Foto: Stefan Roehl

Signal-Iduna Umwelt- und Gesundheitspreis

Vier Innovationen und Projekte aus Aachen, Ettlingen, Freiburg/Brsg. und Hamburg wurden am 25.10.2019 ausgezeichnet.

Von einer innovativen Technik zur besseren Sortierung von Kunststoff-Abfällen über eine Wiederaufarbeitung von alten PCs, Notebooks und Smartphones mit hoher Refurbishing-Quote und einem Projekt der besseren Nutzung von Ernteabfällen in der dritten Welt bis hin zu einem Verein, der Kinder und Jugendliche ganz praktisch Umwelt- und Naturschutz erleben lässt, reichten die cleveren Konzepte und Verfahren, die am 25.10.2019 mit dem 19. SIGNAL IDUNA Umwelt- und Gesundheitspreis der Handwerkskammer Hamburg ausgezeichnet wurden.

Das Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik (ZEWU) der Handwerkskammer betreut den Preis zusammen mit der SIGNAL IDUNA Gruppe. Die Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks von der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz als Schirmherrin und Ulrich Leitermann, der Vorsitzende der Vorstände der SIGNAL IDUNA Gruppe, verleihen die Preise gemeinsam mit Hjalmar Stemmann, dem Präsidenten der Handwerkskammer Hamburg, im ELBCAMPUS, dem Kompetenzzentrum der Kammer.

Die Jury vergab den ersten Preis (dotiert mit 6.000 Euro) an Sandra Haußecker und Philip Moesslein, polysecure GmbH, aus Freiburg im Breisgau für ein sehr innovatives Verfahren, in dem Kunststoffe bereits bei der Herstellung mit Fluoreszenzfarbstoffen versehen werden, die für das Auge unsichtbar sind. Von Sortieranlagen können diese Farbmarkierungen jedoch sehr gut erkannt und die Kunststoffe besser sortiert werden, auch wenn sie z.B. verschmutzt sind oder äußerlich völlig gleich aussehen.

Beim zweiten Preisträger (4.000 Euro), Alexandra Warnke vom gemeinnützigen Verein „Durch Erleben lernen e.V.“, handelt es sich um eine Naturschule, die in Kooperation mit einer Stadtteilschule konsequent im Freien Erlebnisunterricht zu den Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz durchführt. 75 Schüler in einer Lebensphase, in der sie sich vom Elternhaus lösen, sich auf die Suche nach eigenen Werten machen und die geprägt ist von vielen Konsumentscheidungen, sind über Ihren Wahlpflichtkurs “Zukunft“ direkt über drei Jahre lang in das Projekt eingebunden. Dadurch findet ein außergewöhnliches und ganzheitliches Lernen statt.

Die AfB gGmbH, vertreten durch den Geschäftsführer Daniel Büchle, erhielt den dritten Preis (3.000 Euro) für die nachhaltige Verbindung von Abfallvermeidung und Inklusion. Seit 2004 hat sich AfB darauf spezialisiert, ausgemusterte IT-Hardware von Banken, öffentlichen Einrichtungen und großen Konzernen zu übernehmen, z.B. von der OTTO Group, Fielmann, Montblanc und Tchibo, und diese nach Datenlöschung zu prüfen, aufzubereiten, aufzurüsten und anschließend in den AfB-Shops oder über den Onlineshop zu verkaufen. Außergewöhnlich an diesem IT-Refurbishing-Unternehmen ist, dass alle Arbeitsschritte von behinderten und nicht-behinderten Menschen gemeinsam verrichtet werden; etwa 47% Prozent der MitarbeiterInnen davon sind Menschen mit einer Behinderung.

Ein Sonderpreis (2.000 €) ging an Ben Yaschar Barenhoff für ein studentisches Projekt mit elf Studierenden aus acht Studiengängen an der Universität Aachen. Angesichts der Tatsache, dass für Beheizung und zum Kochen in Afrika mehrere Millionen Hektar Wald pro Jahr abgeholzt werden, und den aus der Verbrennung im Küchen-/Wohnraum entstehenden Gesundheitsgefahren hat die Projektgruppe ein Verfahren entwickelt, mit dem unter Einsatz von einfacher Technik und daher mit geringen Kosten Ernteabfälle zu Biokohle pyrolysiert werden können, welche deutlich sauberer verbrennen.

Der mit insgesamt 15.000 Euro dotierte Preis würdigt alltagstaugliche Innovationen für nachhaltiges Wirtschaften und zur Gesundheitsvorsorge, die Modellcharakter haben, also zur Nachahmung anregen. Es geht um Konzepte, mit denen sich in Betrieben Energie einsparen, ein gesundes Arbeitsumfeld schaffen oder umweltschonend produzieren lässt. Seit 1987 wurden in nunmehr 19 Verleihungen 49 Konzepte, Erfindungen und praktikable Ideen prämiert.

Der SIGNAL IDUNA Umwelt- und Gesundheitspreis der Handwerkskammer wird weiter ausgeschrieben und Ende 2021 zum 20. Mal verliehen!

Kontakt

Dieter Fuhrmann
Tel.: 040 35905-810
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Förderung

Der Signal-Iduna Umwelt- und Gesundheitspreis der Handwerkskammer Hamburg wird gefördert durch die Signal-Iduna Gruppe.

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