Corona-Krise – Informationen für Betriebe


Foto: istock.com / Handwerkskammer Hamburg

Corona-Krise

Die aktuelle Situation wirft viele Fragen auf. Was Handwerksbetriebe, Angestellte, Azubis und Solo-Selbständige jetzt wissen sollten. Ein Überblick. 

Handwerkskammer bleibt erreichbar

Wir arbeiten aber auch hinter geschlossenen Türen und sind unter der Nummer 040 35905-0, sowie der der Corona-Hotline 040 35905-302 und per Mail info(at)hwk-hamburg.de zu erreichen. 

Aktuelles

Wir ordnen handwerksrelevante Nachrichten für Sie ein. Die neusten oder von uns aktualisierten Beiträge finden Sie gleich am Anfang dieser Seite, unterteilt in „Finanzen“ und „Weiteres“: 

Finanzen

Miet- und Energiekosten runterfahren

(Stand: 30.03.2020)

Von der Corona-Krise geschädigte Mieter städtischer Gewerbe-Immobilien können zinslose Mietstundungen beantragen und mit öffentlichen Versorgern reduzierte Abschlagszahlungen vereinbaren. Auch die Saga ermöglicht Stundungen.

Handwerksbetriebe, die – wie etwa die Mieter des Handwerkerhofs Meistermeile am Offakamp – ihre Gewerbeflächen bei städtischen Immobilienunternehmen anmieten, können zinslose Mietstundungen beantragen.

Von der Corona-Krise geschädigte Mieter städtischer Gewerbe-Immobilien können zinslose Mietstundungen beantragen und mit öffentlichen Versorgern reduzierte Abschlagszahlungen vereinbaren. Auch die Saga ermöglicht Stundungen.

Handwerksbetriebe, die – wie etwa die Mieter des Handwerkerhofs Meistermeile am Offakamp – ihre Gewerbeflächen bei städtischen Immobilienunternehmen anmieten, können zinslose Mietstundungen beantragen. Städtische Vermieter wie die Sprinkenhof AG, GMG, HHLA und der Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen (LIG) stunden Mieten bis zu einer Dauer von drei Monaten. Es reicht ein formloser Antrag, aus dem begründet hervorgehen muss, dass der Mieter durch die Corona-Krise wirtschaftliche Einbußen erleidet. Auch das städtische Wohnungsunternehmen Saga ermöglicht gewerblichen Mietern Stundungen und will Kündigungen wegen Mietrückständen verhindern.

Schutz vor Mietkündigungen

Letzteres dürfte ohnehin schon in Kürze verpflichtend werden: Der Bundesrat hat Ende März ein Gesetz genehmigt, das von der Krise betroffene gewerbliche wie private Mieter bis Ende Juni 2020 vor Mietkündigungen schützen soll, sofern diese aus durch die Corona-Pandemie verursachten Zahlungsschwierigkeiten resultieren. Die Bundesregierung kann bei Bedarf die Frist per Verordnung bis Ende September verlängern. Mit Zustimmung des Bundestags ist sogar eine darüber hinausgehende Verlängerung möglich. Strom- und Internetkunden sowie Kreditnehmer*innen werden durch ähnliche Regelungen geschützt.

Abschlagszahlungen reduzieren

Zudem bieten die öffentlichen Versorgungsunternehmen wirtschaftlich geschädigten Unternehmenskunden, die in der aktuellen Lage nur wenig Strom, Wasser und Wärme verbrauchen sowie ein nur geringes Müllaufkommen haben, reduzierte Abschlagszahlungen an. Informationen für Betriebe gibt es beim Kundenservice von Hamburg Energie, Tel.: 3344-1010, E-Mail: kundenservice(at)hamburgenergie.de, und Hamburg Wasser, Tel.: 7888 2222, E-Mail: servicecenter(at)hamburgwasser.de.

Weitere Informationen

Zinslose Mietstundung für Mieter städtischer Gewerbe-Immobilien

Versorger machen Reduktion von Abschlägen möglich

Schutz von Mieter*innen in Zeiten der Corona-Pandemie (Bundesjustizministerium)

(Quelle: Handwerksinfo)

Hamburger Schutzschirm: Förderrichtlinie und Infos zum Antrag

(Stand: 30.03.2020, 17 Uhr)

Ab heute will die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) Anträge im Rahmen der Corona-Soforthilfe entgegennehmen. Diese können dann ausschließlich in der vorgegebenen digitalen Form über die Verlinkung auf der Homepage der IFB Hamburg gestellt werden. Förderrichtlinien stellt die IFB schon jetzt zur Verfügung.  Demnach sind kleine und mittlere Unternehmen und Unternehmen der Landwirtschaft mit bis zu 250 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) antragsberechtigt. Zur Berechnung der Vollzeitäquivalente muss die Arbeitshilfe Mitarbeiterliste genutzt werden. Bitte beachten Sie die in der Excel aufgeführten Ausfüll-Hinweise.

Noch sind die Antragsformulare nicht online. Bei der IFB Hamburg wird aber mit Hochdruck an der Umsetzung gearbeitet. Die Antragsstellung kann bis zum 31. Mai erfolgen!

Wie wird der Antrag ausgefüllt?

Die Antragsformulare sind noch nicht veröffentlicht, aber es gibt schon Hilfestellungen zum Ausfüllen:

FAQ Hilfestellungen zum Ausfüllen

Link zur IFB

Mitarbeiterliste 

BWVI-Hotline

Die Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation (BWVI) hat zur Information und Anfragen für die neue Hamburger Corona Soforthilfe eine Hotline und ihre Beratungskapazitäten aufgestockt.

040 428 28 1500

Westhagemann beantwortet Fragen

(30.03.2020, 17 Uhr)

Von heute an sollen kleine bis mittlere Unternehmen sowie sogenannte Solo-Selbstständige in Hamburg Hilfsgelder beantragen, die finanziell durch die Folgen des Coronavirus geschädigt werden. Im Laufe des Tages soll die Beantragung möglich sein. Der Senat hat unbürokratische Soforthilfe versprochen. Hamburgerinnen und Hamburger haben Wirtschaftssenator Michael Westhagemann (parteilos) am Montagmittag Fragen zu diesem Hilfspaket gestellt. Der Senator war live bei NDR 90,3 am Telefon zugeschaltet.

