit auf den Prüfstand zu stellen.
Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, vom abstrakten Bewusstsein für Risiken ins konkrete Handeln zu kommen. Die Aktion findet im Kontext der zivilmilitärischen Übung Red Storm Charlie (24. bis 26. September) statt, bei der das Hamburger Landeskommando der Bundeswehr die gemeinsame Reaktion von Militär, Blaulichtorganisationen und Unternehmen auf Krisenszenarien übt.
Prof. Norbert Aust, Präses der Handelskammer Hamburg, betont dabei die Verantwortung der Wirtschaft: „Die Resilienz unseres Standorts hängt auch von der Widerstandsfähigkeit seiner Unternehmen ab. Jedes Unternehmen, das sich mit Krisenvorsorge beschäftigt, stärkt nicht nur die eigene Handlungsfähigkeit, sondern leistet auch einen Beitrag zur Stabilität von Lieferketten, zur Versorgungssicherheit des Standorts und übernimmt Verantwortung für seine Mitarbeitenden. Die Handelskammer-Initiative Red Storm Business schafft dafür einen niedrigschwelligen Einstieg.“
„Red Storm Business bereitet Unternehmen auf Krisen und Notlagen vor. Damit tragen die Unternehmen zur gesellschaftlichen Resilienz bei und stärken so auch die Gesamtverteidigungsfähigkeit“, ergänzt Kapitän zur See Kurt Leonhards, Kommandeur des Landeskommandos Hamburg.
Mit dem Aktionstag und dem Krisenszenario „Längerer Stromausfall“ schafft die Handelskammer einen Anlass für Unternehmen, sich mit der Frage der eigenen Krisenvorsorge zu beschäftigen. Im Vorfeld erhalten die teilnehmenden Unternehmen erste Materialien als Orientierungshilfe. Jedes teilnehmende Unternehmen entscheidet für sich, wie und in welchem Umfang das Szenario „Längerer Stromausfall” im Betrieb geübt wird.
So können Unternehmen sich erstmals mit Krisenvorsorge beschäftigen oder bestehende Prozesse durchspielen. Sie können so mögliche Schwachstellen identifizieren und Ansatzpunkte für die Weiterentwicklung der eigenen Krisenvorsorge gewinnen. Jede Aktivität in diesem Kontext hilft, den Standort zu stärken. Im Nachgang bietet die Handelskammer Hamburg Möglichkeiten zum Austausch über ihre Erfahrungen und Erkenntnisse.
Bereits heute unterstützen mehr als 20 Hamburger Unternehmen die Initiative. Dazu zählen Großunternehmen wie ECE, EDEKA, die HHLA und Rheinmetall ebenso wie zahlreiche KMU, darunter Weinmann Emergency Medical Technology und Schryver Logistics sowie viele Handwerksbetriebe.
Gemeinsam die Resilienz des Wirtschaftsstandorts stärken: Stimmen unserer Partner
Dr. Philipp Murmann, Präsident UVNord, betont, dass eine strategische Krisenvorsorge für Unternehmen existenziell wichtig sei: „Unternehmen sollten sich präventiv auf disruptive Ereignisse einstellen, um den Geschäftsbetrieb zu sichern und ihre Existenz zu schützen. Eine gute Krisenvorbereitung hilft dabei, schneller und effizienter auf Ausnahmesituationen zu reagieren. Der Aktionstag „Red Storm Business“ bietet dafür einen guten Einstieg in das Thema. Mit der richtigen Vorsorge geht man gestärkt aus Krisen hervor.“
Dr. Hans Fabian Kruse, Präsident AGA Unternehmensverband: „Krisenvorsorge entscheidet im Ernstfall darüber, ob Unternehmen lieferfähig bleiben. Gerade im Groß- und Außenhandel hängen daran Warenströme, Kundenversorgung und funktionierende Lieferketten. Red Storm Business ist deshalb ein wichtiger Impuls, um Notfallpläne nicht nur irgendwo zu haben, sondern im eigenen Betrieb praktisch zu überprüfen. Wer Zuständigkeiten, Kommunikation und Prioritäten vorher klärt, gewinnt im Krisenfall wertvolle Zeit.“
Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer Hamburg: „Red Storm Business ist eine großartige Gelegenheit für Handwerksbetriebe, ihre Krisenfähigkeit unter realistischen Bedingungen zu testen. Sie müssen vorbereitet sein – um ihre eigene wirtschaftliche Handlungsfähigkeit zu sichern, aber auch als unverzichtbare Leistungserbringer für die Nahversorgung und den Erhalt der Infrastruktur. Der Aktionstag bietet einen unkomplizierten Einstieg. Zusammen mit Handelskammer, Innenbehörde und Landeskommando Hamburg stärken wir die Widerstandskraft des Handwerks und rüsten Hamburg für mögliche Krisensituationen."
Andreas Pfannenberg, Vorstandsvorsitzender des Industrieverband Hamburg: „Verteidigung beginnt weit vor der Kaserne – sie beginnt in der Industrie. Wahre krisenhafte Vorsorge bedeutet heute, dass wir Unabhängigkeit bei Rohstoffen, Technologie und Produktion schaffen. Frei nach dem Motto: ‚Frieden sichert man nicht durch Absichten, sondern durch die Fähigkeit, sich selbst zu schützen.‘ Darauf müssen wir uns auch in Hamburg vorbereiten. Unsere Industrie ist der Schutzschild, den wir stärken müssen, bevor die Krise da ist. Mit dem Aktionstag Red Storm Business bieten wir unseren Industrieunternehmen die Gelegenheit, ihre eigene Krisenfähigkeit zu testen, um im Ernstfall besser vorbereitet zu sein.“