Johannes Noldt | BHH Hamburg
v.l.n.r.: Prof. Dr. Uwe Schaumann (BWL-Hochschullehrer, Berufliche Hochschule Hamburg), Claus Lewien (Stifter Lewien-Förderpreis), Dr. Joachim von Kiedrowski (Vizepräsident für Studium und Lehre, BHH), Ole Lukas Zimmermann (BHH-Absolvent, Preisträger), Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser (Präsident Bundesinstitut für Berufsbildung) , Christoph Herting (Hauptgeschäftsführer Handwerkskammer Hamburg), Thomas Rath (Vizepräsident Handwerkskammer Hamburg)

25.03.2026Chance fürs Handwerk: duales Studium für Fach- und Führungskräfte von morgen

Handwerkskammer Hamburg, Berufliche Hochschule Hamburg (BHH) und Lewien-Stiftung zeichnen BHH-Absolventen aus dem Handwerk für besondere Leistungen aus – auf einem Bildungsweg, der fürs Handwerk und den Hochschulstandort Hamburg immer wichtiger wird

Hamburg, 25. März 2026 – Das Handwerk braucht qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Das duale Studium ist ein zukunftsfähiger Bildungsweg, für den sich Hamburg als zunehmend bedeutender Standort positioniert. Welche Chancen in der Verbindung von Praxis, Berufsschule und Hochschule liegen, zeigte eine Veranstaltung von Handwerkskammer Hamburg, Beruflicher Hochschule Hamburg (BHH) und Lewien-Stiftung zur Förderung des Hamburger Handwerks.

Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), dessen Karriere selbst im Bäckerhandwerk begann, hob die Bedeutung durchlässiger Bildungswege zwischen beruflicher und akademischer Bildung für die Fachkräftesicherung hervor: „Studienintegrierende Angebote, wie die der BHH, verbinden betriebliche Praxis, Berufsschule und Hochschule zu einer neuen Qualität des Lernens – praxisnah, anschlussfähig und innovationsorientiert. Gerade für das Handwerk liegt darin eine große Chance, leistungsstarke junge Menschen zu gewinnen, neue Karrierewege zu eröffnen und Fachkräfte nachhaltig zu sichern.“

Ole Lukas Zimmermann ist diesen Bildungsweg gegangen. Der Absolvent des Studiengangs „BWL – Management von kleinen und mittleren Unternehmen“ an der Beruflichen Hochschule Hamburg wurde im Rahmen der Veranstaltung mit dem Förderpreis der Lewien-Stiftung zur Förderung des Hamburger Handwerks ausgezeichnet: „Die studienintegrierende Ausbildung war eine große Herausforderung, aber auch eine enorme Chance. Ich konnte mich sowohl handwerklich als auch betriebswirtschaftlich weiterentwickeln und früh Verantwortung im Betrieb übernehmen.“

Nach mehreren Jahren in der Gastronomie hat Zimmermann einen beruflichen Neustart gewagt. Mit 32 Jahren beginnt er eine Ausbildung zum Ofen- und Luftheizungsbauer bei der Elbkamine Hamburg GmbH und absolviert parallel das BWL-Studium an der BHH. Der Weg ist anspruchsvoll: Ausbildung, Studium und Familienleben laufen parallel. Dennoch gelingt ihm der erfolgreiche Abschluss. Heute arbeitet er als Assistent der Geschäftsführung in seinem Ausbildungsbetrieb und unterstützt unter anderem bei Kalkulation, Projektvorbereitung und organisatorischen Abläufen.

Rene Rückert, Geschäftsführer bei Lengemann & Eggers, hat selbst ein duales Studium im Handwerk absolviert: „Für Handwerksbetriebe entsteht dadurch ein echter Mehrwert. Wir gewinnen Nachwuchskräfte, die sowohl Anpacker als auch Manager sind, also jeweils ein tiefes Verständnis für beide Seiten mitbringen. Das bringt unsere Arbeit entscheidend voran.“

Thomas Rath, Vizepräsident der Handwerkskammer Hamburg: „Das duale Studium eröffnet dem Handwerk neue Chancen, qualifizierte Fach- und Führungskräfte aus den eigenen Reihen zu entwickeln. Wenn Praxis im Betrieb und akademisches Wissen zusammenkommen, profitieren davon der Nachwuchs, die Betriebe und der Wirtschaftsstandort Hamburg.“



 

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