MedienblickZwischen Boom und Lücke
Was lässt sich gegen die Fachkräftelücke tun? Warum entwickelt das Bestatterhandwerk so große Anziehungskraft auf junge Menschen? Das waren Fragen rund ums Handwerk in Hamburg und darüber hinaus, auf die die Medien zuletzt Antworten suchten. Die Handwerkskammer bringt auch selbst wichtige Themen auf die Agenda, so die Forderungen der Wirtschaft für die Koalitionsverhandlungen im Bund und in Hamburg. „Medienblick" liefert eine aktuelle Auswahl an relevanten Artikeln.
Koalitionsverhandlungen: Die Wirtschaft kommt zu kurz bei den Koalitionsverhandlungen im Bund und in Hamburg. Die Hamburger Wirtschaft in Gestalt von Handels- und Handwerkskammer sowie dem Arbeitgeberverband UVNord fordert in einer gemeinsamen Erklärung, der Wirtschaft wieder den Stellenwert zu geben, den sie verdient, und stellt sich damit, unterstützt auch von zahlreichen Innungen, hinter die Forderungen der Spitzenverbände auf Bundesebene. Mit der Entscheidung, schnelleres Planen und Bauen zu ermöglichen, greift Rot-Grün in Hamburg bereits eine der Forderungen auf, schreibt das Tagesjournal, der Hamburg-Newsletter (Beitrag aufrufen).
Baufestival: Selbst ausprobieren lautete die Devise beim dreitägigen Baufestival der Bauwirtschaft in dieser Woche in Steilshoop. Im Ausbildungszentrum Bau erlebten 900 Schülerinnen und Schüler, wie Mosaike gelegt werden und wie die Zusammenarbeit mit einem Abbruchroboter aussieht. Roboter und Maschinen ersetzen aber keine Handwerker*innen, im Gegenteil: 280 freie Lehrstellen stehen für den Nachwuchs bereit, weiß das Hamburg Journal zu berichten.
Bildungshaus: „Das Thema Azubi-Wohnen ist für die Gewinnung der besten Nachwuchskräfte in unserer Stadt ein entscheidender Schlüssel", betont Finanzsenator Andreas Dressel. In Bramfeld soll deshalb jetzt ein „Bildungshaus plus" entstehen. Im Erdgeschoss ist eine Kindertagesstätte geplant, in den oberen drei Geschossen Wohnraum für 80 Auszubildende. Baustart ist voraussichtlich 2026. Die Miete soll dank öffentlicher Förderung bei 258 Euro im Monat liegen. Bericht im Hamburger Abendblatt (Vollversion kostenpflichtig).
Ausbildungsboom: Während in anderen Branchen die Auszubildenden fehlen, hat sich ihre Zahl im Bestattungswesen seit 2013 bundesweit auf derzeit knapp 1.000 mehr als verdoppelt. Vor allem junge Frauen wie Fanny Grandjean erlernen den vielfältigen Beruf. Grandjean macht ihre Ausbildung in Schenefeld und wurde einen Tag lang von einer Spiegel-Reporterin bei der Arbeit begleitet. Der Spiegel-Podcast „Shortcut" fragt nach den Gründen der Entwicklung. Anhören unter diesem Link.
Dachhaie: Von ihren Negativerfahrungen mit unseriösen Dachdeckern, sogenannten Dachhaien, berichtet eine Hamburger Hauseigentümerin. Sie zahlte 30.000 Euro in bar und musste wegen mangelhafter Ausführung eine andere Firma mit Nacharbeiten beauftragen. Die Verbraucherzentrale Hamburg rät dazu, für Dacharbeiten mehrere Angebote von ortsansässigen Firmen einzuholen. Tipps, um sich zu schützen, kommen auch von der Dachdeckerinnung. Zu sehen war der Beitrag im Hamburg Journal.
Fachkräftelücke: Schlagzeilen über den Mitarbeitermangel im Handwerk sind für den Politikstudenten Edem Hounkali der Ausgangspunkt für eine Recherche. Im Video-Interview fragt er Handwerkskammer-Präsident Hjalmar Stemmann nach Lösungsansätzen. Kann die Digitalisierung eine Hilfe sein? Welche Bedeutung haben Migrantinnen und Migranten sowie Geflüchtete für das Handwerk? Das Video ist über den Youtube-Kanal der Handwerkskammer abrufbar.
Wer mit seinen betrieblichen Themen, zum Beispiel Ausbildung, Innovation oder Nachhaltigkeit, gegebenenfalls für die Medienarbeit der Handwerkskammer zur Verfügung steht, kann Kontaktdaten und in Frage kommendes Thema an die Kommunikationsabteilung senden. So entsteht ein Pool für künftige Medienanfragen (Kontakt: siehe Kasten).