Die IFB Hamburg arbeitet mit Hochdruck daran, letzte Anlaufschwierigkeiten aus dem Weg zu räumen. Bis zum Montagabend waren die Formulare noch nicht abrufbar. Westhagemann begründete das mit letzten Sicherheitschecks. Weitere Antworten des Hamburger Wirtschaftssenators können beim NDR nachgelesen werden. 

ndr.de/nachrichten  

Video: So beantragen Sie Kurzarbeitergeld

(Stand: 30.03.2020)

Auf der Website der Bundesagentur für Arbeit wird in zwei leicht verständlichen Videos das Wichtigste zum Kurzarbeitergeld erklärt. Ein weiterer Film zeigt, wie der Dokumentenupload bei der Agentur funktioniert:

Arbeitsagentur/kurzarbeitergeld-video

Schutzschirm: Alle Betriebe sind antragsberechtigt

(Stand: 27.03.2020)

Die finanziellen Hilfen des Bundes und der Länder können von allen corona-geschädigten Betrieben in Anspruch genommen werden – unabhängig davon, ob sie unter die Schließungsverordnung im Rahmen einer Allgemeinverfügung fallen oder nicht. Bei den nicht rückzahlbaren Soforthilfen gilt: Der Landeszuschuss kommt aus dem Programm „Hamburger Corona Soforthilfe (HCS)“, der Bundeszuschuss aus der „Corona-Soforthilfe des Bundes“. Beide werden über die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB) abgewickelt.

Das Schutzschirm-Programm im Überblick (IFB)

Um detaillierte Informationen zu den einzelnen Programmen zu bekommen, kehren Sie bitte zurück auf unsere Übersichtsseite.

Kurz erklärt: Welche Finanzhilfen gibt es?

(Stand: 27.03.2020)

Bund und Land arbeiten breit angelegte Finanzhilfen für Unternehmen und Selbstständige aus. Dabei gilt es zwischen Zuschüssen und Darlehen zu unterscheiden. Zuschüsse können ab dem 30.03.2020 beantragt werden. Hier bieten wir Ihnen ein Überblick über die Maßnahmen und die richtigen Ansprechpartner. Wir informieren Sie sofort, wenn die Kriterien und Formulare bereitstehen.

Für Betriebe und Unternehmen, die durch die Corona-Pandemie unverschuldet in Not zu geraten drohen, bieten Bundesregierung und Hamburger Senat verschiedene Hilfsprogramme an. Zum einen handelt es sich um Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen, und zum anderen modifizierte bzw. neue Kreditprogramme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) des Bundes bzw. der Hamburgische Investitions- und Förderbank IFB mit besonders günstigen Konditionen.

Um detaillierte Informationen zu den einzelnen Programmen zu bekommen, kehren Sie bitte zurück auf unsere Übersichtseite.

Wichtige Beratungskontakte

Förderberatung der IFB:                            040 / 248 46 533

Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg:   040 / 611 700 100

Corona-Hotline Handwerkskammer:   040 / 359 05 302

Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB)

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Zuschuss-Mittel (ohne Rückzahlung)

(Stand: 27.03.2020)

Sowohl die Bundesregierung als auch der Hamburger Senat haben jeweils eigene Soforthilfe-Programme aufgelegt, welche unbürokratische Zuschüsse für kleine und mittlere Betriebe und Solo-Selbständige aus Hamburg beinhalten. Bundes- wie Landes-Soforthilfen werden in Hamburg miteinander verknüpft und zentral bei der IFB beantragt.

Die Beantragung erfolgt digital und soll ab 30.03.2020 erfolgen möglich sein.

Wir informieren Sie, wenn die Formulare bereitstehen.

Folgende Staffellungen sind vorgesehen:

Hamburger Corona-Soforthilfe:

  • 2.500 Euro (Solo-Selbständige)
  • 5.000 Euro (weniger als 10 Mitarbeiter)
  • 10.000 Euro (10-50 Mitarbeiter)
  • 25.000 Euro (51-250 Mitarbeiter)

Soforthilfe-Programm des Bundes:

  • Bis 9.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 5 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)
  • Bis 15.000 Euro Einmalzahlung für 3 Monate bei bis zu 10 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente)

Die Abstimmung zu den genauen Förderkriterien zwischen den Bundesministerien und Hamburg läuft derzeit auf Hochtouren, die technischen und personellen Voraussetzungen für eine schnellstmögliche Bearbeitung und Ausschüttung geschaffen. Mittlerweile haben für das über 150 Milliarden schwere Programm des Bundes sowohl der Bundestag als auch der Bundesrat ihre Zustimmung gegeben.

An dieser Stelle, in unserem Newsletter und über unsere Social-Media-Kanäle werden wir Sie über die weiteren Entwicklungen zu Fördermöglichkeiten und Links informieren.

Kurzfakten des Bundesfinanzministeriums zu Corona-Soforthilfen vom 26.03.2020 zum Download.

Kontakt zu IFB

Förderberatung der IFB:  040 / 248 46 533

Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB)

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es aufgrund des massiv erhöhten Anrufaufkommens bei allen Hotlines zu verlängerten Wartezeiten kommen kann.

Um weitere Informationen zu Finanzhilfen zu bekommen, kehren Sie bitte auf unsere Übersichtseite zurück.

Kredite und Bürgschaften (mit Rückzahlung)

(Stand: 27.03.2020)

Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB):

Wenn die Zuschüsse aus den Soforthilfen nicht ausreichen, gibt es ein neues Darlehens-Programm der IFB zur Sicherung der Liquidität bis zu einer Summe von 250.000 Euro – ergänzend zu den bestehenden, ebenfalls verbesserten Programmen der IFB und der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW.

Der neue Hamburg-Kredit Liquidität (HKL) wird direkt von der IFB Hamburg vergeben und ist ein Rettungsdarlehen für Betriebsmittel bis 250.000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus Hamburg, die durch die Corona-Pandemie in Liquiditätsschwierigkeiten geraten sind.

Für die Beantragung von Darlehen sind mehrere Unterlagen vorzulegen. Das sind:

  • Zusammenstellung von aussagekräftigen Unterlagen zum Beleg, dass sich Ihr Unternehmen vor der Corona-COVID-19 Krise nicht in Schwierigkeiten befunden hat. Am besten entsprechende BWA und/oder Jahresabschlüsse, insb. zum 31.12.2019.
  • Kurze Beschreibung, inwieweit Sie mit Ihrer Unternehmung von der Corona-COVID-19 Krise betroffen sind.
  • Abschätzung Ihres Liquiditätsbedarfs zur Deckung von laufenden Fixkosten über die nächsten drei Monate (bis Ende Juni)

Darüber hinaus gibt die bekannten Kredit-Produkte des „Hamburg-Kredits“ sowie Bürgerschaften über die Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg bis zu 1,25 Mio. Euro mit einer Bürgschaftsquote von bis zu 80 Prozent. Diese Hamburg-Kredite „Gründung und Nachfolge“ sowie „Wachstum“ werden grundsätzlich immer über die jeweilige Hausbank beantragt und abgewickelt. Sprechen Sie hier direkt ihren Kundenberater an.

