20. Mai 2026Vorbereitet auf den Krisenfall: Was Sie für Ihren Betrieb tun können
Landeskommando Hamburg, Innenbehörde und Hamburger Handwerk tauschen sich zu Vorsorgemaßnahmen in Ausnahmesituationen aus – Checkliste mit fünf Handlungsschwerpunkten für Handwerksbetriebe
Hamburg, 20. Mai 2026 – Die Sicherheitslage in Deutschland hat sich grundlegend verändert. Cyber-Angriffe, Sabotageakte an Infrastruktur und Energieversorgung gehören inzwischen zum alltäglichen Lagebild. Die Informationsveranstaltung „Gewappnet für den Krisenfall" in der Handwerkskammer Hamburg ist am Dienstagabend auf großes Interesse gestoßen: Rund 60 Inhaber, Meister und Betriebsleiter aus Hamburger Handwerksbetrieben nutzten die Gelegenheit, sich mit Sicherheitsexperten und Vertretern der öffentlichen Hand über konkrete Vorsorgemaßnahmen auszutauschen.
Die Veranstaltung verdeutlichte: Handwerksbetriebe sind in Krisenzeiten unverzichtbar für die Versorgungssicherheit und Infrastruktur einer Stadt. Gleichzeitig müssen sie ihre Betriebe selbst auf Ernstfälle vorbereiten, um bei Stromausfällen, Lieferengpässen, unterbrochener Telekommunikation oder anderen Notlagen weiter einsatzbereit sein zu können. Entsprechend wichtig ist ein aktiver Dialog zwischen Handwerk, Behörden und Bundeswehr.
Oberstleutnant Jörn Plischke vom Landeskommando der Bundeswehr in Hamburg und Oliver Krückel, Leiter Krisenbewältigung und Bevölkerungsschutz bei der Behörde für Inneres und Sport, informierten die Teilnehmenden über konkrete Szenarien, praktische Vorbereitungsmaßnahmen und bestehende Unterstützungsangebote. Der intensive Austausch machte deutlich: Prävention, Vernetzung und regelmäßiges Krisen-Training sind der Schlüssel zum Erhalt der betrieblichen Handlungsfähigkeit.
Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer Hamburg: „Ich danke der Innenbehörde und dem Landeskommando Hamburg herzlich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Gemeinsam können wir die Widerstandskraft unseres Handwerks stärken und Hamburg besser für mögliche Krisensituationen rüsten."
Die Handwerkskammer bietet ihren Betrieben eine Checkliste mit konkreten Handlungsempfehlungen an. Diese reichen von der Identifikation kritischer Schlüsselfunktionen im Betrieb über technische Redundanzen (Dieselgenerator, USV-Systeme, Offline-Messenger) bis hin zur Etablierung von Papier-Ordnern mit wichtigen Dokumenten und Kontakten – für den Fall, dass digitale Systeme ausfallen. Maßnahmenvorschläge gibt es darüber hinaus zum Aufrechterhalten von Lieferketten, zur Krisenkommunikation und zu einschlägigen Gesetzen.