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MedienblickKlimaentscheid und Mutterschutz in den Schlagzeilen

Der „Zukunftsentscheid" zur Klimaneutralität Hamburgs war beherrschendes Medienthema der letzten Wochen – auch das Handwerk kam zu Wort. Medieninteresse weckten ebenso die Belange selbstständiger Handwerkerinnen und der Karriereweg einer Straßenbauerin. Oft bringt die Handwerkskammer wichtige Themen selbst auf die Agenda. Der „Medienblick" liefert eine aktuelle Auswahl an relevanten Beiträgen.  

Klimaentscheid: Hamburgs Wirtschaft bereitet der Ausgang des sogenannten Zukunftsentscheids Sorgen: Standorte könnten verlagert, Arbeitsplätze abgebaut werden. Gut 53 Prozent der teilnehmenden Bürger*innen hatten dafür gestimmt, dass Hamburg bereits bis zum Jahr 2040 klimaneutral werden muss, nicht erst 2045, wie vom Senat angestrebt. Für das Handwerk spricht Kammerpräsident Hjalmar Stemmann von „Unsicherheiten, die Investitionen in unseren Standort hemmen – und das in einer ohnehin schwierigen wirtschaftlichen Lage“. Bericht in der Online-Zeitung „Nord Wirtschaft".

Unternehmerinnen: Ein Problem, das selbstständige Handwerkerinnen trifft: Werden sie schwanger, geraten sie in eine prekäre soziale Situation, denn für Unternehmerinnen gibt es keinen gesetzlichen Mutterschutz. Auch Elterngeld ist selten möglich. Jörg Ungerer, Leiter politische Interessenvertretung bei der Handwerkskammer, fürchtet, dass sich viele Frauen gar nicht an eine Gründung wagen, weil sie nicht wissen, wie sie Schwangerschaft und Betriebsführung unter einen Hut bekommen sollen. Deutschland brauche ein gründerinnenfreundliches Klima, so Ungerer im Beitrag des „Hamburg Journals" im NDR-Fernsehen. 

Hafenhandwerk: Die Reeperbahn liegt in Hamburg-Hausbruch. Jedenfalls die 342 Meter lange Bahn, auf der die Firma Lippmann German Ropes aus vielen Einzelseilen Taue und Seile dreht. Über 100 Jahre Firmengeschichte und Erfahrung bringen die Mechaniker der Firma Hinrich Goltz & Söhne aus Finkenwerder mit, wenn sie im Hafen defekte Schiffsmechaniken reparieren. Benjamin Espinosa ist als Auszubildender dabei. Einen Einblick in die heutige Bedeutung des traditionellen Hafenhandwerks gibt die „Nordreportage", zu finden in der ARD-Mediathek.

Karriereweg: Nach ihrem Master als Bauingenieurin hat Anna Püstow noch eine Ausbildung als Straßenbauerin drangehängt. Sie findet den „kleinen, feierlichen Moment", wenn eine Baustelle fertig ist, erfüllender, als „auf die Masterarbeit zu blicken, an der man ein halbes Jahr gesessen hat". Heute arbeitet die 28-jährige Hamburgerin als Bauleiterin im Familienbetrieb KG Günter Püstow Straßenbau GmbH & Co. Die Bild-Zeitung stellt Anna Püstow vor. 

Wer mit seinen betrieblichen Themen, zum Beispiel Ausbildung, Innovation oder Nachhaltigkeit, gegebenenfalls für die Medienarbeit der Handwerkskammer zur Verfügung steht, kann Kontaktdaten und in Frage kommendes Thema an die Kommunikationsabteilung senden. So entsteht ein Pool für künftige Medienanfragen (Kontakt: siehe Kasten).