Mehr Infos

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW):

Auch die KfW bietet Unterstützung für Betriebe an, die aufgrund der Corona-Pandemie in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind oder zu geraten drohen. Auch diese Kreditprogramme der KfW werden grundsätzlich immer über die jeweilige Hausbank beantragt und abgewickelt.

Die Programme stehen Unternehmen zur Verfügung, die wegen der Corona-Pandemie vorübergehend in eine finanzielle Schieflage geraten sind und bis zum 31.12.2019 nicht in Schwierigkeiten waren. Es können Investitionen und Betriebsmittel finanziert werden.

Diese Hilfen werden über die Programme KfW-Unternehmerkredit (037/047) und ERP-Gründerkredit - Universell (073/074/075/076) umgesetzt, deren Förderbedingungen verändert und erheblich erweitert werden. Daneben ermöglicht das Sonderprogramm „Direktbeteiligung für Konsortialfinanzierung“ (855) große Konsortialfinanzierungen unter Risikobeteiligung der KfW.

Anträge können ab heute über die Hausbank gestellt werden. Auszahlungen erfolgen schnellstmöglich. Eine einfache und unbürokratische Antragsbearbeitung wird sichergestellt. Sprechen Sie hier direkt ihren Kundenberater an.

Mehr Infos

Downloads

Kurzfakten zur KfW-Corona-Hilfe vom 23.03.2020

KfW-Information für Multiplikatoren vom 23.03.2020

Wichtige Beratungskontakte

Förderberatung der IFB:                            040 / 248 46 533

Bürgschaftsgemeinschaft Hamburg:   040 / 611 700 100

Corona-Hotline Handwerkskammer:   040 / 359 05 302

Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB)

Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass es aufgrund des massiv erhöhten Anrufaufkommens bei allen Hotlines zu verlängerten Wartezeiten kommen kann.

Um weitere Informationen zu Finanzhilfen zu bekommen, kehren Sie bitte auf unsere Übersichtseite zurück.

Berufsgenossenschaften unterstützen durch Stundungen

(Stand: 30.03.2020)

Zur Milderung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise bietet die Mehrheit der Berufsgenossenschaften Mitgliedsunternehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie in wirtschaftliche Not geraten sind, schnelle und unbürokratische Hilfe an.

Angeboten wird beispielsweise die Stundung oder auch Ratenzahlung von Beiträgen bzw. Vorschüssen.

Nähere Informationen und Hinweise zur Antragstellung finden Sie auf der Website Ihrer zuständigen Berufsgenossenschaft:

Berufsgenossenschaft Holz und Metall (BGHM)

Berufsgenossenschaft, Energie, Textil, Elektro, Medienerzeugnisse (BG ETEM)

Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN)  

Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU)

Verwaltungs-Berufsgenossenschaft (VBG)

(Quelle: ZDH) 

Weiteres

Digitalisierung: Zu Hause voll arbeitsfähig

(Stand: 30.03.2020)

Digitalisierung hilft in der Corona-Krise, die Arbeit in Gang zu halten. Vor allem für Büroarbeitsplätze im Handwerk ist das Förderprogramm „go-digital“ interessant. Das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt auf diese Weise kleine und mittlere Betriebe dabei, Home-Office-Arbeitsplätze einzurichten. Das Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrum Hamburg informiert darüber, welche Kommunikationstools für das Home-Office in Frage kommen.

Mehr lesen in der Handwerksinfo

Empfehlung: Vollmachten im Betrieb ausweiten!

(Stand: 29.03.2020)

Es ist gängige Praxis, dass Betriebsinhaber*innen ihren (Ehe-)Partner*innen Handlungsvollmachten erteilen. Die Handwerkskammer empfiehlt, diese Vollmachten auch auf weitere Personen im Unternehmen auszuweiten. Sollten Betriebsinhaber*innen und ihre Partner*innen zeitgleich an Corona erkranken, kann das Unternehmen dennoch handlungsfähig bleiben.  

Weitere Informationen im Netz

NordHandwerk: Damit der Fall der Fälle nicht zum Absturz führt

Handwerk.com: Vollmachten im Betrieb

Deutsche Handwerkszeitung: Damit der Betrieb nicht stillsteht

Corona: Arbeiten auf Baustellen

(Stand: 30.03.2020) 

Soweit keine behördlichen Schließungsverfügungen für einzelne Standorte vorliegen, können Baustellen im Grundsatz weiter betrieben werden. Jeder Betrieb muss dabei angesichts der jeweiligen örtlichen Gegebenheiten mögliche Gefährdungen seiner Beschäftigten sorgfältig abschätzen. Wenn Baustellen sich im „nicht-öffentlichen Raum“ befinden, unterliegen sie nicht ausdrücklich den entsprechenden Regelungen zur Kontaktreduzierung (maximale Personenzahl). Und auch im öffentlichen Raum gilt: Zusammenkünfte von mehr als zwei Personen zur Ausübung einer beruflichen Tätigkeit bleiben nach den meisten bis dato geltenden Länderverordnungen erlaubt. Dennoch sind notwendige Maßnahmen zur Hygiene und Ansteckungsunterbindung auch im Rahmen der Bautätigkeit strikt zu befolgen. Manche Innungen und Berufsgenossenschaften geben hierzu Hinweise. Unbedingt sind die jeweiligen Detailregelungen in den Verordnungen und Erlassen der Bundesländer zu beachten. (Quelle: ZDH)

In Hamburg gelten die Regelungen und Empfehlungen der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen.

