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KonjunkturStillstand statt neuem Schwung

Die von der Bundesregierung angestrebten Reformen befinden sich meistenteils noch im Stadium der Ankündigung –  und das Hamburger Handwerk wartet weiter auf eine erkennbare Belebung. Einer geringfügigen Verbesserung der Lage stehen im Herbst-Konjunkturbericht der Handwerkskammer eher gedämpfte Erwartungen gegenüber. Der Wert des Geschäftsklima-Index HHX ist geringfügig gesunken.

Die Hamburger Handwerkerinnen und Handwerker antworten auf die Frage nach ihrer aktuellen Geschäftslage fast unverändert zum Frühjahr. Lag der Anteil der Betriebe, die eine gute Geschäftslage melden, dato bei 42 Prozent, sind es aktuell 44 Prozent. In einer schlechten Situation befinden sich derzeit circa 17 Prozent der Befragten (gegenüber 18 Prozent im Frühjahr). Etwas verschlechtert hat sich die Situation im Vergleich zum vergangenen Herbst. Seinerzeit sahen sich noch 48 Prozent in einer guten Verfassung.

Mit Blick auf die kommenden Monate erwartet die überwiegende Mehrheit der Betriebe (65 Prozent) keine Veränderung der Lage. Während 15 Prozent eine Verbesserung erwarten, gehen rund 20 Prozent von einer Eintrübung ihrer Situation aus.

Wirtschaftlich bewegt sich das Hamburger Handwerk weiter seitwärts, wobei das saisonbedingte Absinken des Geschäftsklimaindikators im Vergleich zu den beiden vergangenen Jahren etwas deutlicher ausfällt. Die Erwartungen für das laufende vierte Quartal des Jahres sind in den Wert mit eingeflossen. 

Grafik HHX

Die Beschäftigung bleibt im Hamburger Handwerk stabil. Erneut melden mehr als zwei Drittel der befragten Betriebe eine unveränderte Mitarbeiterzahl. Die übrigen Betriebe berichten je zur Hälfte über gesunkene beziehungsweise gestiegene Beschäftigtenzahlen. Im Frühjahr hatte der Anteil derjenigen Betriebe, die einen Personalrückgang verzeichneten, noch merklich überwogen. 

Bei der Umsatzentwicklung gibt es vermehrt negative Vorzeichen: Während etwas mehr als die Hälfte der befragten Betriebe gegenüber dem vergangenen Quartal praktisch unveränderte Umsätze meldet, beklagen 32 Prozent verringerte Erlöse. Nur 16 Prozent berichten dagegen über gestiegene Umsätze. Damit hat sich die Situation im Vergleich zum Herbst des Vorjahres eher verschlechtert, denn zu dem Zeitpunkt konnten 22 Prozent der Befragten über gestiegene Umsätze berichten, nur etwa 25 Prozent mussten Einbußen hinnehmen. Eine ähnliche Entwicklung zeigt sich beim Auftragsbestand: Tendenziell werden die Auftragsbücher dünner.

Die schon seit Jahren zu beobachtende geringe Investitionstätigkeit im Hamburger Handwerk hält an. Die Zahl der Betriebe, die ihre Investitionen zurückgefahren haben, ist von 26 auf 28 Prozent gestiegen. Zugleich gab es einen Zuwachs bei den Betrieben, die stärker investiert haben, von 15 auf 21 Prozent.

Details zu den Entwicklungen in den einzelnen Handwerksbranchen, zu Verkaufspreisen und Investitionen enthält der vollständige Konjunkturbericht (Link: siehe Kasten; dort ist der Herbst-Bericht in Kürze abrufbar).

Regelmäßig mitmachen bei der Konjunkturumfrage
Etwas Mühe, die sich lohnt: Die Handwerkskammer Hamburg sucht noch regelmäßige Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die Konjunkturumfrage. Aktuelle und fundierte Aussagen über die wirtschaftliche Entwicklung im Hamburger Handwerk oder auch Informationen über Problemlagen können nur von den Handwerksbetrieben selbst kommen. Melden Sie sich gleich über diesen Link an. Sie bekommen dann zwei Mal im Jahr per E-Mail eine unverbindliche Einladung zur Teilnahme. In etwa fünf Minuten liefern Sie wichtige Daten für die Interessenvertretung.



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Tel.: 040 35905-453
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