Arbeits- und GesundheitsschutzVerpflichtend, aber mit positiven Folgen
Wer im Freien arbeitet, muss Acht geben: Die Kraft der Sonne kann nicht nur im Sommer, sondern auch schon im Frühjahr gesundheitsgefährdend sein. Der Hitzeschutz ist ein Feld von vielen des betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes. Welche Grunderfordernisse es hier gibt, dazu können sich Betriebe bei der Handwerkskammer kostenfrei beraten lassen.
Für die Gesundheit und Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sorgen ist eine kaum zu unterschätzende Grundlage für den Erfolg eines Unternehmens. Arbeits- und Gesundheitsschutz sind gesetzlich vorgeschrieben und viele Unternehmen sind sich der Bedeutung des Themas heute durchgängig bewusst. Allerdings liegt die Hürde häufig in mangelnden Kenntnissen über geeignete Wege zur praktischen Umsetzung.
Die Handwerkskammer berät im persönlichen Gespräch über die Grunderfordernisse und erörtert erste angemessene Umsetzungsmaßnahmen. Die Beratung erfolgt durch eine ausgebildete Fachkraft für Arbeitssicherheit und ist individuell auf das jeweilige Gewerk zugeschnitten (Kontakt: siehe Kasten).
Welche Maßnahmen sind nun angezeigt, um die Belastung bei Hitze zu reduzieren? Hier gilt das TOP-Prinzip, wie das Magazin NordHandwerk in seinem „Blickpunkt" zum Thema schreibt: Dabei werden zunächst technische, dann organisatorische und zuletzt persönliche Maßnahmen ergriffen. Zu den technischen Maßnahmen gehört, Schattenspender wie Wetterschutzzelte oder Sonnensegel bereitzustellen. Organisatorisch kann das Arbeitspensum der Mitarbeitenden gesenkt und durch den Einsatz von Hilfsmitteln schwere körperliche Arbeit verringert werden. Zusätzliche Pausen sind ebenfalls eine Option. Zu den persönlichen Maßnahmen zählen das Tragen von Kühlkleidung und Kopfbedeckungen mit einem feuchten Nackenschutz, als Teil der persönlichen Schutzausrüstung (PSA), sowie die Möglichkeit zu Pausen in einer kühleren Umgebung.
Zur Vorbeugung gehört auch eine arbeitsplatzbezogene Unterweisung, die Mitarbeitende unter anderem mit den technischen Maßnahmen vertraut macht und für Symptome von hitzebedingten Erkrankungen sensibilisiert (Link zum Beitrag: siehe Kasten).