Anfahrt von Baustellen und Kunden mit mehr als zwei Personen

Generell sollte bei allen betrieblichen Tätigkeiten und Transporten den Prinzipien der Kontaktreduzierung und des Gesundheitsschutzes der Mitarbeiter gefolgt werden. Es empfiehlt sich, Beschäftigtengruppen auch bei Fahrten zu Baustellen und Kunden möglichst aufzuteilen, damit bei einzelnen Verdachts-/Infektionsfällen nicht alle Beschäftigten betroffen würden. (Quelle: ZDH)

Baustellen in anderen Bundesländern

Alle norddeutschen Inseln und das Bundesland Schleswig-Holstein sind für Touristen gesperrt. Das gilt aber natürlich nicht für die Einreise aus den meisten beruflichen Gründen, wie etwa die Arbeit auf einer Baustelle. Die Handwerkskammer Hamburg empfiehlt Betriebsinhaber*innen, ihren Mitarbeiter*innen eine Bescheinigung auszustellen, mit der sie belegen können, dass ihre Anwesenheit auf der Arbeitsstätte notwendig ist. Bitte beachten Sie, dass es sich hierbei um kein amtliches Dokument handelt, sondern um ein Hilfsmittel, um bei Kontrollen Klarheit zu schaffen.

Betriebsinhaber*innen empfehlen wir, sich mit ihrer Handwerkskarte auszuweisen. 

Hier finden Sie Formulierungshilfen für die Bescheinigung zum Download.

(Quelle: HWK Hamburg / Handwerk-Magazin)

Infektionsschutz beim Kunden

(Stand: 30.03.2020)

Nach den am 22. März 2020 getroffenen gemeinsamen Beschlüssen von Bund und Ländern müssen im Bereich Körperpflege tätige Betriebe wie Friseure und Kosmetikstudios schließen.  Gesundheitshandwerke sind davon nicht betroffen, dürfen aber keine Waren verkaufen, die nicht in Verbindung mit ihrer handwerklichen Tätigkeit stehen. Der Verkauf medizinisch notwendigen Zubehörs ist erlaubt. Alle Handwerker mit Kundenkontakt sollen Vorkehrungen zum Infektionsschutz treffen. Die Stadt Hamburg hat eine Auslegungshilfe zu den Allgemeinverfügungen veröffentlicht, die fortwährend aktualisiert wird.
(Quelle: ZDH / HWK Hamburg)

Abstand halten

Auch in den Fällen, in denen der Besuch von Werkstatt oder Geschäft noch erlaubt ist, gelten hier die Regeln zu Verhinderung einer weiteren Ausbreitung der Pandemie. Manchmal werden diese jedoch vergessen. Erinnern Sie Ihre Kund*innen mit einem Aushang.  

Verkauf von Lebensmitteln durch Fleischer, Bäcker, Konditoren und Eisverkäufer

Grundsätzlich bleibt der Verkauf von Lebensmitteln erlaubt. Cafébereiche und Bereiche, die dem Verzehr vor Ort dienen, müssen schließen. Die aktuellen Hygieneanforderungen und Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Für Hamburger Eisdielen gilt zusätzlich, dass ein Verzehr an Ort und Stelle – auch vor der Verkaufsstelle – nicht gestattet ist.
(Quelle: ZDH / HWK Hamburg)

Betriebe des Gesundheitshandwerks

Grundsätzlich erlauben die aktuellen Verordnungen betriebliche Leistungen im Gesundheitshandwerk (wie z.B. Örthopädie- und Zahntechniker).  Insbesondere der reine Werkstatt- und Reparaturbetrieb ist gestattet. Kontakte zwischen Kunden sind durch Terminvergaben zu vermeiden. Die aktuell nötigen Hygieneanforderungen und Abstandsregeln müssen eingehalten werden. Es gilt: „Dienstleistung und Handwerk im Bereich Daseinsvorsorge“ ist grundsätzlich erlaubt; siehe hierzu die Auslegungshilfe zu den Allgemeinverfügungen der Stadt Hamburg.
(Quelle: ZDH)

Handwerkereinsätze in Kundenwohnungen

Wohnungen von Kunden in Quarantäne und vor allem Wohnungen von positiv auf das Corona-Virus getesteten Personen sollen natürlich nicht betreten werden. Personen, die die Erkrankung verheimlichen, können sich strafbar machen. Das gilt auch für Kunden. Selbstverständlich gelten auch beim Kundenbesuch die Abstandsregeln. Im Idealfall halten Kunden sich während einer Reparatur oder Installation in einem anderen Raum auf. Ob Handwerker-Aufträge angenommen werden, sollte unter den Aspekten der Dringlichkeit und des Mitarbeiterschutzes entschieden werden.

Schornsteinfeger

Die gesetzlichen Fristen im Feuerstättenbescheid werden durch die Corona-Pandemie nicht aufgehoben. Das bedeutet, dass Schornsteinfeger-Arbeiten weiter durchgeführt werden dürfen, in manchen Fällen müssen sie das sogar. Der Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Hamburg unterscheidet in einem Informationsschreiben vom 24.03.2020 zwischen hoheitlichen und nicht-hoheitlichen Aufgaben. Demnach dürfen hoheitliche Aufgaben laut Schornsteinfeger-Handwerksgesetz nicht oder nur in dringenden Fällen verschoben werden. Die aktuell akute Bedrohungslage durch das Corona-Virus erfordere jedoch praxisbezogene Lösungsansätze. So werde es bei der Ausführung der Schornsteinfegerarbeiten Einschränkungen geben, wenn:

  • Kunden unter Quarantäne stehen und der Schutz der Schornsteinfeger vor einer Infektion nicht gewährleistet werden kann.
  • Kunden wegen einer möglichen Infektion Schornsteinfegern den Zutritt zu ihrem Haus / ihrer Wohnung nicht gestatten.
  • Schornsteinfeger ihrerseits keine Schornsteinfegerarbeiten durchführen möchten, um das Risiko einer Infektion durch Kundenkontakt zu vermeiden. 

(Quelle: Landesinnungsverband des Schornsteinfegerhandwerks Hamburg) 

Corona-Hotline für Betriebe

040 35905-302

Erreichbar: Mo-Fr, 8.30-16.30 Uhr

(Bitte haben Sie Verständnis, dass es aufgrund des erhöhten Anrufaufkommens zu Verzögerungen kommen kann.)

Kontakt zur Handwerkskammer

040 35905-0
info(at)hwk-hamburg.de


Informationen der Stadt Hamburg

Allgemeinverfügungen der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Auslegungshilfe für Geschäfte

Infos für Arbeitgeber, -nehmer und Unternehmen

Betriebssicherung

Foto: AMH-online.de

Existenzen und Beschäftigung zu sichern ist das Gebot der Stunde. Wir geben einen Überblick zu Maßnahmen und Hilfen für Betriebe.

