VollversammlungThemenspektrum von Klimaschutz bis Berufsausweis
Gesundheitshandwerk, Vulkaniseurtechnik und Bestatterhandwerk – die Themen, die die Vollversammlung der Handwerkskammer Hamburg auf ihrer nächsten Sitzung beschäftigen, berühren ganz unterschiedliche Gewerke. Übergreifend geht es darüber hinaus um die Hamburger Klimaziele.
Im Oktober findet in Hamburg ein Volksentscheid zu der Frage statt, ob das Hamburgische Klimaschutzgesetz verschärft werden soll. Die Initiative „Hamburger Klimaentscheid" fordert, dass Hamburg bereits im Jahr 2040 klimaneutral sein soll (statt bisher 2045) und dass konkrete jährliche Minderungsziele für die CO2-Emissionen eingehalten werden. Die Vollversammlung will sich zu diesem Ansinnen mit einer Resolution positionieren.
Eine digitale Lösung soll künftig im Gesundheitswesen Behandlung und Therapie vereinfachen. Eine medizinisch-digitale Telematikinfrastruktur soll alle Akteure vernetzen. Ob Ärztin, Krankenhaus, Krankenkasse oder Augenoptiker – allen soll eine schnelle und sichere Kommunikation ermöglicht werden. Die Gesundheitshandwerke sind deshalb verpflichtet, sich der Telematikinfrastruktur bis spätestens 1. Januar 2026 anzuschließen. Die Anbindung erfordert im ersten Schritt für die Einrichtung sowie den Betrieb eines E-Health-Kartenterminals den sogenannten elektronischen Berufsausweis (eBA) und die Institutionskarte (SMC-B). Beide werden durch die Handwerkskammer bereitgestellt. Die Vollversammlung berät über die dafür anzusetzenden Gebühren.
Außerdem auf der Tagesordnung: Der Bundesverband Deutscher Bestatter will die Meisterpflicht für das Bestatterhandwerk durchsetzen. Dazu wird die Vollversammlung Stellung beziehen. Eine Änderung steht bei den überbetrieblichen Unterweisungslehrgängen für Mechaniker*innen für Reifen und Vulkanisationstechnik zur Entscheidung an: Diese sollen künftig in Erfurt (statt bisher München) stattfinden.
Das Parlament des Hamburger Handwerks tagt öffentlich. Interessierte können als Gäste teilnehmen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.