Stundung der Sozialversicherungsbeiträge: Fragen & Antworten

(Stand: 27.03.2020)

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) hat in einem neuen Rundschreiben die Möglichkeiten zur Stundung von Sozialversicherungsbeiträgen modifiziert.

Frühzeitig vor Monatsende stellen

Damit den Betrieben der Beitrag nicht eingezogen wird, muss der Antrag spätestens zum Fälligkeitsdatum des Beitragsmonats an alle Krankenkassen gerichtet werden, bei denen die Mitarbeiter versichert sind. Sind Beschäftigte bei verschiedenen Krankenkassen versichert, muss der Stundungsantrag bei jeder Krankenkasse separat gestellt werden. Gerne können Sie dazu das beigefügte Musterschreiben verwenden

Vorlage für den Erstattungsantrag

Bereits abgebuchte Beiträge für März können erstattet werden

Laut GKV-Spitzenverband konnten nicht alle Lastschriftverfahren rechtzeitig gestoppt werden und die Beiträge wurden abgebucht. Diese werden jedoch erstattet, wenn der Stundungsantrag rechtzeitig, also bis zum Fälligkeitsdatum vorlag und die Voraussetzungen erfüllt wurden. Weitere Informationen bietet der GKV-Spitzenverband auf seiner Website:

FAQ - Fragen und Antworten zum vereinfachten Stundungsverfahren

(Quelle: ZDH) 

Kurzarbeitergeld: Anzeigefrist bis 31.03.2020

(Stand: 25.03.2020)

Wegen der Ausbreitung des Corona-Virus und der wirtschaftlichen Folgen hat der Bundestag eine Neuregelung beschlossen, um den Zugang zu Kurzarbeitergeld zu erleichtern. Diese gilt rückwirkend seit dem 1. März 2020. Die Anzeige zum Kurzarbeitergeld muss bis zum letzten Tag des Monats, in dem die Kurzarbeit beginnt bei der Arbeitsagentur eingehen. Sie kann formlos eingereicht werden.

Für März 2020 endet die Frist am Dienstag, 31.03.2020!

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Muss Urlaub eingebracht werden, bevor Kurzarbeitergeld gezahlt werden kann?

In dem Antrag zum Kurzarbeitergeld wird auch abgefragt, ob Urlaub vorrangig vor der Zahlung von Kurzarbeitergeld eingebracht werden kann. Dies muss der Arbeitgeber mit seinen Mitarbeitern abklären. Können die Arbeitnehmer ihren Urlaub nicht zur Vermeidung von Kurzarbeit einsetzen, z.B. weil sie diesen bereits verplant haben, so müssen sie auch keinen Urlaub nehmen. (Quelle: ZDH)

Wie sieht es mit Arbeitszeitguthaben aus?

Es muss geklärt sein, ob Arbeitnehmer analog zum Kurzarbeitergeld über ein Arbeitszeitguthaben im Rahmen eines Arbeitszeit-Flexi-Kontos verfügen (nicht so genannte Lebensarbeitszeitkonten). Diese Arbeitszeitguthaben müssen vorrangig eingebracht werden, soweit sich aus den Regelungen in § 96 Absatz 4 SGB III nichts anderes ergibt. (Quelle: ZDH)

Haben Auszubildende Anspruch auf Kurzarbeitergeld?

Da für Azubis auch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung gezahlt werden, haben sie auch im Grundsatz Anspruch auf Kurzarbeitergeld. Allerdings ist die tatsächliche Inanspruchnahme von Kurzarbeitergeld für Azubis deutlich schwerer als für regulär sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, denn Ausbildungsverhältnisse gelten als Vertragsverhältnisse besonderer Art. So ist ein Betrieb verpflichtet, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbildung der Azubis weiterhin durchzuführen. Er sollte z.B. die Azubis in andere Abteilungen versetzen, Lehrpläne umstrukturieren und andere Inhalte vorziehen, ihn möglichweise in eine Lehrwerkstatt schicken etc. Dies ist naturgemäß in den kleinen Betrieben des Handwerks nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft oder ist – wie aktuell – eine komplette Schließung aller betrieblichen Aktivitäten behördlich vorgegeben, dann kann auch für den Azubi Kurzarbeit angeordnet werden. Dann gilt allerdings zunächst die Pflicht zur Fortzahlung der kompletten Ausbildungsvergütung durch den Ausbildungsbetrieb für mindestens sechs Wochen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Tarifverträge oder auch Ausbildungsverträge gehen teilweise sogar über die sechs Wochen hinaus. Dies ist also im jeweiligen Einzelfall zu prüfen.

Der ZDH setzt sich mit Nachdruck für Erleichterungen beim Zugang von Azubis zum Kurzarbeitergeld ein. (Quelle: ZDH)

Haben Minijobber Anspruch auf Kurzarbeitergeld?

Minijobber sind grundsätzlich vom Bezug von Kurzarbeitergeld ausgenommen, denn sie sind versicherungsfrei in der Arbeitslosenversicherung. In der aktuellen Krise stellt dies jedoch viele Unternehmen vor Probleme. Daher setzen wir uns dafür ein, dass auch Minijobber in der Corona-Krise eine Lohnersatzleistung erhalten. (Quelle: ZDH)

Die wichtigsten Informationen und Dokumente zur Beantragung des Kurzarbeitergeldes haben wir für Sie zusammengefasst.

Infos und Vordrucke Kurzarbeitergeldantrag

Kontakt zu Fragen zum Kurzarbeitergeld

Lüüd Personalberatung für das Hamburger Handwerk
Tel.: 040 35905-900
E-Mail: lueued(at)hwk-hamburg.de

Wichtige Informationen bei der Agentur für Arbeit

Kurzarbeitergeld muss vom Arbeitgeber bei der zuständigen Arbeitsagentur beantragt werden. Hier die Links zu den wichtigsten Seiten:

Fragen und Antworten zu Kurzarbeitergeld 
Corona-Krise: Kurzarbeitergeld möglich 
Kurzarbeitergeld – Informationen für Arbeitgeber

Hier finden Sie Ihre zuständige Arbeitsagentur

Kurzarbeitergeld für Azubis

(Stand: 26.03.2020)

In Anbetracht der Corona-Krise müssen im Handwerk zahlreiche Betriebe Kurzarbeitergeld in Anspruch nehmen. Hierbei stellt sich auch die Frage, inwieweit auch für Auszubildende Kurzarbeitergeld in Anspruch genommen werden kann.

Azubis nicht grundsätzlich von Kurzarbeitergeld ausgeschlossen

Grundsätzlich gilt, dass Azubis nicht vom Kurzarbeitergeld ausgeschlossen sind, da für sie Versicherungspflicht zur Arbeitslosenversicherung gilt und Beiträge entrichtet werden. Sie werden allerdings nicht wie sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Sachen Kurzarbeitergeld behandelt. Dies wird z.B. bereits daran deutlich, dass Azubis bei der Ermittlung der Berechtigung auf Kurzarbeitergeld hinsichtlich der betrieblichen Betroffenheit nicht mitgezählt werden. Bei der nun angekündigten Sonderform des Kurzarbeitergeldes im Zuge der Corona-Krise wird eine Betroffenheit von mindestens zehn Prozent der Beschäftigten vorausgesetzt. Bei dieser Zählung müssen Azubis nach aktuellem Stand außen vor bleiben.

Ausbildungsverhältnisse gelten als Vertragsverhältnisse besonderer Art

Für Ausbildungsverhältnisse gilt im Vergleich zu abhängig sozialversicherungspflichtig Beschäftigten hinsichtlich der Fortführung der Ausbildung ein besonderer Schutz. Wird in einem Unternehmen Kurzarbeit durchgeführt, so ist der Betrieb verpflichtet, alle Maßnahmen zu ergreifen, um die Ausbildung der Azubis weiterhin durchzuführen. Er sollte z.B. den Azubis in andere Abteilungen versetzen, Lehrpläne umstrukturieren und andere Inhalte vorziehen, ihn möglichweise in eine Lehrwerkstatt schicken etc. Dies ist naturgemäß in den kleinen Betrieben des Handwerks nicht oder nur sehr eingeschränkt möglich.

Folgen für Ausbilder und Kurzarbeit

Aus der Tatsache, dass die Ausbildung auch bei betrieblicher Kurzarbeit möglichst fortgeführt werden sollte, ergibt sich auch, dass für Ausbilder möglichst keine Kurzarbeit bzw. nur in Ausnahmefällen Kurzarbeit in geringerem Umfang angeordnet werden sollte. Die Ausbildungspflicht des Auszubildenden muss auch bei Kurzarbeit im Betrieb Vorrang haben. Es ist zu beachten, dass bei ausbleibender oder mangelhafter Ausbildung sogar im Grundsatz ein Schadensersatzanspruch bei schuldhaftem Verhalten gegenüber dem Ausbildungsbetrieb entstehen kann.

Pflicht zur Fortzahlung der Ausbildungsvergütung für sechs Wochen

Sind alle Möglichkeiten ausgeschöpft oder ist – wie aktuell – eine komplette Schließung aller betrieblichen Aktivitäten behördlich vorgegeben, dann kann auch für den Azubi Kurzarbeit angeordnet werden. Dann gilt allerdings zunächst die Pflicht zur Fortzahlung der kompletten Ausbildungsvergütung durch den Ausbildungsbetrieb für mindestens sechs Wochen (§ 19 Abs. 1 Nr. 2 BBiG). Tarifverträge oder auch Ausbildungsverträge gehen teilweise sogar über die sechs Wochen hinaus. Dies ist also im jeweiligen Einzelfall zu prüfen. Erst danach kann nach aktuellem Rechtsstand ein Anspruch auf Zahlung von Kurzarbeitergeld für Azubis entstehen.

Kündigung eines Azubis wegen Kurzarbeit

Die Anordnung von Kurzarbeit rechtfertigt für sich noch keine Kündigung eines Ausbildungsverhältnisses. Erst wenn der Betrieb für längere Zeit vollständig zum Erliegen kommt und damit auch die Ausbildungseignung entfällt, ist eine außerordentliche Kündigung möglich. In diesem Fall besteht aufgrund der Standardformulierung in den Berufsausbildungsverträgen die Verpflichtung des Ausbildenden, sich mit Hilfe der zuständigen Arbeitsagentur um die Fortführung der Berufsausbildung in einer anderen Ausbildungsstätte zu bemühen.

Tatsächlich sollte gerade in diesen Krisenzeiten von Seiten der Betriebe alles Zumutbare unternommen werden, um Ausbildungsabbrüche zu verhindern oder gar Kündigungen auszusprechen.

(Quelle: ZDH)

Informationen zum Kurzarbeitergeld für Azubis gibt es auch auf der Web-Seite der IG Metall.

Unfallversicherungsbeiträge bei finanziellen Notlagen

(Stand: 25.03.2020)

Damit die Handwerksbetriebe infolge der Corona-Krise nicht zu starke Liquiditätseinbußen erleiden, bietet etwa die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) die Stundung und Ratenzahlung von Unfallversicherungsbeiträgen für die Betriebe der Bauwirtschaft an. Inzwischen haben auch andere Berufsgenossenschaften ihre Bereitschaft erklärt, eine Stundung der Beiträge zu ermöglichen bzw. zu erleichtern. Wir empfehlen daher den vom Corona-Virus finanziell besonders belasteten Betrieben, bei Bedarf eine entsprechende Stundung der Beiträge bei ihrer Berufsgenossenschaft zu beantragen.

(Quelle: ZDH) 

Hinweise für Betriebe

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks informiert Handwerker*innen zu rechtlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Fragen
Hinweise für Betriebe

Hier finden Sie die ZDH-Umfrage zu den Auswirkungen der Corona Ausbreitung
zur Umfrage

Informationen der Hamburger Wirtschaftsbehörde
Information für Unternehmen in Hamburg

Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf die Unternehmen sind aktuell noch schwer abzuschätzen. Gegenwärtig wird zum Beispiel seitens der Hamburger Wirtschaftsbehörde geprüft, welche bestehenden Förderprogramme angepasst und ggf. aufgestockt werden können: Hilfen für Unternehmen in Hamburg.

Telefon-Hotline für Unternehmen

Die Hamburger Wirtschaftsbehörde hat eine Telefon-Hotline geschaltet, an die sich Unternehmerinnen und Unternehmer wenden können:

040 428 41 1497

Die Hotline ist von montags bis freitags von 9 -17 Uhr zu erreichen.

Kontakt

Handwerkskammer Hamburg
Corona-Hotline
Tel.: 040 35905-302
Download vCard:

Erreichbar: Mo-Fr, 8.30-16.30 Uhr

(Bitte haben Sie Verständnis, dass es aufgrund des erhöhten Anrufaufkommens zu Verzögerungen kommen kann.)

Kontakt zu Fragen zum Kurzarbeitergeld

Handwerkskammer Hamburg
Personalberatung des Hamburger Handwerks Lüüd
Holstenwall 12
20355 Hamburg
Tel.: 040 35905-900
Download vCard:

Recht

Foto: istock.com

Die aktuelle Situation wirft rechtliche Fragen auf. Wir geben Hinweise und Orientierung. 

Quarantäne bis Home Office

Mit den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie stellen sich für Arbeitgeber viele drängende arbeitsrechtliche Fragen – von der Möglichkeit zur Freistellung aus Gründen des Infektionsschutzes bis zur Handhabung von Krankmeldungen bei Corona-Erkrankung. Wichtige Antworten von Arbeitsrechtsanwälten.

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Praktische Hinweise

Alle wichtigen arbeitsrechtlichen Fragen beantwortet ein Merkblatt der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände: Arbeitsrechtliche Folgen einer Pandemie - Hinweise für die Praxis.

Coronavirus: Arbeitsrecht und Arbeitsschutzrecht

Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales bietet auf seiner Website Antworten auf Fragen zu den Themen, Entgeldfortzahlung, Kurzarbeitergeld und erörtert Rechte und Pflichten bei der Arbeit.

bmas.de

Friseure und Kosmetiker müssen schließen

Am Sonntag, 22. März 2020, haben sich Bund und Länder darauf geeinigt, dass Friseur- und Kosmetikbetriebe schließen müssen. Der Beschluss im Wortlaut lautet: „Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege wie Friseure, Kosmetikstudios, Massagepraxen, Tattoo-Studios und ähnliche Betriebe werden geschlossen, weil in diesem Bereich eine körperliche Nähe unabdingbar ist. Medizinisch notwendige Behandlungen bleiben weiter möglich.“

Erklärung des Bundes und der Länder im Detail

Mitteilung des Senats

Die meisten Handwerker dürfen weiterarbeiten

(Stand: 24.03.2020)

Nach der Allgemeinverfügung des Hamburger Senats vom 16. März können Handwerksbetriebe "ihren Betrieb fortsetzen." Das ist ein wichtiges Signal. In der Praxis stellen sich jedoch durchaus knifflige Fragen, z.B. Wo hört Handwerk auf und wo fängt Einzelhandel an? Eine Übersicht, wer mit welcher Begründung öffnen darf und wer nicht, finden Sie hier: Auslegungshilfe für Geschäfte

Die Erweiterung der Allgemeinverfügung des Hamburger Senats vom 22. März hat auch Konsequenzen für manche Handwerksbetriebe. So gilt beispielsweise ein Berufsverbot für Friseur*innen und Kosmetiker*innen. Andere Gewerke dürfen nach wie vor weiterarbeiten. Zur Information über die Regelung für Sie, Ihre Kunden und auch bei eventuellen Kontrollen, haben wir einen Aushang für Sie vorbereitet, den wir bei jeder Änderung der Regeln schnellstmöglich aktualisieren.

Aushang für Handwerksbetriebe 

Dienstreisen ins Ausland

Bei der Entsendung von Mitarbeitern ins Ausland hilft der Leitfaden der International SOS Foundation: Leitfaden zur Erstellung der Gefährdungsbeurteilung bei beruflichen Auslandsreisen

Entschädigung nach Infektionsschutzgesetz

(Stand 26.03.2020)

Das Infektionsschutzgesetz sieht in bestimmten Fällen die Möglichkeit von Entschädigungen vor. Diese gelten auch im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie, sind aber auf bestimmte Fälle beschränkt. Die Stadt Hamburg beantwortet dazu Fragen.

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Kontakt

Handwerkskammer Hamburg
Corona-Hotline
Tel.: 040 35905-302
Download vCard:

Erreichbar: Mo-Fr, 8.30-16.30 Uhr

(Bitte haben Sie Verständnis, dass es aufgrund des erhöhten Anrufaufkommens zu Verzögerungen kommen kann.)

Aus- und Fortbildung

Foto: istock.com

Inwieweit sind Lehrveranstaltungen und Prüfungen eingeschränkt? Wir informieren über den Stand.

Gesellenprüfungen

Zurzeit ist die Handwerkskammer Hamburg in enger Abstimmung mit den Hamburger Innungen, um das weitere Vorgehen in Bezug auf anstehende Gesellenprüfungen festzulegen. Die Innungen sind die für die Prüfungsabnahmen zuständigen Stellen.

Vereinbart ist zunächst, dass bis zum 24.04.2020 möglichst keine Prüfungen durchgeführt werden sollen (Abweichungen sind allerdings unter Beachtung behördlicher Bestimmungen zulässig). Es ist geplant, dass danach alle angesetzten Prüfungen durchgeführt werden. In Einzelfällen kann es jedoch zu Terminverschiebungen kommen. Prüflinge und betroffene Ausbildungsbetriebe werden von der zuständigen Innung über die Prüfungstermine informiert.

Vorsorglicher Hinweis für Ausbildungsverhältnisse, die im Sommer 2020 enden, die Gesellenprüfung möglicherweise aber erst nach Ausbildungsende stattfinden kann: Grundsätzlich endet das Berufsausbildungsverhältnis mit dem im Berufsausbildungsvertrag vereinbarten Ausbildungsende. Eine Verlängerung des Berufsausbildungsverhältnisses ist für diesen Fall rechtlich nicht vorgesehen. Nur in begründeten Ausnahmefällen kann die Handwerkskammer auf Antrag des Lehrlings und nach Anhörung des Ausbildungsbetriebes die Ausbildungszeit verlängern. Bitte wenden Sie sich in solchen Fällen an die Ausbildungsberatung der Handwerkskammer. Auch wenn die Gesellenprüfung nach Ausbildungsende stattfinden sollte, ist der Ausbildungsbetrieb verpflichtet, die Prüfungsgebühr zu übernehmen und dem Lehrling die erforderlichen Materialien und Werkzeuge zur Verfügung zu stellen. 

Was müssen Auszubildende jetzt wissen?
Die IG Metall informiert Sie.

Meisterprüfungen

Die Meisterprüfungen der Handwerkskammer Hamburg sind von der Allgemeinverfügung der Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz nicht betroffen und finden nach jetzigem Stand (18. März) grundsätzlich statt.

Dennoch müssen einige Prüfungstermine auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Betroffene werden in jedem Fall postalisch oder bei zeitnahen Prüfungen per E-Mail informiert. Sobald Nachholtermine für abgesagte Prüfungen gefunden sind, werden die angemeldeten Prüfungsteilnehmer mit einem Vorlauf von mindestens 14 Tagen von der Prüfungsabteilung schriftlich informiert bzw. eingeladen.

Eine laufend aktualisierte Übersicht bietet eine Liste der Handwerkskammer Hamburg.

Für alle stattfindenden Prüfungen wird eine sorgfältige Desinfektion der Prüfungsräume sowie ausreichender Abstand von mindestens 1,5 Metern zur nächsten Person gewährleistet.

Für Nachfragen zu konkreten Prüfungen kontaktieren Sie bitte Ihren Ansprechpartner*in im Bereich Prüfungswesen.

Prüfungen am ELBCAMPUS

Auch am ELBCAMPUS, dem Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Hamburg, muss ein Teil der Prüfungen verschoben werden. Eine aktuelle Liste sowie Antworten auf die häufigsten Fragen finden Sie auf einer eigens eingerichteten Internetseite des ELBCAMPUS.

Berufsschulunterricht

Die Schließung der Hamburger Berufsschulen ist bis zunächst zum 19.04.2020 verlängert worden; in anderen Bundesländern können andere Regelungen gelten. Vom Ausfall betroffene Lehrlinge sind grundsätzlich verpflichtet, zur betrieblichen Ausbildung zu erscheinen, sofern behördliche Vorgaben nicht entgegenstehen.

Viele Berufsschulen stellen den vom Unterrichtsausfall betroffenen Lehrlingen Unterrichtsmaterial über Lernplattformen o.ä. zur Verfügung. In diesen Fällen sollte den Lehrlingen hinreichend Zeit zur Bearbeitung zur Verfügung gestellt werden. Idealerweise sollten die Lehrlinge dies –soweit möglich- in klar definierten Zeiträumen zu Hause erledigen. Um Missverständnissen vorzubeugen, sollten mit den Lehrlingen klare Vereinbarungen über den Nachweis der Bearbeitung der schulischen Aufgaben erfolgen. Sollte diese Form von „Homeoffice“ für Lehrlinge nicht möglich sein, sollte ihnen ein geeigneter Arbeitsplatz und ausreichend Zeit im Ausbildungsbetrieb zur Verfügung gestellt werden.

Mitteilung des Schulsenators zum Notfallplan für die nächsten 14 Tage

Bei Einzelfragen wenden sich Betriebe zunächst an die für ihre Auszubildenden jeweils zuständige Berufsschule. Allgemeine Informationen:

Informationsseite des Hamburger Instituts für berufliche Bildung

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisung

(Stand: 23.03.2020) 

Überbetriebliche Lehrlingsunterweisungen (ÜLU)
finden zunächst bis zum 30.04.2020 in den Hamburger Lehrwerkstätten nicht statt. Ausgefallene Lehrgänge sollen – soweit möglich- nachgeholt werden. 

Aufstiegs-BAföG

Aktuelle Informationen der AFBG-Stelle Hamburg finden Sie hier.

Kontakt

Handwerkskammer Hamburg
Corona-Hotline
Tel.: 040 35905-302
Download vCard:

Erreichbar: Mo-Fr, 8.30-16.30 Uhr

(Bitte haben Sie Verständnis, dass es aufgrund des erhöhten Anrufaufkommens zu Verzögerungen kommen kann.)

Foto: AMH-online.de

Infektionsschutz

Schützen Sie sich und andere. Um eine Infektion zu verhindern, sollten folgende Maßnahmen ergriffen werden:

  • Sehr gute Handhygiene: Waschen Sie Ihre Hände häufiger am Tag gründlich mit Seife.
  • Desinfektionsmittel können hilfreich sein. Informieren Sie sich in Ihrer Apotheke.
  • Halten Sie die übliche Husten- und Nies-Etikette ein; niesen Sie stets in die Armbeuge.
  • Sorgen Sie für eine baldige und sichere Entfernung von Einmal-Taschentüchern.
  • Verzichten Sie mit Hinweis auf die aktuelle Ansteckungsgefahr auf das Händeschütteln.
  • Beim Kontakt mit Verdachtsfällen (auch bei Grippe- und Erkältungspatienten) sollten Sie nach Möglichkeit einen ausreichenden körperlichen Abstand halten (1,5 bis 2 Meter).
  • Wenn Sie den begründeten Verdacht einer eigenen Infektion haben (insbesondere nach einem Aufenthalt in Regionen, die von der Infektion bereits betroffen sind), sollten Sie nicht direkt in eine Arztpraxis gehen, sondern sich dort zunächst telefonisch melden. Auch können Sie sich an die Gesundheitsämter wenden.


Weitere Informationen

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus (Bundesgesundheitsministerium)
Startseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Antworten auf häufig gestellte Fragen zum neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)
Informationen zum Coronavirus SARS-CoV-2 mit zahlreichen wichtigen Links (Robert-Koch-Institut, deutsche Bundesoberbehörde für Infektionskrankheiten)
Informationen zur aktuellen Lage beispielsweise für Reisende und bestimmte Berufsgruppen (Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, u.a. nationales Referenzzentrum für tropische Infektionserreger)
Checklisten für die Phasen einer Krankheitswelle (Deutscher Industrie- und Handelskammertag)

Informationen bzw. Ansprechpartner zum Coronavirus in Hamburg


Gesundheitsbehörde


Telefon-Hotline der Hamburger Gesundheitsbehörde für Fragen zum Coronavirus:
040 428 284 000

Webseite der Hamburger Gesundheitsbehörde

Hamburg-Service

Unter der bekannten Telefonnummer des Hamburg-Service (040 115, montags bis freitags von 7 bis 19 Uhr) können insbesondere Fragen zu den richtigen Ansprechpartnern in der Stadt Hamburg gestellt werden.

Siehe auch unter Hamburg.de

Ärztlicher Bereitschaftsdienst

Wer sich in Ansteckungsgebieten aufgehalten hat und an sich Symptome einer Erkrankung feststellt (z.B. Fieber), sollte sich an den Ärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel. 116 117) wenden. Sie erhalten dann einen Hausbesuch, bei dem ein Test auf das Virus durchgeführt wird.

Siehe auch unter Artzruf Hamburg